Mittwoch 26. September 2018

Mariä Heimsuchung

Begegnung von Maria und Elisabet
Auf dem Weg.

Das Fest bezieht sich auf das Gedächtnis an den Besuch der schwangeren Maria bei Elisabet, wie sie Lukas in seinem Evangelium (Lk 1,39-56) beschreibt.

Diese Heimsuchung (vom lateinischen „Visitatio”) rückt zwei ganz unterschiedliche Frauen in den Mittelpunkt. Da gibt es einerseits Maria: jung, schwanger, ohne die Sicherheit einer Ehe oder einer anderen Absicherung. Da gibt es andererseits aber auch ihre Cousine Elisabet, die damit umgehen muss, dass Gott in ihr Leben eingreift und sie in hohem Alter zur Mutter macht. Beide jedoch haben damit zu kämpfen, dass alles anders verläuft, als sie es eigentlich zunächst geplant hatten - und doch sagen beide JA zu dem, was Gottes Plan ist. 

 

Freudig jubelt Maria darum auch über Gottes „Auftrag” an sie: „Meine Seele preist die Größe des Herrn...” (Lk 1,46, auf lateinisch: „Magnificat anima mea Dominum”) – damit erinnert das Fest Mariä Heimsuchung auch an die Geburtsstunde des sogenannten „Magnificats”. Dieser Lobgesang Mariens ist spätestens seit dem heiligen Benedikt von Nursia Teil der Vesper und wird überall auf der Welt gebetet. Die Aufnahme in das tägliche Gebet verdeutlicht damit auch die Bedeutsamkeit der Aussage des Magnificats, denn in ihm wird verdeutlicht, dass Gott das Leben möchte und stets bei jenen ist, die trotz aller Schwierigkeiten und Mühen auf ihn vertrauen wie die beiden so ungleichen Frauen. 

 

Das Fest Mariä Heimsuchung wurde stark von den Franziskanern gefördert, später schließlich auch weltkirchlich anerkannt und wird bis heute am 2. Juli, einst der Oktavtag des Festes der Geburt Johannes des Täufers, gefeiert. 

 

Quellenangabe:

Einspieler, Klaus: URL: Die Feste der Gottesmutter Maria. URL: http://www.kath-kirche-kaernten.at/themen/detail/C671/die_feste_der_gottesmutter_maria [Stand: 06/2014]

 

(sp)

Zum Nachdenken
Lichtquelle. © Roland Lengauer

 

Das Kirchenjahr mit seiner immer erneuten Vergegenwärtigung und Darstellung des Lebens Christi ist das größte Kunstwerk der Menschen; und Gott hat sich dazu bekannt und gewährt es Jahr für Jahr, schenkt es in immer neuem Licht, als begegnete es einem zum ersten Mal.

(Jochen Klepper)

aus dem Behelfsdienst
Farben und Symbole
Asche

Asche

Zeichen der Vergänglichkeit

Fastenbild in der Pfarrkirche Schiedlberg

Fastentuch

Fastentücher entstanden etwa um das Jahr 1000 im Gebiet nördlich der Alpen und dienten im Mittelalter zur Verhüllung des gesamten Altarraumes.

Adventkranz

Adventkranz

Am Adventkranz werden nacheinander vier Kerzen angezündet, als Zeichen für Christus, die „Fülle des Lichtes”. Mit der Adventkranzsegnung in den Gottesdiensten am ersten Adventwochenende wird in den Pfarren der Advent liturgisch begonnen.

 

Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Kommunikationsbüro
Herrenstraße 19
Postfach 251
4021 Linz
TEL: 0732 / 7610 - 1170
FAX: 0732 / 7610 - 1175

DVR: 0029874(117)

www.dioezese-linz.at
post@dioezese-linz.at
https://www.dioezese-linz.at/
Darstellung: