Freitag 14. Dezember 2018

Kantor / Kantorin

Begrifflich vom lateinischen Wort „cantare / cantor” (zu deutsch: „singen / Sänger”) abstammend übernimmt der Kantor oder die Kantorin singende Aufgaben im Gottesdienst.

Ein Kantor oder eine Kantorin kann (und soll) in allen Gesangsteilen der Eucharistiefeier mitwirken, er singt nicht allein nur den Antwortpsalm und den Ruf vor dem Evangelium (Halleluja-Ruf oder Christus-Ruf) oder andere Gesänge, die im Wechsel zwischen Vorsänger und Gemeinde gestaltet sind (z.B. Kyrie, Fürbittenrufe, Agnus Dei, Litaneien, Lieder mit Vorsängerteilen), vor. Mit seinem Gesang stützt und leitet er oder sie die Gemeinde.

 

 

Während seiner wichtigsten Aufgabe, der gesungenen Verkündigung des Wortes Gottes, steht der Kantor oder die Kantorin symbolisch am Ambo. Darüber hinaus übernimmt ein Kantor oder eine Kantorin auch die Aufgabe, neue Gesänge einzuüben, ganz im Sinne von Psalm 96: „Singt dem Herrn ein neues Lied”.

 

Die Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils hat die Funktion des Kantors erst wiederbelebt. Während in der jüdischen Kirche der Kantor stets eine bedeutende Funktion inne hatte, ist es in der katholischen Kirche vielerorts aus praktischen Gründen der Fall, dass die Aufgaben des Kantors vom Zelebranten oder Organisten übernommen werden. 

 

Für die Aus- und Weiterbildung von Kantorinnen und Kantoren ist in der Diözese Linz das Referat für Kirchenmusik sowie das Konservatorium für Kirchenmusik zuständig. 

Zum Nachdenken
Herzen am Strand

Zu-fällig

 

Wenn manchmal

ein Gedanke

einfach so

zu-fällig

in dein Herz fällt,

dann erschlag ihn nicht

mit tausende Wenn und Aber.

 

Trau der Stimme in dir,

spüre ihr nach.

Es könnte darin ein Anruf,

ein Geschenk des Himmels 

liegen.

 

(Friederike Stadler)

Dienste zum Hören

Kehrvers „Sende aus deinen Geist”, GL 253/1

aus: Freiburger Kantorenbuch Nr. 61

Gebet

Gott, unser Vater, du hast uns, deine Kirche, zu einer lebendigen Gemeinschaft und zu einem Ort der Begegnung mit dir gemacht. Wir bitten dich für unsere Schwestern und Brüder, die in unserer Pfarrgemeinde einen Auftrag übernommen haben. Lass sie in ihrem Dienst deine helfende Kraft erfahren und mit Sorgfalt und Geduld ihre Aufgabe erfüllen.

 

Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Bruder, Freund und Herrn.

 

 

Quellenangabe:

Hahne, Werner: Gebet. GL 606/3 (leicht modifiziert). 

Spiritualität: Beten, Segnen, Feiern, Begleitet sein
Segnung des Bruders - ein Junge zeichnet einem Anderen ein Kreuz auf die Stirn. © Stefanie Petelin

Segnen

Wenn Menschen einander segnen, sagen sie sich gegenseitig etwas Gutes von Gott zu (lateinisch „benedicere” –...

Hoffnungsvolle Abendstimmung am Simssee. © Stefanie Petelin

Trauern

Abschied zu nehmen ist eine der schwersten Erfahrungen im Leben. Neben dem Verlust eines nahestehenden Menschen...

Schuh in der Wiese. © Stefan Schweiger

Pilgern

Das Nötigste im Rucksack, gutes Schuhwerk an den Füßen und dann: aufbrechen, Weg-gehen. Den Alltag, die Hektik, den...

Begleitet. © hotblack/morguefile.com

Begleiten

Unser Leben ist wie eine Landschaft. Wir leben in unterschiedlichen Lebens-Feldern. Unter den Feldern fließt das...

Kapelle am Berg. © Maria Grill

Beten

Im Gebet haben alle menschlichen Gefühle und Gedanken Platz. Singend, schweigend, durch gelesene oder gesprochene...

Tag des Pfarrfotos in der Pfarre Leonding - St. Johannes. © Thomas Eberdorfer

Berufen sein

Am Anfang steht Gottes Ruf.Den gilt es wahrzunehmen,zu verstehen. Möglicherweise ruft Gott leise und unaufdringlich...
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