Friday 3. February 2023

Einsatz bei der Feuerwehr: 34 Jahre Nächstenliebe

Anton Hochreiter, Feuerwehr Blindendorf

Anton Hochreiter engagiert sich seit 50 Jahren in der Pfarre St. Georgen an der Gusen. Seit 1983 ist er außerdem bei der Freiwilligen Feuerwehr Blindendorf. In der Nächstenliebe liegt die christliche Dimension der Feuerwehr, sagt er.

Welchen Dienstgrad haben Sie heute?


Hochreiter: Oberbrandmeister. Aber das ist eine Alterserscheinung. Zuvor war ich zehn Jahre Gruppenkommandant und lange Zeit Feuerwehrsanitäter.

 

Wie viel Zeit investieren Sie in die Feuerwehr?


Hochreiter: Jetzt, als Pensionist, gehe ich drei bis vier Mal pro Jahr zu einer Übung. Als ich noch aktiv war, nahm ich jährlich an zehn Übungen teil. Während meiner Zeit als Gruppenkommandant habe ich jedes Jahr zwei bis drei Feuerwehrübungen selbst vorbereitet.

 

Für wie wichtig halten Sie die Feuerwehr?


Hochreiter: Für sehr wichtig – wegen der gesellschaftlichen Funktion, der Feste, Veranstaltungen, der Jugendbetreuung. Dann ist da noch die soziale Dimension. Soziales und Christliches sind für mich untrennbar. Die christliche Dimension der Feuerwehr ist für mich die Nächstenliebe.

 

Anton Hochreiter, Feuerwehr Blindendorf

Kein Leben ohne Engagement für Kirche und Gesellschaft: Deswegen ist der 66-jährige Anton Hochreiter seit 34 Jahren u.a. bei der Feuerwehr. © Maria Appenzeller

 

Sie engagieren sich auch in der Pfarre St. Georgen an der Gusen.


Hochreiter: Ja, mittlerweile seit über fünfzig Jahren. Als Jung-KAJ-Leiter, später als Firmhelfer, Sprengel-Verantwortlicher, Zechprobst. Eine Periode war ich im Pfarrgemeinderat der Pfarre St. Georgen an der Gusen.

 

Aus Ihrer Erfahrung: In wie weit spielt Kirche eine Rolle bei der Feuerwehr?


Hochreiter: Ich glaube, dass den Leuten Fahrzeugsegnungen ein Anliegen sind. Darüber hinaus veranstaltet die FF Blindendorf jedes Jahr eine Maiandacht, die sehr gut besucht ist. Umgekehrt ist die Feuerwehr ein Fixbestandteil der Fronleichnamsprozession in der Pfarre Ried in der Riedmark, wohin wir räumlich gehören.

 

Ist man nach einem Feuerwehr-Einsatz eigentlich stolz?


Hochreiter: Nein, stolz bin ich nach einem Einsatz nicht. Anders ist das bei einer Übung. Wenn sie gelungen ist, freue ich mich natürlich.

 

Welche Einsätze sind Ihnen in Erinnerung geblieben?


Hochreiter: Einer der Einsätze bei der Brandserie in St. Georgen an der Gusen im Winter 1999/2000. Wir kamen zu einem Bauernhof und drei Seiten brannten lichterloh. Das Feuer war lange Zeit unbemerkt geblieben. Es hatte sich unter dem Ziegeldach entlang gefressen. Als das Dach einbrach, stand plötzlich der ganze Hof in Flammen. Auch bei Hochwassereinsätzen war ich dabei.

 

Warum sind Sie nun eigentlich zur Feuerwehr dazu gegangen?


Hochreiter: Als meine Frau und ich Haus bauten, wollte ich unbedingt zum Dorf dazugehören. Alle Nachbarn waren bei der Feuerwehr, da war für mich klar, dass ich mich engagieren werde. Heute noch begeistert mich die Kameradschaft – dass man sich gut kennt, miteinander übt, beisammensitzt und das Feuerwehrwesen am Leben hält. Auch meine soziale Ader sagt mir, dass die Feuerwehr einen Wert hat.

 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Feuerwehr?


Hochreiter: Dass das Feuerwehrwesen bestehen bleibt und sich weiterhin Menschen finden, die sich engagieren.

 

(ma)

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