Mittwoch 26. September 2018

Advent

Adventkranz. © Stefanie Petelin

„Adventus” bedeutet Ankunft. Heute wird die Adventzeit als Zeit der Vorbereitung und Erwartung bezeichnet. Vorbereitung auf das Kommen Jesu. Auf Weihnachten. In der Adventzeit geht es um die Frage: Was dürfen wir hoffen? Der Advent macht aufmerksam auf Mangel und Fülle, Hoffnung und Hoffnungslosigkeit. 

Warten und Erwarten

Advent ist die Zeit der Erwartung. Warten können fällt uns heute zunehmend schwer. Gerade deshalb ist die Qualität dieser Erwartungszeit eine Besondere. Verschiedene Bräuche unterstreichen unser Warten und lassen uns die Vorfreude auf das Weihnachtsfest ganz intensiv erleben: Der Adventkranz, der Adventkalender, Lieder vom Warten und Hoffen.

 

Adventkranz. © Stefanie Petelin

 

Zeit - für jeden Menschen unterschiedlich wahrnehmbar

Der Mensch von heute lebt zum großen Teil nach der Vorgabe der „äußeren Zeit“. Die gemessene Zeit, die chronologische „Uhrzeit“ ist aber eine leere Zeit - ihre Zeitspannen, Sekunden, Minuten, Stunden, Tage und Jahre sind formal gleich. Nicht so die „innere Zeitwahrnehmung“: Sie ist gefüllt mit Erwartungen oder Befürchtungen. Die innere Zeit läuft nicht nach dem Maß der Quantität, sondern der Qualität. Derselbe Augenblick kann also von jedem Menschen unterschiedlich erlebt werden.

 

Auf Weihnachten zugehen: Was dürfen wir hoffen?

Das Kirchenjahr beginnt mit dem ersten Adventsonntag. Die Erwartung der Geburt Jesu markiert gleichzeitig den Neubeginn des kirchlichen Jahreskreises. Es geht um die Fragen: „Was dürfen wir hoffen?“ „In welche Zukunft geht unser Leben?“ „Wann erscheint die Fülle der Zeit, der Grund des Lebens, wann kommt Gott?“.

 

Die Bibel im Advent: Aufbrechen in die Hoffnung

Die im Advent markanten Texte der liturgischen Schriftlesungen greifen die großen Visionen nach dem gelingenden Leben auf, wie sie im Buch des Propheten Jesaja beschrieben sind: die Hoffnung auf Frieden, Gerechtigkeit, Gewaltfreiheit, Segen und Glück. In diesen Hoffnungen und Sehnsüchten spiegelt sich im Grunde die letzte große Hoffnung: das Warten auf die Begegnung mit Gott selbst. Wichtig ist: Diese Hoffnungen sind nicht Vertröstungen, sondern unerwartete Aufbrüche gerade inmitten von Hoffnungslosigkeit, Unfrieden und Gewalt, inmitten der erlittenen Abwesenheit Gottes in der Zeit.

 

Quellenangabe:
Katholische Kirche in Oberösterreich (Hrsg.) (o.A.): aufdanken - Gott in der Zeit des Menschen. Linz: Eigenverlag. URL: www.aufdanken.at [Stand: 06/2014]
(mh)
 
Downloads:
Broschüre "aufdanken"
Medienliste "aufdanken"

 

Zum Nachdenken
Lichtquelle. © Roland Lengauer

 

Das Kirchenjahr mit seiner immer erneuten Vergegenwärtigung und Darstellung des Lebens Christi ist das größte Kunstwerk der Menschen; und Gott hat sich dazu bekannt und gewährt es Jahr für Jahr, schenkt es in immer neuem Licht, als begegnete es einem zum ersten Mal.

(Jochen Klepper)

aus dem Behelfsdienst
Farben und Symbole
Sonnenstrahlen aus Tau.

Grün

Farbe der Hoffnung, des Lebens und des Wachstums

Grün gilt als Farbe der Hoffnung, des Lebens und des Wachstums, auch im Glauben. Als liturgische „Alltagsfarbe” wird Grün bei allen Gottesdiensten im Jahreskreis getragen, wenn keine andere liturgische Farbe vorgeschrieben ist.

Kerzen

Licht

Das Licht begleitet uns als Symbol durch das gesamte Kirchenjahr. 

Steinmauer.

Schwarz

Farbe der Trauer

Schwarz wird als Farbe der Trauer vor allem bei Totenmessen und Begräbnissen getragen, allerdings kann es dabei auch durch Violett ersetzt werden.

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