Dienstag 13. November 2018

Das Zeichen des Karabiners

Klettern. © butkovicdub/morguefile.com

Gedanken für einen gottesdienstlichen Leitfaden.

Der KARABINER ist das Symbol der Männerbewegung für die heutige Bergmesse. Der Karabiner ist wichtig beim VORSTIEG und NACHSTIEG. Damit ist die bestmögliche Sicherung für 2 Kletterer gemeint, die durch ein Seil im steilen und riskanten Fels verbunden sind.

 

Konkret:

Einer klettert voraus und befestigt in regelmäßigen Abständen Haltegriffe im Fels. Das erfordert Kraft, Mut, Geschicklichkeit, Gespür.
Der zweite hat es relativ leicht. Auf einer bereits gesicherten Route kommt er gut voran. 

 

Einzige Bedingung:

VERTRAUEN zum Vordermann, zum Vorsteiger. Hoffentlich hat der die Karabiner im Fels gut fixiert.

Sich abwechseln beim Vorstieg und Nachstieg ist eine Sache der Fairness und Weitsicht.
Der Vordermann würde sonst bald überanstrengt und kraftlos, was im Berg lebensgefährlich sein kann. Der Hintermann dagegen würde ständig auf Kosten des anderen leben.


Vergleich im Alltag:

 

1. Ehe: gleiche Partner, die sich abwechseln beim Verantwortung übernehmen.

2. Eltern/Kinder: schrittweise Verantwortung übertragen

3. Jugendliche mit Führerschein: die Mitfahrer müssen sich auf den Chauffeur verlassen können.

4. Jede Gruppe, jeder Verein braucht mutige Vorsteiger, die den anderen einen guten, sicheren Weg vorgeben. Es ist schlimm, wenn die Schwächer- en verführt werden von den Stärkeren. Z.B.: Wenn eine Gaudi immer gepaart sein muss mit Drogen als Stimmungsmacher.

5. Politiker, die ein Vorbild sein sollten in der Gesellschaft für zahlreiche verunsicherte Menschen, die eine Lebensorientierung brauchen. Politiker, die Angst nehmen können und Vertrauen wachsen lassen.

6. Zweifellos war Hans Innerlohinger ( Hinweis: Innerlohinger war in dieser Pfarre engagierter Seelsorger) ein Vorsteiger mit Weitblick. Sicherlich haben viele unter uns von ihm profitiert und den Mut gefunden sich selber eine Meinung zu bilden.


Fragen für eine „Gewissenserforschung“:

Bin ich mehr ein Vorsteiger oder ein Nachsteiger? Kenne ich meine Grenzen, meine Kraftreserven? Habe ich Vertrauen zu anderen, damit ich auch mal verschnaufen kann? Oder muss ich alles selber er- ledigen? Übernehme ich Verantwortung für andere? 

Aus der Pfarre Pucking, 2003

Pilger-Segen
Pilgerschatten. © Herbert Schiller

Möge dein Weg dir freundlich entgegenkommen,

möge der Wind dir den Rücken stärken.

Möge die Sonne dein Gesicht erhellen

und der Regen um dich her die Felder tränken.

Und bis wir beide, du und ich, uns wiedersehen,

möge Gott dich schützend in seiner Hand halten.

 

aus Irland

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Gottesdienst - Bausteine
Gipfelkreuz am Woising. © Stefanie Petelin

Texte für einen Berggottesdienst

auf der Filzmooser Alm in Vorderstoder, Oberösterreich; 16. 9. 2007

Klettern. © butkovicdub/morguefile.com

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Auf-brechen

Aufbrechen

Einen ersten Schritt wagen

Aus bequemer Sicherheit

in unbekanntes Dunkel treten

 

Den festen Boden verlassend

das schwankende Boot besteigen

wie Petrus

den der Glaube

über das Wasser trug

 

Aufbrechen

Sich vorbehaltlos

auf den Weg machen

Altvertrautes zurücklassen

Sich den Unebenheiten

Steigungen und Gefahren

des Weges stellen

seinen Schönheiten und Wundern

sich öffnen

 

Einen ersten Schritt wagen

ohne noch den zweiten zu kennen

ohne die haltende Hand zu spüren

Ohne ihn gibt es kein Vorwärts

keinen Weg

 

Es gibt kein Glück 

ohne das Wagnis des Vertrauens

 

(Friederike Stadler)

 

 

 

Auf-Brechen. © hotblack/morguefile.com
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"Du öffnest die Bücher und sie öffnen Dich!". © Anna/flickr.com/CC BY-NC-SA 2.0

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Weg-Gehen

Manchmal

einen Weg zu Fuß

zurücklegen

und der Versuchung widerstehen

alles und sofort

möglichst bequem

zu erreichen

 

Die Mühe

auf mich nehmen

die das Gelände erfordert

und langsam

Schritt für Schritt

mit Bodenkontakt

dem Ziel näher kommen

 

Im Gehen

Zeit zum Atmen haben

die Sinne anfüllen

und die Seele

dabei sein lassen

 

Der gegangene Weg

verlang ein Stück von mir

Dafür beschenkt er mich

mit dem Glück des Ankommens

und einer tiefen Zufriedenheit

 

So wird jeder gegangene Weg

zum bleibenden Schatz

Weil Wege zu gehen

wesentlich zum Menschwerden gehört

Und weil weniger mehr ist

 

Eilzugstempo

oder Schrittgeschwindigkeit

Das ist die Frage

 

(Friederike Stadler)

inpuncto: Pilgern.

Auf dem Jakobsweg
Jakobsweg-Wegstein im Waldviertel. © Naoag/commons.wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Tausende pilgern auf Österreichs "Camino"-Routen...

Nicht nur am Jakobi-Tag geht's los, auch jetzt begeben sich noch viele Pilger auf ihren Weg...
Weit-Blicken

RückBLICK
Glücksmomente dankbar genießen
Manches einfach los-lassen

 

DurchBLICK
Zusammenhänge sehen
Leben durchdenken

 

EinBLICK
In sich hineinspüren
Sich selbst wahr-nehmen

 

AusBLICK
Offen sein
Perspektiven entdecken

 

BreitBLICK
Neugierig bleiben
Entscheidungen abwägen

 

WeitBLICK
Wahr-haftig leben
Kreativ durch die Welt gehen

 

(Stefanie Petelin)

Blumenwiese. © Alexander Hlavac/flickr.com/CC BY-NC-ND 2.0
Die Seele geht zu Fuß...

 

Barbara und Josef Blattl:

Pilgern - die Seele geht lieber zu Fuß...

An-Kommen

Nach langer Abwesenheit

versuche ich

wieder anzukommen

bei Dir

und bei mir

 

Aus dem Trubel

dem Lärm und

den grellen Farben

will ich ankommen

beim Sein

in Dir

und in mir

 

will ankommen

im Frieden

zu Hause

bei mir

 

und im Leben

mit Dir

 

(Friederike Stadler)

Schuhbiduh - WEG-GEHEN. © Stefan Schweiger
Blick auf die Pfarrkirche Viechtwang, am Weg zur Lasslbergkapelle an Maria Himmelfahrt. © Wolfgang Herndl.

Wallfahrtsservice.de

Eine Material- und Austauschbörse

Besonders lesenswert: "Nachgefragt". Dr. Michael Rosenberger (KTU Linz) beantwortet Fragen wie: Dürfen Wallfahrer auch mal lustig sein? Sind reine Männerwallfahrten heute noch/wieder sinnvoll? Kann man auch alleine pilgern?

Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

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