Sonntag 26. Februar 2017

Was man zum Pilgern braucht...

Rucksack und Wanderschuhe

Rucksack, Schlafsack, die richtige Regenbekleidung, das passende Schuhwerk. Auf einer Pilgerreise ist die richtige Ausrüstung wichtig. Die "Basics".

Rucksack

Für einen längeren Pilgerweg benötigt man zumindest einen 40-Liter-, besser einen 60-Liter-Rucksack. Ganz unten kommt der Schlafsack hinein, dann die schweren Sachen darauf und die leichten Gegenstände oben. Am besten sortiert man die Dinge in Plastiksäcke. Alles weglassen, was nicht unbedingt nötig ist. Nehmen Sie von allem immer die leichtere Variante. Jakobsweg-Pilger Helmut Rammerstorfer nennt Dinge, die sie trotzdem mitnehmen sollten: Taschenmesser, Gehörschutz (nützlich für die Nacht in Pilgerquartieren), kleine Taschenlampe, Regenschutz, der auch über den Rucksack geht. Daheim lassen kann man technische Kleingeräte (wie GPS, MP3-Player oder auch Handys) und zu viel Kleidung (Minimum an Wanderkleidung, keine „schönen“ Sachen). Der Pilger wäscht täglich seine Sachen.


Schuhwerk

Mit ihren guten Wanderschuhen sollten Sie vorher unbedingt längere Strecken (20 km) gehen, damit diese sich dem Fuß anpassen. Zusätzlich nehmen sie leichte Sandalen mit.

 

Wanderstöcke

Die Knie sind besonderen Belastungen ausgesetzt. Zwei Wanderstöcke mit Federung entlasten die Knie.


Vorauschicken

Dinge zum Wechseln können Sie zu einem auf dem Weg liegenden Postamt postlagernd vorausschicken. Dinge für den täglichen Bedarf kaufen Sie unterwegs ein.


Gesundheit

Schauen Sie, dass Ihre Zähne in Ordnung sind. Zahnweh kann zu einem sehr lästigen Problem werden. Das häufigste Pilgerproblem aber sind Blasen. Wenn möglich die Blase in Ruhe lassen, nur mit einem Blasenpflaster abdecken. Bei lästigen großen Blasen hilft „drainieren“, also aufstechen, wobei unbedingt ein Desinfektionsmittel verwendet werden muss. Anschließend Leukoplast dachziegelartig aufkleben. Das Tragen von zwei Paar (leichten) Baumwollsocken hilft, Blasen zu vermeiden. Eine pilzhemmende Creme für die Füße ist ebenfalls zu empfehlen.


Geld

An den meisten Pilgerwegen gibt es Bankomaten. Tragen Sie immer nur so viel Geld mit sich, als Sie unmittelbar brauchen. Nehmen Sie unbedingt die Telefonnummer zum Sperren Ihrer Bankomatkarte mit. Tragen Sie Ihre Dokumente in einem Brustbeutel (auch in der Nacht). Es gibt auch heute „Wegelagerer“.

 

Link: Checkliste / Packliste der Jakobspilgergemeinschaft Augsburg

 

Quellenangabe: 

Kirchenzeitung der Diözese Linz (2012): inpuncto Pilgern

Bildlizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/

 

 

Pilger-Segen
Pilgerschatten. © Herbert Schiller

Möge dein Weg dir freundlich entgegenkommen,

möge der Wind dir den Rücken stärken.

Möge die Sonne dein Gesicht erhellen

und der Regen um dich her die Felder tränken.

Und bis wir beide, du und ich, uns wiedersehen,

möge Gott dich schützend in seiner Hand halten.

 

aus Irland

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Auf-brechen

Aufbrechen

Einen ersten Schritt wagen

Aus bequemer Sicherheit

in unbekanntes Dunkel treten

 

Den festen Boden verlassend

das schwankende Boot besteigen

wie Petrus

den der Glaube

über das Wasser trug

 

Aufbrechen

Sich vorbehaltlos

auf den Weg machen

Altvertrautes zurücklassen

Sich den Unebenheiten

Steigungen und Gefahren

des Weges stellen

seinen Schönheiten und Wundern

sich öffnen

 

Einen ersten Schritt wagen

ohne noch den zweiten zu kennen

ohne die haltende Hand zu spüren

Ohne ihn gibt es kein Vorwärts

keinen Weg

 

Es gibt kein Glück 

ohne das Wagnis des Vertrauens

 

(Friederike Stadler)

 

 

 

Auf-Brechen. © hotblack/morguefile.com
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"Du öffnest die Bücher und sie öffnen Dich!". © Anna/flickr.com/CC BY-NC-SA 2.0

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Weg-Gehen

Manchmal

einen Weg zu Fuß

zurücklegen

und der Versuchung widerstehen

alles und sofort

möglichst bequem

zu erreichen

 

Die Mühe

auf mich nehmen

die das Gelände erfordert

und langsam

Schritt für Schritt

mit Bodenkontakt

dem Ziel näher kommen

 

Im Gehen

Zeit zum Atmen haben

die Sinne anfüllen

und die Seele

dabei sein lassen

 

Der gegangene Weg

verlang ein Stück von mir

Dafür beschenkt er mich

mit dem Glück des Ankommens

und einer tiefen Zufriedenheit

 

So wird jeder gegangene Weg

zum bleibenden Schatz

Weil Wege zu gehen

wesentlich zum Menschwerden gehört

Und weil weniger mehr ist

 

Eilzugstempo

oder Schrittgeschwindigkeit

Das ist die Frage

 

(Friederike Stadler)

inpuncto: Pilgern.

Auf dem Jakobsweg
Jakobsweg-Wegstein im Waldviertel. © Naoag/commons.wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

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Glücksmomente dankbar genießen
Manches einfach los-lassen

 

DurchBLICK
Zusammenhänge sehen
Leben durchdenken

 

EinBLICK
In sich hineinspüren
Sich selbst wahr-nehmen

 

AusBLICK
Offen sein
Perspektiven entdecken

 

BreitBLICK
Neugierig bleiben
Entscheidungen abwägen

 

WeitBLICK
Wahr-haftig leben
Kreativ durch die Welt gehen

 

(Stefanie Petelin)

Blumenwiese. © Alexander Hlavac/flickr.com/CC BY-NC-ND 2.0
Die Seele geht zu Fuß...

 

Barbara und Josef Blattl:

Pilgern - die Seele geht lieber zu Fuß...

An-Kommen

Nach langer Abwesenheit

versuche ich

wieder anzukommen

bei Dir

und bei mir

 

Aus dem Trubel

dem Lärm und

den grellen Farben

will ich ankommen

beim Sein

in Dir

und in mir

 

will ankommen

im Frieden

zu Hause

bei mir

 

und im Leben

mit Dir

 

(Friederike Stadler)

Schuhbiduh - WEG-GEHEN. © Stefan Schweiger
Blick auf die Pfarrkirche Viechtwang, am Weg zur Lasslbergkapelle an Maria Himmelfahrt. © Wolfgang Herndl.

Wallfahrtsservice.de

Eine Material- und Austauschbörse

Besonders lesenswert: "Nachgefragt". Dr. Michael Rosenberger (KTU Linz) beantwortet Fragen wie: Dürfen Wallfahrer auch mal lustig sein? Sind reine Männerwallfahrten heute noch/wieder sinnvoll? Kann man auch alleine pilgern?

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