Freitag 14. Dezember 2018

Franz von Sales (24.1.)

Anonyme, Saint François de Sales en gloire, 1677

Begnadeter Prediger, einfühlsamer Seelsorger, authentischer Christ. Franz von Sales beeindruckte durch viele Talente. Für den gestressten Menschen des 21. Jahrhunderts hat er einen guten Rat auf Lager: Gelassenheit. 

Franz wurde am 21. August 1567 in Savoyen in Frankreich geboren. Er studierte Rechtswissenschaften und Philosophie in Paris. Sein Vertrauen zu Maria half ihm über große Glaubenskrisen hinweg, sodass er aus eigenem Antrieb - nun in Padua - auch Theologie zu studieren begann.

 

In Padua fasste er gegen den Willen seines Vaters den Entschluss, Priester zu werden. 1593 wurde er geweiht.

 

Franz begann im calvinistischen Chablais zu predigen, das nach der Rückeroberung durch Savoyen 1593 wieder katholisch werden sollte. Obwohl den Menschen unter Strafe verboten wurde, seine Predigten zu besuchen, fand Franz Mittel und Wege. Er befestigte Flugblätter an Bäumen, Häusern und Toren, die von den Menschen gut aufgenommen wurden - hatte er doch das Talent, in seiner Sprache diplomatisch und doch klar zu sein, ohne Polemik.

 

Schon bald wurde er aufgrund des großen Erfolges seiner Rekatholisierung vom Bischof von Genf zu dessen Koadjutor gemacht, und folgte ihm 1602 als Bischof nach.

 

Neben seinem Talent zu predigen, war er ein einfühlsamer Seelsorger, der auch persönlich glaubwürdig seinen Glauben lebte.

 

Ganz dem Evangelium gemäß wendete er sich jenen Menschen zu, die ihm begegneten. Auch einen gehörlosen Schüler nahm er in seine Dienste und ermöglichte ihm den Zugang zur Eucharistie. Sein Tun war geprägt von seinem Menschenbild, dass jeder Mensch ein geliebtes Kind Gottes ist, Abbild Gottes.

 

1604 lernte er Johanna Franziska von Chantal kennen, mit der er zeit seines Lebens freundschaftlich verbunden blieb. Mit seiner Hilfe gründete Madame de Chantal in Dijon und Lyon eine Schwesternschaft, die sich 1618 "Orden der Heimsuchung Mariens" nannte, heute bekannt als "Salesianerinnen". Zwölf Klöster des Ordens wurden noch zu Franz' Lebzeiten gegründet.

 

Franz von Sales starb am 28. Dezember 1622 auf der Rückreise von Avignon.

 

Die Salesianer prägen ein wichtiges Wort: die Gelassenheit. Gerade heute - in einer Zeit, die von Zeitnot geprägt zu sein scheint, schadet eine Beschäftigung mit Franz von Sales wohl keineswegs.

 

Er ist der Patron der katholischen Schriftsteller, der Presse und der Journalisten, sowie der Gehörlosen und der spirituellen Wegbegleiter. Sein Gedenktag ist der 24. Jänner.

 

Quellenangabe:

Schäfer, Joachim: Franz von Sales. In: Ökumenisches Heiligenlexikon. URL: http://www.heiligenlexikon.de/BiographienF/Franz_von_Sales.htm [Stand: 01/2015]

 

(mh)

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