Friday 25. September 2020

Osterkerze

Die Osterkerze ist ein zentrales Symbole sowohl in der Feier der Osternacht wie auch im gesamten Osterfestkreis.

Die Osterkerze steht aber nicht für sich alleine, sondern verweist vor allem auf das Licht, das durch ihr Wachs genährt wird. Christus wird als das wahre Licht, als Sol verus gefeiert (vgl. Mal 3,20; Offb 21,23).

 

 

Mit der zunehmenden Bedeutung des Lichtes im christlichen Gottesdienst (im 3. und 4. Jahrhundert), nahm auch die theologische Relevanz von Kerzen, insbesondere jene der Osterkerze zu.

 

Mit der lodernden Flamme ist die Osterkerze Zeichen des auferstandenen Herrn. Aus diesem Grund werden auch die Taufkerzen der (Neu-)Getauften an ihr entzündet.

 

Licht in der Nacht der Nächte

Das erste gesicherte Zeugnis für die liturgische Verwendung einer besonderen Kerze in der Feier der Osternacht ist für das Jahr 384 in Piacenza (Norditalien) belegt.

 

 

Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich die Symboldeutung der Osterkerze. So hatten im Mittelalter verschiedene Exemplare ein Gewicht von über 40 Kilogramm, damit sich die Gläubigen kleine Wachsstücke von der Osterkerze mit nach Hause nehmen konnten, da sie sich davon besonderen Schutz und Segen erhofften.

 

Das heutige Verständnis ist vor allem durch den Text des Osterlobes (Exsultet) geprägt das in der Osternacht gesungen wird. In diesem Lobgesang wird die Osterkerze als leuchtende Säule gedeutet, die bei Nacht dem Volk Israel seinen Weg durch die Wüste bahnte (Ex 13,21f.). Weiter wird sie als festliche Gabe verstanden, welche die Kirche in der heiligsten ihrer Nächte Gott, dem Schöpfer, darbringt („nimm diese Kerze entgegen als unsere festliche Gabe“).

 

Die heutigen Merkmale auf der Osterkerze (Alpha und Omega, das Kreuz und die jeweilige Jahreszahl) sind spätere Hinzufügungen (9. Jahrhundert) und unterstreichen die österliche Bedeutung der Kerze.

 

 

Quellenangabe:

Wegscheider, Florian, Assistent für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie an der KTU Linz

(iu)

Zum Nachdenken
                               Farben- und Formenharmonie der Natur.

 

Die Farben und Formenharmonie muss allein auf dem Prinzip der zweckmäßigen Berührung der menschlichen Seele ruhen.

(Wassily Kandinsky)

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