Donnerstag 19. Februar 2026

Memento Mori: Kunst in der Fastenzeit in der Linzer Ursulinenkirche

Am Aschermittwoch, 18. Februar 2026 wird in der Linzer Ursulinenkirche die Ausstellung „Memento Mori: Kunst in der Fastenzeit“ eröffnet. Die Kunst von Heribert Friedl, Magdalena Berger und Maria Nalbantova ist noch bis 3. April zu sehen bzw. zu hören. 

Unter dem Leitthema „Memento Mori“ („Gedenke des Todes“) werden seit mittlerweile 35 Jahren Künstler:innen mit bestehenden Werken bzw. ortsspezifischen Interventionen während der Fastenzeit in die Linzer Ursulinenkirche eingeladen. Von Aschermittwoch bis Karfreitag 2026 sind Arbeiten von Heribert Friedl, Magdalena Berger und Maria Nalbantova zu sehen bzw. zu hören. Die Soundinstallation im Kirchenraum und die skulpturalen Arbeiten in der Krypta schaffen für die Besucher:innen der Ursulinenkirche in der Fastenzeit Momente der Reflexion über Tod und Vergänglichkeit. Es sind poetische Interventionen im Raum, die auf unterschiedliche Weise Geschichten erzählen und zu bewusster Wahrnehmung und Aufmerksamkeit einladen.

 

Heribert Friedl, Lehrender an der Universität für angewandte Kunst in Wien, hat über mehrere Jahrzehnte mit seinen „nonvisual objects“ ein facettenreiches Werk entwickelt. Die Soundinstallation im Kirchenraum unterbricht sechsmal am Tag die Stille und eröffnet mit vertrauten Motiven wie dem Ticken einer Uhr oder dem „Atmen“ eines Blasebalgs eine neue Sinneserfahrung im barocken Kirchenraum.
http://www.nonvisualobjects.com/

 

Heribert Friedl und Magdalena Berger

Heribert Friedl und Magdalena Berger präsentierten ihre Kunstinstallationen in der Ursulinenkirche. / © Diözese Linz / Kienberger

 

 

Maria Nalbantova und Magdalena Berger, Masterstudierende der Studienrichtung Plastische Konzeptionen / Keramik der Linzer Kunstuniversität, greifen mit ihren skulpturalen Interventionen vertraute Objekte auf und transferieren sie zu neuen Sinnbildern. In der Interaktion mit dem Raum und im Spannungsfeld von Stillstand, fortwährender Bewegung, alltäglichen Handlungen und Ritualen, schaffen sie neue Assoziationen zu Tod und Vergänglichkeit.
https://marianalbantova.com/
https://www.magdalena-berger.at/

 

Maria Nalbantova

Maria Nalbantova in der Krypta der Ursulinenkirche / © Magdalena Berger

 

Die Ausstellung wird am Aschermittwoch, 18. Februar 2026 nach der Aschermittwochsliturgie, die um 19.00 Uhr beginnt, eröffnet; die Einführung erfolgt durch die Kuratorin Martina Gelsinger vom Fachbereich Kunst der Diözese Linz.

 

Die Ursulinenkirche (Landstraße 31, 4020 Linz) ist bis zur Eingangsbalustrade täglich von 8.00 bis 19.00 Uhr geöffnet.

 

Die Klanginstallation im Kirchenraum dauert rund 15 Minuten und wird täglich um 9.00, 11.00, 13.00, 15.00, 17.00 und 19.00 Uhr zu hören sein.

 

Öffnungszeiten der Krypta und des Kirchenraumes:
Do. und Fr., 16.00 – 18.00 Uhr, jeweils um 17.00 Uhr Kunstauskunft

 

 

Bei einem Rundgang für Medienvertreter:innen am 16. Februar 2026 wurde die diesjährige Ausstellung vorab von Kuratorin Martina Gelsinger und dem Rektor der Ursulinenkirche Markus Schlagnitweit präsentiert, der die erkrankte Verantwortliche für die Linzer Ursulinenkirche Angelika Stummer vertrat.

 

Gruppenfoto

v.l.: Kuratorin Martina Gelsinger, Kunsthistorikerin und Kuratorin, Fachbereich Kunst; Künstler Heribert Friedl; Künstlerin Magdalena Berger; Markus Schlagnitweit, Rektor an der Ursulinenkirche in Linz und Cornelia Erber. Forum St. Severin / © Diözese Linz / Kienberger

 

 

Zeitgenössische Kunst im Kirchenraum als starkes Lebenszeichen

 

„In der Diözese Linz gibt zeitgenössische Kunst wichtige Impulse und setzt ein starkes Lebenszeichen. Die Reihe ‚Memento Mori – Kunst in der Fastenzeit‘ zeichnet sich durch ihre Kontinuität und hohe künstlerische Qualität der Werke aus“, sagt Kuratorin Martina Gelsinger, Referentin für Kunst & Kultur der Diözese Linz. Ihr ist es in ihrer langjährigen Tätigkeit als Kuratorin dieser Reihe ein besonderes Anliegen, sowohl mit bereits arrivierten Künstlern wie Heribert Friedl als auch mit Künstler:innen einer jüngeren Generation, wie Maria Nalbantova und Magdalena Berger, die als Master-Studierende an der Linzer Kunstuniversität bereits ein beeindruckendes Werk aufweisen, zusammenzuarbeiten.

 

Kuratorin Martina Gelsinger

Martina Gelsinger, Kunsthistorikerin und Kuratorin, Fachbereich Kunst / © Diözese Linz / Kienberger

 

„Kunst hat in der Kirche über Jahrhunderte existenzielle Fragen und menschliche Emotionen wie Schmerz, Trauer, Verlust, Erinnerung und Endlichkeit thematisiert. Der Kirchenraum der Ursulinenkirche als barockes Gesamtkunstwerk und die beiden Räume der Krypta, der ehemalige Aufbahrungsraum und der Bestattungsort der Ursulinen mit den Nischengräbern, gehen mit den künstlerischen Arbeiten einen Dialog ein, der über akustische und visuelle Interventionen in einem zeitlichen Bogen über die Jahrhunderte neue Ebenen der Wahrnehmung und Erfahrung eröffnet“, erläutert die Kunsthistorikerin. 

 


„Hohe künstlerische und ästhetische Qualität“

 

„Die Ursulinenkirche Linz ist mit ihrem Profil als Kunst- und Kulturkirche seit vielen Jahren in der Linzer Innenstadt präsent. Musik und Bildende Kunst stehen dabei im Zentrum. Wichtig ist dabei der Dialog mit zeitgenössischen Werken und Themen, die Menschen auch existentiell berühren“, betont Angelika Stummer, die Verantwortliche für die Ursulinenkirche, für Citypastoral und Tourismuspastoral.

 

Künstlerinnen und Künstler würden durch ihre Arbeiten in Dialog mit einem Raum treten, der regelmäßig liturgisch genutzt werde und auch ein architektonischer, historischer und spiritueller Erlebnisraum sei. „Als Citypastoralkirche legt die Ursulinenkirche den Schwerpunkt auf unterschiedliche Begegnungsformen in der Innenstadt. Da der Kirchenraum direkt an der Landstraße liegt, ist die Frequenz der Besucher:innen hoch. Viele Menschen kommen täglich in diese Kirche – sei es, um eine Kerze anzuzünden oder im Kirchenraum Ruhe zu finden. Das Zusammenspiel von zeitgenössischer Kunst und barockem Kirchenraum bei wiederkehrenden temporären Kunstprojekten in der Ursulinenkirche wie ‚Memento Mori‘ ist von hoher ästhetischer und dialogischer Qualität. Das prägt den Kirchenraum und bereichert die Besucher:innen“, so Stummer. 

 

Der Kirchenraum sei dabei nicht nur Präsentationsraum, sondern werde zum Begegnungs- und Resonanzraum für und mit moderner Kunst. Stummer dankte besonders Martina Gelsinger, der Kuratorin der Reihe ‚Memento Mori‘, und der Kunstuniversität Linz mit ihren Studierenden, „dass dieser Dialog in diesem Jahr zur Fastenzeit wieder möglich ist und umgesetzt werden kann.“

 

Auch Rektorin Brigitte Hütter von der Kunstuniversität Linz freut sich über die Kooperation mit Diözese und Ursulinenkirche im Rahmen von "Memento Mori". „Die Präsentation in diesem besonderen Raum zeigt die Werke unserer Studierenden Maria Nalbantova und Magdalena Berger in einem einzigartigen Kontext und macht sie einer breiten Öffentlichkeit, insbesondere den Linzer:innen, zugänglich. Ein herzliches Dankeschön von unserer Seite an die Diözese Linz.“

 

 

 

Die Künstler:innen und ihre Werke im Detail

 

Magdalena Berger

Untitled (loop)

Motor, Metallkonstruktion, Textilobjekt
Krypta
2026
 

Im ehemaligen Aufbahrungsraum der Krypta der Ursulinenkirche sind fünf Motoren an der Wand montiert. An diesen sind weiße Stofftaschentücher aus Leinen befestigt, die sich im Kreis drehen und dabei kontinuierlich über die Wand streichen. Jedes einzelne Stofftaschentuch ist mit einem Wort bestickt: distance, love, closeness, touch, yours

 

Magdalena Berger

Magdalena Berger / © Diözese Linz / Johannes Kienberger

 

Die Taschentücher streifen über die Wände. Die Berührung tastet den Raum immerfort in einem ruhigen Rhythmus ab. Die Rotation folgt einem endlosen Loop, in dem Anfang und Ende sich berühren. Aus der stetigen Drehung entsteht ein Rhythmus, der den Raum in eine zeitliche Spur einschreibt. So bleibt eine mechanische Präsenz zurück, in der Bewegung, Technik und Wahrnehmung ineinandergreifen und den Raum in einen stillen, fortlaufenden Dialog versetzen.

 

Das Leinen-Taschentuch als intimes Objekt berührt im alltäglichen Gebrauch die Haut und nimmt Tränen und Schweiß auf. Hier treten sie in Kontakt mit der Mauer, der rund 270 Jahren alten Krypta.


Die Motoren erzeugen ein gleichmäßiges Geräusch. Die Stofftaschentücher erzeugen ein weiches, fast flüsterndes Rauschen, wenn sie über die Wände streichen. Der hörbare Sound ist ein Zeichen von Reibung, Tuch und Wand verändert sich langsam und sanft im Laufe der Zeit.

Die Rauminstallation thematisiert auf metaphorische Weise Trauer, Trost und Erinnerung. Die fortlaufende Bewegung kann als Metapher für die Zeit, die einem Prozess der Veränderung oder des Abschieds innewohnt und der auch eine „heilende“ Wirkung zugeschrieben wird, verstanden werden. Die Taschentücher und die darauf gestickten Begriffe stehen für Intimität, Nähe und Beziehung im Verhältnis von Körper und Raum, dem Menschen und seinem Umfeld.

Magdalena Berger studiert im Master Plastische Konzeptionen / Keramik an der Kunstuniversität Linz. In Bergers Installationen werden Motoren, Sound, Video, Latex und Rotwein zu Elementen, die Räume nicht nur visuell besetzen, sondern auch über Geruch und akustische Intensität erfahrbar machen. Im Zentrum steht die Frage, wie Materialien und räumliche Strukturen Körperlichkeit und Identität sichtbar machen.

 

Installationen, Soundarbeiten, Fotografien und Objekte von Magdalena Berger waren unter anderem im Salon „Rosa Beige“ der Galerie FÜNFZIGZWANZIG Salzburg, im Salzburg Museum, auf der Parallel Vienna, im Lentos Kunstmuseum Linz, beim Foto Wien-Festival im IFK Wien und im periscope Salzburg zu sehen. Werke sind in den Sammlungen des Landes Salzburg und des Landes OÖ vertreten.

 

www.magdalena-berger.at

 

 

Maria Nalbantova

Disposable Care

Installation

Porzellan, Metallrohre

Krypta

2025

 

An der Stirnwand der Krypta hängen vier skulpturale Objekte, am Boden neben den Stützen, die das Gewölbe tragen, befinden sich zwei weitere. Die Werke der Reihe „Disposable Care“ sind skulpturale Objekte aus Porzellan. Sie haben die Form weißer Handtücher. Ihre scheinbare Weichheit ist verfestigt und bewahrt die subtile Spur eines Körpers. Sie offenbaren eine Spannung zwischen Gebrauch und Reinheit, Intimität und Anonymität. Indem sie einen flüchtigen Moment der Berührung fixieren, machen die Arbeiten sichtbar, was sonst übersehen wird: den fragilen, oft unsichtbaren Akt der Fürsorge, der in Vertrauen und Unterstützung eingebettet ist.

 

Im zeitgenössischen Kontext ist das weiße Handtuch zu einem Symbol für Komfort und Gastfreundschaft geworden, für Räume, in denen Erneuerung mühelos und kontinuierlich erscheint. Das weiße Handtuch verkörpert Sauberkeit, Sicherheit und Verlässlichkeit, verweist jedoch zugleich auf die unsichtbaren Systeme der Instandhaltung und Aufmerksamkeit, die dieses Gefühl erst möglich machen. Aus Porzellan gefertigt, halten sie einen Moment des Übergangs fest – eine Spur eines Körpers, erstarrte Weichheit.

 

Maria Nalbantova

„Disposable Care“ von Maria Nalbantova / © Diözese Linz / Johannes Kienberger

 

Maria Nalbantova zu ihrer künstlerischen Arbeit: „Ich fühle mich zu den kleinen Gesten hingezogen, die unseren Alltag strukturieren, Gesten, die so vertraut sind, dass sie oft unbemerkt bleiben. Besonders interessieren mich jene Momente, in denen Fürsorge präsent ist, aber nicht sichtbar anerkannt wird, in denen Vertrauen in routinemäßige Handlungen eingebettet und von unsichtbarer Arbeit getragen wird.

 

Eines der verbreitetsten täglichen Rituale weltweit ist das Waschen der Hände und des Körpers, gefolgt vom einfachen Akt des Abtrocknens mit einem Handtuch. Unter dieser gewöhnlichen Geste liegt eine Struktur der Fürsorge, Fürsorge für sich selbst und Fürsorge, die von anderen geleistet wird. Es ist eine Geste, die auf Vertrauen beruht, doch die Arbeit, die sie ermöglicht, bleibt oft unsichtbar.“

 

In „Disposable Care“ nehmen skulpturale Objekte aus Porzellan die Form weißer Handtücher in einem eingefrorenen Zustand an. Ihre scheinbare Weichheit ist verfestigt und bewahrt die subtile Spur eines Körpers. Sie offenbaren eine Spannung zwischen Gebrauch und Reinheit, Intimität und Anonymität. Indem sie einen flüchtigen Moment der Berührung fixieren, machen die Arbeiten sichtbar, was sonst übersehen wird: den fragilen, oft unsichtbaren Akt der Fürsorge, der in Vertrauen und Unterstützung eingebettet ist.

 

Maria Nalbantova wurde 1990 in Sofia, Bulgarien, geboren und beschäftigt sich als bildende Künstlerin mit Skulptur, DIY-Biomaterialien, Video und Zeichnung und absolviert derzeit einen Masterstudiengang in Plastische Konzeptionen / Keramik an der Kunstuniversität Linz. Sie schafft Mixed-Media-Installationen, oft im Dialog mit bestimmten Orten, und setzt sich dabei mit deren historischen, soziopolitischen und ökologischen Dimensionen auseinander. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen die Begriffe Koexistenz, Fürsorge und Verantwortung.

Ihre Werke sind Teil der Sammlungen der Sammlung zeitgenössischer Kunst des Europäischen Parlaments, der China International Culture Association und der Sofia City Art Gallery in Bulgarien.

 

Maria Nalbantova, die in Sofia bereits ein Studium an der dortigen Kunstakademie absolviert hat, wird gemeinsam mit drei weiteren Künstlerinnen den bulgarischen Pavillon auf der Biennale Venedig 2026 bespielen.

 

www.marianalbantova.com

 

 

 

Heribert Friedl
Es wird sein Nachleuchten sein, das alles überstrahlen wird
Soundinstallation im Kirchenraum
2021 / 2026
Dauer: 15 min

 

Der barocke Kirchenraum entführt die Besucherinnen und Besucher in eine andere Zeit. Die Fülle und Pracht der Ausstattung sollten den Menschen damals einen Vorgeschmack auf das Paradies als Zustand himmlischer Freuden und ewiger Sorglosigkeit vermitteln. Heribert Friedl fügt diesem barocken Gesamtkunstwerk jedoch keine zusätzlichen visuellen Elemente hinzu. Vielmehr nutzt er die spezifische Atmosphäre dieses Raumes, um eine neue Sinneserfahrung zu erzeugen: eine Klanginstallation, die sechsmal am Tag um 9.00, 11.00, 13.00, 15.00, 17.00 und 19.00 Uhr für rund 15 Minuten die Stille unterbricht. Die Klanginstallation besteht formal aus wenigen Elementen: dem Ticken einer Uhr, einem sich immer wieder verändernden Orgelton, den Flageolett-Tönen einer Gitarre und dem „Atmen“ eines Blasebalgs.

 

Heribert Friedl

Heribert Friedl / © Diözese Linz / Johannes Kienberger

 

Mit dem Ticken der Uhr und den Orgelklängen knüpft Heribert Friedl an vertraute Hörerfahrungen und Metaphern zur Begrenztheit von Zeit und menschlicher Existenz an. Er versteht die Uhr aber auch als Symbol der Unendlichkeit in Anlehnung an den immerfort weitergehenden Lebensrhythmus. Die Klänge in unterschiedlichen Frequenzbereichen überlagern sich und scheinen Ort und Zeit entzogen zu sein.

Was bleibt, ist die Erinnerung, das Nachleuchten, der Nachhall über die Zeit hinaus. Raum und Klang verschmelzen zu einer Einheit.

 

In memoriam Altbischof Maximilian Aichern

 

Heribert Friedl sagt dazu: „Obwohl diese Arbeit in einer persönlichen existentiellen Krise fußt, schafft es die Klanginstallation, den Schritt aus dem Persönlichen heraus zu machen. Tod, Vergänglichkeit und Verlust sind allgegenwärtig und daher immer aktuelle Themen – nicht nur für einen Künstler, sondern für jeden Einzelnen. Zu Weihnachten habe ich noch eine Karte mit persönlichen Glückwünschen von Altbischof Maximilian Aichern bekommen. Am Freitag, 6. Februar 2026 habe ich mich von ihm in der Turmkapelle des Mariendoms verabschiedet. Das war einerseits ein sehr trauriger, andererseits aber auch ein sehr heller, berührender und schöner Moment. Der Tod ist nicht das Ende! Die Klanginstallation mit dem Titel ‚Es wird sein Nachleuchten sein, das alles überstrahlen wird‘ wird somit wieder zu einem aktuellen Thema. Er verweist in diesem Moment auf einen Menschen, der ganz stark ‚nachleuchten‘ wird.“

 

Heribert Friedl wurde 1969 in Feldbach (Steiermark) geboren und lebt in Wien. Er studierte Bildhauerei an der Universität für Angewandte Kunst in Wien und dort seit 2021 Dozent – er lehrt am Institut für Bildende und Mediale Kunst an der Abteilung für Ortsbezogene Kunst. Seine Werke werden seit 1994 in nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt, wie u. a. im Museum Folkwang in Essen (D), Kunstverein Arnsberg (D), Fundação Calouste Gulbenkian in Lissabon (PT), Kunsthalle Kiel (D), Stadtgalerie Saarbrücken (D), Neue Galerie Graz, Forum Stadtpark, Kunsthalle Exnergasse in Wien und Salzburger Kunstverein. Bekannt wurde Heribert Friedl vor rund 20 Jahren durch seine Arbeiten mit Duftstoffen und deren Wirkung. Als „nonvisual objects“ bezeichnet er seine Installationen in visuell vermeintlich leeren Räumen, die er mit Gerüchen verbindet.

 

Die Komposition war bereits 2021 in der Ursulinenkirche zu hören. Aktuell ist die Bilder-Serie
„15 Aufenthalte“ von Heribert Friedl im Festsaal und der Kapelle des Linzer Bischofshofes zu sehen.

www.nonvisualobjects.com

 

 

Termine

 

Mittwoch, 18. Februar 2026, 19.00 Uhr | Ursulinenkirche

Aschermittwoch mit Kunst: Memento Mori

Aschermittwoch-Liturgie, danach Eröffnung der Ausstellung

Einführung zu den künstlerischen Arbeiten: Kuratorin Martina Gelsinger

 

Mittwoch, 25. März 2026, 18.00 Uhr | Ursulinenkirche

Kunstgespräch mit Kuratorin Martina Gelsinger und den Künstler:innen

Keine Anmeldung erforderlich

 

Karfreitag, 3. April 2026, 15.00 Uhr | Ursulinenkirche

Concert spirituel

Alessandro Scarlatti (1660 – 1725)

„Concerto grosso“ Nr.1 in f-Moll für Streichquartett und Cembalo

„Stabat Mater“ für Sopran, Alt, Violinen und Continuo
Mit Fiona Mantovan (Alt), Enamore Quartett, Yoko Takahashi (Cembalo)
Leitung: Christian Schmidbauer

 

 

Ursulinenkirche Linz

 

Landstraße 31, 4020 Linz

 

Die barocke Ursulinenkirche, zwischen 1736 und 1772 errichtet, war bis 1968 Klosterkirche der Ursulinen. Seit der Restaurierung 1985 dient sie als Kunst-, Konzert- und als Gemeindekirche für das Forum St. Severin/Katholischer Akademikerverband und ist heute auch zentraler Standort der Citypastoral der Diözese Linz.

 

 

Temporäre Kunstprojekte in der Ursulinenkirche

 

Memento Mori

 

Während der Fastenzeit finden sich Kunstinstallationen in der Krypta der Kirche und seit 2022 auch im Kirchenraum. Im Zentrum der künstlerischen Arbeiten steht die Auseinandersetzung mit Werden und Vergehen, Tod und Leben.

 

Kuratiert wird die Reihe von Martina Gelsinger. Das Projekt ist eine Kooperation von Forum St. Severin (Auftraggeberin), Ursulinenkirche und dem Fachbereich Kunst der Diözese Linz, immer wieder auch mit Kooperationspartner:innen wie in den vergangenen Jahren mit der Kunstuniversität Linz und der Akademie der bildenden Künste Wien.

 

Künstler:innen zeigen in der Krypta bereits vorhandene Arbeiten zum Thema oder setzen sich direkt mit dem Raum der Krypta bzw. dem Kirchenraum auseinander und konzipieren Arbeiten speziell für diese besonderen Orte.

 

 

Sommer in der Ursulinenkirche

 

Neben der Sommer-Konzertreihe – an jedem Montag während der Sommerferien – findet im August eine Öffnung und Bespielung des Kirchenraumes für Linzbesucher:innen und Tourist:innen statt. Auch in dieser Zeit sind abwechselnd mit interaktiven Stationen in der Kirche zum Thema Sommer, Ferien, Freizeit immer wieder Kunstinstallationen im Kirchenraum präsent.

 

 

Claiming Limbo – Zwischen Balken und über Gewölben:
Die Ursulinen-Dachböden werden wieder zum Kunstort

Eröffnung: 17.3 2026 / 17.00 Uhr
Dauer der Ausstellung: 18.3 – 22.3. 2026, Öffnungszeiten: 14.00 – 18.00 Uhr


Ein Projekt der Studienrichtung Plastische Konzeptionen / Keramik der Kunstuniversität Linz unter der Leitung von Frank Louis in Kooperation mit der Ursulinenkirche Linz
 

https://www.dioezese-linz.at/ursulinenkirche

Kondolenzbuch für Bischof Maximilian Aichern
Kondolenzbuch für Altbischof Maximilian Aichern
Zukunftsweg

Visionen für die Runde 5

Kreative und vielfältige Methoden ermöglichen Zukunfts-Bilder.

Amtseinführung von Pfarrer und Pfarrvorständ:innen in der neuen Pfarre Hausruck-Ager

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Mit 1. Jänner 2026 erfolgte die kirchenrechtliche Gründung der neuen Pfarre Hausruck-Ager. Am 31. Jänner 2026 wurden...
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Diözese Linz

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