Dekanat Gmunden: Pfarrer und Pfarrvorstände der zukünftigen Pfarre stehen fest
Das Dekanat Gmunden hat im Herbst 2025 die Umsetzung der diözesanen Pfarrstrukturreform gestartet. Im ersten Jahr geht es im Wesentlichen darum, dass die Pfarrteilgemeinden innerhalb der zukünftigen Pfarre Kirche weit denken, ein Wir-Gefühl entwickeln und als pastoraler Raum zusammenarbeiten. In der zukünftigen Pfarre wird ein Grobkonzept für ein gemeinsames Pastoralkonzept erarbeitet, in dem Ziele und Schwerpunkte für das künftige seelsorgliche Handeln festgelegt werden. Gleichzeitig sollen die Leitungsämter von Pfarrer sowie Pastoral- und Verwaltungsvorstand besetzt werden. Diese arbeiten mit den derzeit zuständigen Priestern, Diakonen, Seelsorger:innen und Ehrenamtlichen zusammen. Außerdem werden Mitglieder für die Seelsorgeteams in den Pfarrteilgemeinden und für den Pfarrlichen Pastoralrat gesucht. Im Herbst 2026 beginnt das Dekanat, unterstützt durch Bildungs- und Begleitprozesse, in der neuen Struktur zu arbeiten. Die rechtliche Gründung als Pfarre soll mit 1. Jänner 2027 erfolgen. Die Umsetzung wird durch die Stabsstelle Pfarrstruktur unter der Leitung von Christoph Lauermann koordiniert.
Im Winter 2025/26 fanden die Hearings und Assessments zur Besetzung der Leitungsämter der zukünftigen Pfarre (Pfarrer, Pastoralvorstand, Verwaltungsvorstand) statt, die in Zusammenarbeit mit allen durch die Taufe Berufenen das gesamte kirchliche Geschehen in den zukünftigen Pfarren verantworten werden. Dem Pfarrer obliegt die Gesamtverantwortung der pastoralen Sorge für die Menschen in der Pfarre, die gemeinsam mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen wahrzunehmen ist. Die Funktion des Pastoralvorstandes wird von einer theologisch qualifizierten und in der Seelsorge erfahrenen Person übernommen. Der Verwaltungsvorstand kümmert sich um budgetäre, administrative, bauliche und juristische Belange.
Im Herbst 2026 nehmen dann Pfarrer und Vorstände ihre Arbeit im gemeinsamen Büro auf. Eine ihrer ersten Aufgaben wird es sein, mit den hauptamtlichen Mitarbeiter:innen in den derzeitigen Pfarren die konkreten Aufgaben zu besprechen, im Sinne des Pastoralkonzeptes die Schwerpunkte anzugehen und durch die personelle sowie thematische Vernetzung ein stärkeres Bewusstsein für den gemeinsamen pastoralen Handlungsraum zu schaffen.
Folgende Leitungspersonen wurden für die zukünftige Pfarre ernannt:

© Diözese Linz / Johannes Kienberger / © Vanessa Stöcklegger / © Ingrid Sturm
Dekanat Gmunden
Pfarrer: KonsR Mag. Franz Starlinger
Pastoralvorstand: Mag. Martin Mitterwallner
Verwaltungsvorstand: Daniel Sturm, BA MA
Pfarrer KonsR Mag. Franz Starlinger | Geboren 1959 in Atzbach, lebt in Laakirchen. Matura am Aufbaugymnasium Horn, Studium der Fachtheologie in Linz und München (1979 – 1985), 1979 Eintritt ins Priesterseminar, 1986 Priesterweihe in Linz. Danach priesterlicher Dienst in den Pfarren Hofkirchen an der Trattnach, Laakirchen, Steyrermühl und Ohlsdorf sowie Tätigkeit als Religionslehrer in der VS und HS Laakirchen.
Derzeit Pfarrer in Laakirchen und Expositus von Steyrermühl (seit 1993), Pfarrprovisor in Roitham am Traunfall (seit 2008), Pfarrmoderator in Pinsdorf (seit 2013), Pfarrprovisor in Traunkirchen (seit 2022) und Bad Wimsbach-Neydharting (seit 2024) sowie Pfarrmoderator in Gschwandt (seit 2025). Seit 2004 Dechant im Dekanat Gmunden, seit 1988 Feuerwehrkurat bei der FF der Stadt Laakirchen.
Pastoralvorstand Mag. Martin Mitterwallner | Geboren 1971 in Kuchl, lebt in Bad Wimsbach-Neydharting. Matura am Humanistischen Privatgymnasium Borromäum in Salzburg, Studium der Fachtheologie und der Selbständigen Religionspädagogik in Salzburg (1990 – 1999). Tätigkeiten als Pastoralassistent in Salzburg-Itzling (1998 – 2002), als Religionslehrer in der VS Laakirchen (2003/2004) und als Seelsorgeteam-Begleiter in Roitham (2012 – 2019).
Seit 2003 Pastoralassistent in Laakirchen, seit 2004 Dekanatsassistent im Dekanat Gmunden, seit 2014 Seelsorgeteam-Begleiter in Traunkirchen.
Verwaltungsvorstand Daniel Sturm, BA MA | Geboren 1986 in Ebensee, lebt derzeit in Wolfsegg am Hausruck, ab Mai in Timelkam. Matura an der HTL Braunau, Bachelor-Studium Marketing & Projektmanagement an der FH Wiener Neustadt – Campus Wieselburg und Master-Studium Gesundheitsmanagement am IMC der FH-Krems. Berufliche Stationen in Controlling und Personalverwaltung, in der Kommunalverwaltung sowie im Sozial- und Pflegebereich. Seit 2021 Leiter des Bezirksalten- und Pflegeheims Gaspoltshofen.
https://www.dioezese-linz.at/dekanat-gmunden
Die Pfarrstrukturreform
Das Umsetzungskonzept der Pfarrstrukturreform sieht 39 „Pfarren“ vor, die aus mehreren Pfarrteilgemeinden (kurz „Pfarrgemeinden“) mit ihren historischen lokalen Rechtsträgern „Pfarrkirche“ und „Pfarrpfründe“ bestehen. Damit soll sowohl die Zusammengehörigkeit innerhalb des pastoralen Raumes einer Pfarre bewusst gemacht als auch die konkrete Beheimatung und Verantwortung in einer konkreten Gemeinschaft vor Ort zum Ausdruck gebracht werden. Die Pfarrgemeinden werden daher zwar eine weitgehende Selbstständigkeit (auch finanzieller Art) für ihren Bereich bewahren können, zugleich profitieren sie vom größeren Ganzen der Pfarre und der Zusammenarbeit der Seelsorgeverantwortlichen. Zu diesem Beziehungsnetz gehören auch alle vorhandenen pastoralen Orte, speziell jene der kategorialen Pastoral, wie zum Beispiel im Krankenhaus, in Bildungs- oder Jugendzentren und in der Betriebsseelsorge. Innovative Projekte und pastorale Initiativen sollen fixer Bestandteil des gemeinsamen Pfarrlebens sein. Geleitet werden die Pfarren von jeweils einem Pfarrer in Zusammenarbeit mit zwei Vorständ:innen für pastorale und wirtschaftliche Angelegenheiten. Wesentlich bleibt dabei weiterhin die Mithilfe und Leitungsverantwortung in unterschiedlichen Aufgabenbereichen von Priestern, Ständigen Diakonen sowie haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort in den Pfarrgemeinden bzw. im pastoralen Handlungsraum der Pfarre. Erreichbarkeit, Seelsorge, Glaubenszeugnis und sozialer Einsatz sollen durch eine bessere Koordination und Aufgabenbeschreibung langfristig für alle Pfarrteilgemeinden sichergestellt werden.
Ziel der neuen Struktur ist es vor allem, einen unterstützenden Rahmen für eine inhaltliche, an der Botschaft Jesu orientierte Neuausrichtung der Christinnen und Christen zu schaffen, damit Kirche im Sinne des Evangeliums auch weiterhin nah bei den Menschen und wirksam in der Gesellschaft ist.