Saturday 19. September 2020

Marianne Höftberger

Marianne Höftberger

Wer glaubt, ist nicht allein, hat Papst Benedikt XVI bei seinem Besuch in Österreich gesagt. Das ist auch meine Erfahrung.

Von Kindheit an bin ich verwurzelt im Glauben der Kirche. Er zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben.
Dieser Glaube ist mit mir mitgewachsen. Der Glaube unterliegt, so wie der ganze Mensch, der Entwicklung. In den Brüchen des Lebens, die uns nicht erspart bleiben, führt der Glaube hinaus aus der Enge des alltäglichen Lebens und öffnet den Blick auf einen weiteren Horizont.
Die franziskanische Spiritualität spricht mich besonders an. Bei einer Pfarrwallfahrt nach Assisi lernte ich diese näher kennen.  Die Bewahrung der Schöpfung, eine einfache Lebensführung und der sorgsame Umgang mit den Menschen: auf diesem Pfad möchte ich gehen.
Der Glaube ist mir auch Aufgabe geworden. Die ehrenamtliche Mitarbeit in der Kirche gehörte schon immer dazu.
In der nachgehenden Seelsorge sehe ich eine große Chance, denn viele Christen haben nur mehr zu den Lebenswenden Kontakt zur Kirche. Die spirituelle Sehnsucht ist jedoch groß.
Durch die Mitarbeit in den verschiedenen Bereichen in der Pfarre und im Dekanat wird mir aktiver Glaube zum Gewinn. Das Erleben von Gemeinschaft, die Vernetzung mit vielen Menschen und Organisationen erlebe ich als Bereicherung.
Wenn ich meinen Glauben nicht hätte, wäre die Liebe zu den Menschen problematischer, und wer weiß, ob ich ihnen dann Hoffnung geben könnte.
 

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