invita-Werkstätten im Bezirk Schärding suchen Firmenaufträge
„Es ist schön, wenn ein Mensch mit Beeinträchtigung die Möglichkeit hat zu arbeiten. Es gibt Selbstvertrauen etwas Sinnvolles zu tun und das Gefühl gebraucht zu werden. In Firmen mitarbeiten zu dürfen, bedeutet ein Teil der Gesellschaft zu sein“, hebt Mario Wolfsteiner, der in der Werkstätte in Waldkirchen tätig ist, die große Bedeutung der Industriearbeit hervor. Gemeinsam mit 190 anderen Menschen mit psychosozialen Beeinträchtigungen ist er in einer Fähigkeitsorientierten Aktivität (FA) von invita – einem Arbeits- und Beschäftigungs-angebot, das gezielt auf die Stärken und Ressourcen der Teilnehmer:innen baut.
„In der Fähigkeitsorientierten Aktivität geht es darum, die Fähigkeiten der Menschen zu erkennen, zu fördern und sinnvoll in den Alltag einzubinden“, erklärt invita-Teamleiterin Monika Litzlbauer, die die Teilnehmer:innen in der FA Waldkirchen fachlich und menschlich begleitet. Die Freude an der sinnstiftenden Beschäftigung ist spürbar. Wann immer ein neuer Auftrag hereinkommt, blühen die Menschen auf. „Es ist die Abwechslung, die die Arbeitsaufträge von Firmen in die Werkstätte bringen, die die Teilnehmer:innen extrem freut. Besonders stolz sind sie, wenn die Produkte, an denen sie mitgewirkt haben, von den Firmen verkauft werden. Sie erleben sich dadurch als Teil eines funktionierenden Teams und sind stolz darauf, einen wichtigen Beitrag für den ersten Arbeitsmarkt zu leisten“, erzählt Monika Litzlbauer.
Die Tätigkeiten in der Werkstätte in Waldkirchen sind vielfältig und reichen von der sorgfältigen Verpackung hochwertiger Produkte, vom Sortieren verschiedenster Gegenstände über das Zusammenstellen von Geschenkboxen bis hin zu Büroarbeiten wie Kuvertieren oder das Bekleben mit Firmenlogos. Neben einer Reihe von Tonarbeiten zur Dekoration von Wohnung und Garten haben sich die Teilnehmer;innen auf die Produktion von Bienenwaben aus Lindenholz, die auch für Bio-Imker geeignet sind, spezialisiert. Ebenso werden Kirschkern-, Lavendel- oder Kräutersackerl genäht, auch Polsterbezüge in unterschiedlichen Größen und mit verschiedenen Materialien können produziert werden.
Nachschub ist ständig gefragt
Am Pamingerhof in St. Aedigi sind 35 Menschen mit Beeinträchtigungen mit Aufträgen für Unternehmen beschäftigt. „Nachschub ist ständig gefragt“, sagt Thomas Rathmayr, der als Teamleiter die Teilnehmer:innen dort betreut. Mit voller Begeisterung ist Manuel Picker bei seiner Arbeit dabei. Er sortiert gerne unterschiedliche Gegenstände ein – aktuell sind es Kabelbinder und Schläuche.

Manuel Picker sortiert am Pamingerhof in St. Aegidi Schläuche in einen Sortimentskoffer ein. © Caritas
In der Holzwerkstätte werden gerade aus Brettern kleine Würfel zugeschnitten, ausgehobelt und mit vier Bohrlöchern versehen. „Das sind Verpackungsteile für eine Tischlerei“, erklärt Thomas Rathmayr. „Wir brauchen eine größere Stückzahl und die Arbeitsschritte sollen nicht zu kompliziert sein.“ Zudem werden Flaschen oder Musterplättchen etikettiert aber auch Aussendungen mit Adressen versehen.
Wer einen Arbeitsauftrag für eine der Werkstätten im Bezir Schärding zu vergeben hat, kann sich direkt bei invita melden unter 0676 / 87 76 88 47 oder E-Mail: barbara.schiller@caritas-ooe.at. Die Aufträge der Firmen oder Privatpersonen werden mit großer Sorgfalt und Freude erledigt. Lieferung und Preisgestaltung werden individuell mit den Auftraggeber:innen abgestimmt.
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