Sonntag 4. Oktober 2026

Salesianer Don Boscos wollen mehr Seelsorger, weniger Verwalter sein

Don Bosco

Moderne junge Menschen fordern die Salesianer Don Boscos auf, weniger "Verwalter" und mehr "Seelsorger" zu sein: Künftig will sich die Ordensgemeinschaft daher noch mehr "mitten unter ihnen aufhalten und Zeit für sie haben, um sie zu begleiten".

Das betont die Ordensgemeinschaft im jetzt neu erschienenen Jahresbericht der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Mission Austria für 2020. Zudem merkt der Orden kritisch an, sich bewusst zu sein, "die Bedürfnisse der Jugendlichen nicht immer" erfüllt zu haben. Um Jugendliche und junge Erwachsene heute zu erreichen, wolle der Orden daher mehr in die Ausbildung ihrer Priester und die digitale Welt investieren.

 

Das durch die Corona-Pandemie geprägte Jahr 2020 sei bereits von Innovationen und "außergewöhnlichen Maßnahmen" begleitet gewesen, betont Salesianer-Provinzial Pater Siegfried Kettner in seinem Vorwort. Gezeigt habe sich dies ganz praktisch in kreativen Initiativen, wie der Aktion #GuteNachtCorona via Soziale Medien, dem Sternderl-TV zu Weihnachten, den Onlineangeboten für Kinder und Jugendliche, dem Mitmalbild im Wiener Jugendprojekt "Sale für Alle" sowie der "Hilfsaktion Nachbarschaft", bei der minderjährige Bewohner des "Don Bosco Sozialwerks" und Jugendliche vom Don-Bosco-Jugendzentrum "Come In" in Wien Menschen der Corona-Risikogruppe ihre Hilfe anboten.

 

Auch die digitalen Angebote wurden verstärkt: So gab es eine zweite YouTube-Staffel von "Frag den Don", bei der jeden zweiten Donnerstag um 18:15 Uhr Pater Johannes Haas über Kirche, Glaube und Wissenswertes erzählt (www.youtube.com/donbosco4youth). Am 1. November startete die Serie "Impuls am Sonntag", bei der die Don Bosco Familie in Kooperation mit der Salesianischen Jugendbewegung jeden Sonntag einen Impuls zum Evangelium via Social Media und auf den Websites www.donbosco.at sowie www.donbosco4youth.at postet. Zudem gestaltet die Salesianische Jugendbewegung seit 30. September jeden Mittwochmorgen um 7 Uhr ein Online-Morgengebet.

 

2020 tagte auch das 28. Generalkapitel der Salesianer Don Boscos, das mit mehr als 240 Ordensmitgliedern aus 66 Nationen von 16. Februar bis 14. März in Turin-Valdocco, der Heimat des Ordensgründers Don Boscos, über die Zukunft ihrer Sendung für junge Menschen und ihre Anforderungen an die Ausbildung beriet. Es seien aber auch elf Mitbrüder an Corona verstorben sind, allein vier in Amstetten, erinnerte Provinzial Kettner.

 

 

Seit 1903 in Österreich engagiert

 

Bereits seit 1903 setzen sich die Salesianer Don Boscos in Österreich nach dem Vorbild ihres Ordensgründers Johannes Bosco (1815-1888; "Don Bosco") besonders für benachteiligte Jugendliche ein. Aktuell ist der Orden mit 46 Priestern und Laienbrüdern in acht Niederlassungen tätig: in Amstetten, Fulpmes, Graz, Klagenfurt, Unterwaltersdorf, sowie in Wien an den Standorten Neuerdberg, Stadlau und Unter St. Veit.

 

Schwerpunkte sind neben der Pfarrpastoral einerseits die Jugendseelsorge in Jugendzentren, in sozialer Kinder- und Jugendarbeit sowie in der Salesianischen Jugendbewegung, weiter auch die Führung von Schüler- und Studentenwohnheimen, Bildungsarbeit vom (vor)schulischen bis zum berufsbildenden Bereich, die Förderung von Missionsprojekten, die Flüchtlingshilfe und der Freiwilligeneinsatz Jugendlicher im In- und Ausland. Die Salesianer on Boscos fördern auch die soziale Jugendarbeit und bieten Freiwilligeneinsätze für junge Erwachsene in Ländern des Südens mit dem "Verein Volontariat bewegt". Die heimische Ordensprovinz ist den Schutzengeln geweiht.

 

In Österreich besteht die "Don Bosco Familie" aus den Salesianern Don Boscos, den Don Bosco Schwestern, den Salesianischen Mitarbeitern Don Boscos, den Ehemaligen Don Boscos sowie den Ehemaligen der Don Bosco Schwestern. Die heimische Ordensprovinz ist den Schutzengeln geweiht.

 

Weltweit gibt es 14.500 Salesianer in 134 Nationen. Sie bilden den zweitgrößten Männerorden der katholischen Kirche.

 

Infos: www.donbosco.at/de

 

Kathpress

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