Tuesday 2. March 2021

Landesgartenschau Bio.Garten.Eden in Aigen-Schlägl

Von 17. Mai bis 13. Oktober 2019 findet in Aigen-Schlägl die erste Landesgartenschau mit Bio-Zertifikat im landwirtschaftlichen Bereich statt. Bei einer Pressekonferenz des Landes OÖ mit kirchlicher Beteiligung am 25. April 2019 wurden die Besonderheiten präsentiert.

Seit 2012 wartet die gesamte Region gespannt, was bei der 7. Landesgartenschau in OÖ unter dem Titel „Bio.Garten.Eden“ zu sehen sein wird. 150.000 bis 200.000 BesucherInnen werden an den 150 Tagen zwischen 17. Mai und 13. Oktober 2019 bei der ersten Landesgartenschau mit Bio-Zertifikat im landwirtschaftlichen Bereich erwartet. „Die Landesgartenschauen waren noch jedes Mal ein Fest für alle Sinne und eine prächtige Visitenkarte für die gesamte Region. Auch der jetzige Stand der Arbeiten in Aigen-Schlägl lässt Großes erwarten. Das Land Oberösterreich unterstützt die Landesgartenschau mit ihrem innovativen BIO-Schwerpunkt gerne, da wir wissen, dass jeder investierte Euro in der Region einen vielfachen Nutzen bringt. Schon jetzt laden wir alle Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher und nicht nur die Gartenbegeisterten herzlich ein, die Landesgartenschau selbst mit allen Sinnen zu erleben“, so Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

 

Genießen, entdecken und entschleunigen: Das sind die Ausgangspunkte für das Konzept der diesjährigen Landesgartenschau. Zudem soll das Programm mit seinen wechselnden Themenschwerpunkten alle Altersgruppen ansprechen. „Wir wollen mit diesem einzigartigen Konzept neben dem Stammpublikum auch zusätzliche Zielgruppen erreichen, die nachhaltig denken und handeln“, führt Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer aus.

 

Gemeinsam mit den Kooperationspartnern Stift Schlägl, Marktgemeinde Aigen-Schlägl und Bioschule Schlägl ist es möglich, die BesucherInnen nicht nur in ein farbenprächtiges Blumenmeer eintauchen zu lassen, sondern zugleich ein rundum vielfältiges Erlebnis mit durchdachten thematischen Schwerpunkten anzubieten. „30.000 Stauden, 30.000 Sommerblumen und 60.000 Blumenzwiebeln – davon 30.000 mit Bio-Zertifikat – wurden auf insgesamt 6.000 Quadratmetern Blühflächen eingesetzt. Diese stolzen Zahlen lassen bereits erahnen, welches Blütenmeer die Besucherinnen und Besucher erwartet“, so Landesrat Max Hiegelsberger.

 

Der Titel Bio.Garten.Eden wurde konsequent umgesetzt und führt die BesucherInnen in eine völlig neue Richtung. 5,3 Millionen Euro Errichtungshaushalt und 3,5 Millionen Euro Durchführungshaushalt ergeben Gesamtausgaben von 8,8 Millionen Euro, wobei die Landesgartenschau mit 7,4 Millionen Euro durch das Land OÖ gefördert wird. Die verbleibenden Kosten von 1,4 Millionen Euro müssen durch Eintritte erwirtschaftet werden.


Das Bio-Zertifikat im landwirtschaftlichen Bereich ist ein völlig neuer Aspekt bei einer derartigen Großveranstaltung und war in der Umsetzung eine Herausforderung, vor allem in der gesamten Beschaffungslogistik. „Bio.Garten.Eden steht für den achtsamen Umgang mit Lebensmitteln, Ressourcen und uns Menschen. Dabei haben wir viele neue Wege beschritten und sind einen richtig großen Schritt in eine neue Richtung gegangen, auch wenn wir dabei oft an Grenzen gestoßen sind“, sagt Landesgartenschau-Geschäftsführerin Barbara Kneidinger und spricht damit die nicht immer einfache Situation an, welche die Umsetzung eines völlig neuen Verständnisses von „Ausstellungsbepflanzung“ mit sich brachte: „Es wird viel blühen, aber das Bild ist bei dieser Landesgartenschau ein anderes.“

 

Pressekonferenz zur Landesgartenschau Bio.Garten.Eden.

Pressekonferenz zur Präsentation der Landesgartenschau 2019. © Land OÖ / Sabrina Liedl

 

Highlights der Landesgartenschau Bio.Garten.Eden

 

Gartenkunst in allen Farben und Formen wartet bereits unweit des Haupteingangs, der sich bei der Bioschule Schlägl befindet, wobei die Begriffe „Garten“ und „Kunst“ tatsächlich als Einheit verstanden werden können, da auch zahlreiche Kunstobjekte zwischen den Blühflächen auflockern und begeistern werden. Neben verschiedensten Gartenmodellen gibt es viele Spielflächen für Kinder, informative Stationen und nicht zuletzt Orte zum Entspannen und Entschleunigen.


Rund um die Bioschule dreht sich alles um den Bio-Kreislauf und die Themen Bienen, Wasser, Boden, Fruchtfolge und Verbraucherverhalten. „Kreislaufwirtschaft ist das Gebot der Stunde und ganz wichtig für unsere Zeit. Zudem wollen wir »Bio« wieder in den Garten bringen“, sagt Johann Gaisberger, Direktor der ersten Landwirtschaftsschule für Biolandbau in Österreich. Mit dem Biokompetenzzentrum betreibt die Bioschule auch ein Zentrum für die Forschung und Entwicklung des Biolandbaus im Oberen Mühlviertel.

 

 

Die Schöpfung im Zentrum der Aufmerksamkeit

 

Neben dem Stiftergarten mit seiner Bücheroase, dem Gemeindebankerl-Rundweg und dem Glashaus der floralen Schätze  wurden auch die Katholische Kirche in Oberösterreich, das Stift Schlägl und die Bioschule Schlägl mit dem Themenschwerpunkt „Eden“ wesentlich in die Landesgartenschau eingebunden. Der Inselgarten sowie der Schöpfungsgarten mit dem Pfad der Verantwortung – entspannende und meditative Bereiche – sind ein echtes Highlight. Der Garten der Schöpfung wird auch nach der Landesgartenschau als Dauerausstellung bestehen bleiben. 

 

Während Kinder bei einem natürlichen Wasserspielplatz und einer überdimensionalen Flussperlmuschel genügend Platz zum Austoben finden, entführt der anschließende Weg in ein wahres Naturparadies, in dem das Rauschen des Wassers zum Verweilen und Innehalten einlädt. Der paradiesische Ort stellt die BesucherInnen symbolisch vor eine Entscheidung – für oder gegen die Natur. „Im siebenteiligen Schöpfungsgarten wird die biblische Schöpfungserzählung mit dem Höhepunkt des Ausruhens präsentiert – du sollst also auch zur Ruhe kommen, staunen und Gott, dem Schöpfer, »Danke« sagen“, beschreibt Abt Martin Felhofer den Bereich der Entschleunigung.

 

Pressekonferenz zur Landesgartenschau Bio.Garten.Eden.

V. l.: Stiftskämmerer Markus Rubasch, LGS-Geschäftsführerin Mag. Barbara Kneidinger, Abt von Stift Schlägl Martin Felhofer, Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, Landesrat Max Hiegelsberger und die Bürgermeisterin von Aigen-Schlägl Elisabeth Höfler bei der Pressekonferenz. © Land OÖ / Sabrina Liedl

 

 

Wertvoller Erholungsraum für die Bevölkerung auch nach der Landesgartenschau


Das Thema Nachhaltigkeit zieht sich durch das gesamte Konzept. Von der Verwendung spezieller, torffreier bzw. torfreduzierter Erde bis hin zur Rücknahme des Verpackungsmaterials der Pflanzen. Einige Bereiche, etwa die Schlägler Terrassen, der Schöpfungsgarten mit dem Pfad der Verantwortung oder der Bio-Kreislauf, sollen der Bevölkerung sowie Besuchern der Böhmerwald-Gemeinde auch nach der Landesgartenschau zur Verfügung stehen. Auf einem rund vier Hektar großen Areal beschäftigen sich die genannten Schlägler Terrassen mit Themen wie Gemeinschaftsgärten, „green therapy“ oder Permakultur. Auf der „Spielterrasse“ finden Menschen aller Generationen einen Platz zum Austoben und Ausprobieren. „An diesen Terrassen werden BewohnerInnen und BesucherInnen des Ortes noch lange ihre Freude haben“, betont Elisabeth Höfler, Bürgermeisterin von Aigen-Schlägl.

 

 

Kulinarik und Themenschwerpunkte durch das Jahr hindurch


Am Ende des barrierefreien Rundgangs bietet der Bio.Wirt kulinarische Köstlichkeiten aus der Bioregion Mühlviertel an, die täglich vor Ort frisch verarbeitet werden. Im Stiftskeller des Stiftes Schlägl erwartet Sie die bewährte Kombination aus Tradition und Leidenschaft. Kulinarisch haben auch die Gastwirte in der Region, die unter der gemeinsamen Marke „Genuss Stifter“ auftreten, einiges zu bieten. „Garten und kulinarischer Genuss gehören zusammen. Der Anbau wertvoller Lebensmittel bekommt so die notwendige Aufmerksamkeit und am Teller kommen die heimischen, regionalen Lebensmittel dann voll zur Geltung“, so Landesrat Max Hiegelsberger.


Umrahmt wird die gesamte Ausstellung von verschiedenen Informations- und Unterhaltungsveranstaltungen sowie speziellen Themenwochen, die saisonal abgestimmt wurden und jeweils besondere Interessenbereiche hervorheben. „Bei den Veranstaltungen für Erwachsene und auch für Kinder geht es primär um Unterhaltung, die Sinn macht. So wird auch immer Wissen vermittelt“, erklärt Barbara Kneidinger.


Erste Highlights im Veranstaltungsbereich sind das Benefizkonzert der Polizeimusik OÖ am 18. Mai, das Galakonzert des Musikvereins Aigen-Schlägl am 25. Mai und ein Konzert der Poxrucker Sisters mit Band am 29. Mai.

 

Landesgartenschau Bio.Garten.Eden

Die Landesgartenschau Bio.Garten.Eden öffnet am 17. Mai ihre Pforten. © Land OÖ / Sabrina Liedl

 

Oö. Landeskorrespondenz vom 24. April 2019

Katholische Kirche in Oberösterreich
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