Sunday 28. February 2021

Ambros Ebhart OSB als Abt des Stiftes Kremsmünster wiedergewählt

Bei der Abtwahl im Benediktinerstift Kremsmünster am 25. Jänner 2019 wurde Abt Ambros Ebhart (66) für weitere sechs Jahre in seinem Amt bestätigt, das er seit 2007 innehat.

Diese Wahl war notwendig geworden, da die laufende Amtszeit von zwölf Jahren am 2. März beendet ist. Es waren 39 Mitglieder des Konvents aktiv wahlberechtigt; die drei jüngsten Mitglieder des Klosters, die sich noch in Ausbildung befinden, haben noch nicht die Ewige Profess abgelegt und sind daher nicht wahlberechtigt.

 

Die externe Wahlkommission bestand aus Abtpräses Johannes Perkmann (Stift Michaelbeuern), Erzabt Korbinian Birnbacher (Erzabtei St. Peter in Salzburg) und P. Laurentius Eschlböck (Schottenstift Wien). Als Wahlurne diente der Tassilokelch aus dem 8. Jahrhundert.

 

Kremsmünster                                                                                                                                     © 2019 Peter Goda

Der wiedergewählte Abt Ambros Ebhart mit dem Konvent des Stiftes Kremsmünster und der Wahlkommission. © Peter Goda

 

Abt Ambros dankte seinen Mitbrüdern für das neuerliche Vertrauen und versprach, den Dienst als Abt mit ganzem Herzen auszuüben. „Ich möchte weiterhin der erste Beter des Klosters sein, das ist meine wichtigste Aufgabe.“ Der Wiedergewählte möchte sich besonders für den inneren Aufbau der Gemeinschaft einsetzen, „denn wir alle müssen immer wieder die Gelübde erneuern und damit zur ersten Liebe zurückkehren“.

 

 

Lebenslauf von Abt Ambros Ebhart

 

Abt Ambros (Taufname Karl) Ebhart wurde am 21. Juli 1952 in Heinrichs bei Weitra (NÖ) als zweiter von drei Söhnen des Landwirtsehepaares Karl und Johanna Ebhart geboren. Er besuchte die Volksschule Heinrichs und anschließend ein Jahr die Hauptschule in Neuhofen an der Krems, wo er bei Verwandten wohnte.

 

Während dieser Zeit wurde der damalige Kaplan von Neuhofen, P. Alexander Steinkogler, auf ihn aufmerksam und so kam Karl Ebhart ans Stiftsgymnasium Kremsmünster, wo er 1971 maturierte. Am 17. August 1971 wurde er eingekleidet und erhielt den Ordensnamen Ambros (Namenstag: 7. Dezember). Am 18. August 1972 legte er die einfache Profess und am 18. August 1975 die Ewige Profess ab. Von 1972 bis 1977 studierte er Philosophie und Theologie in Salzburg.

 

1977 graduierte er zum Mag. theol. Am 11. Juli 1977 wurde er zum Priester geweiht und am 17. Juli 1977 feierte er die Primiz in seiner Heimat Heinrichs. Von 1977 bis 1981 war er Kooperator in Vorchdorf, davon von 1978 bis 1981 Kaplan in Einsiedling, gleichzeitig war er Dekanatsjungscharseelsorger im Dekanat Pettenbach. Von 1981 bis 1987 war er Kooperator in Thalheim und Kaplan in Schauersberg. 1987 wurde er Kooperator in Bad Hall und 1990 in Nachfolge von P. Fidelis Löscher Pfarrer des Kurortes. In seine Wirkungszeit fällt die bautechnische Sanierung der Kirche und Wiederinstandsetzung des Kirchturmes (1985-1988), eine Glaubensmission (1990), die Sanierung der Kirchenfenster und deren Schutzverglasung (1993/94), die neue Ausgestaltung des Presbyteriums (1997), die Fertigstellung der neuen Orgel (2000), die Neueindeckung des Kirchendaches mit färbigen Schieferplatten (2001) sowie die Sanierung des Pfarrhofes (2006).

 

An seelsorglichem Wirken muss seine Herzlichkeit und Offenheit, mit der er auf Menschen allen Alters und aller Schichten und Gruppen der Pfarre zugegangen ist, hervorgehoben werden. Ebenso sein großes Engagement bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Bis zu seiner Abtwahl unterrichtete er Religion bei den Erstkommunionkindern sowie eine Klasse in der Hauptschule. Weiters zählte die Pfarre Bad Hall unter Abt Ambros annähernd 100 MinistrantInnen. Von 2000 bis zu seiner Wahl zum Abt war P. Ambros Dechant des Dekanats Kremsmünster. Seit 2005 war er Konventdelegierter zum Generalkapitel und 3. Assistent des Kongregationspäsidiums.

 

Am 2. März 2007 wählte ihn das Kapitel des Klosters auf zwölf Jahre zum Abt. Am 1. April 2007 erteilte ihm Bischof DDr. Richard Weberberger OSB im Beisein von Bischof Dr. Ludwig Schwarz SDB und em. Bischof Maximilian Aichern OSB die Abtbenediktion. Sein Wappen zeigt einen Baum (Heimat Waldviertel) und einen Fisch (ältestes Christussymbol). Sein Wahlspruch lautet „Per ducatum evangelii“ (Unter der Führung des Evangeliums, Benediktsregel, Prolog 21).

 

Als Abt musste er zu Beginn seiner Amtszeit viele Neubesetzungen und Umstrukturierungen vornehmen. Auch die Aufarbeitung der jüngeren Vergangenheit des Klosters nahm Abt Ambros ab dem Jahr 2010 sehr in Anspruch. Er initiierte einen breiten Aufarbeitungs- und Gesprächsprozess. An baulichen Maßnahmen erfolgte der Umbau der Konviktsküche, die Errichtung von neuen Computerräumen für das Gymnasium sowie der Einbau einer neuen Heizung und von Nasszellen im Konvent. Ein besonderes Anliegen ist Abt Ambros das Gebet für die Klostergemeinschaft und die Menschen im Kloster und in den von den Kremsmünsterer Benediktinern betreuten Pfarren.

 

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Abt Ambros Ebhart. © Peter Goda

 

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