Tuesday 2. March 2021

Private Pädagogische Hochschule: Neuer Lehrgang fördert "Gewaltprävention und Mediation"

Mit einem neuen sechssemestrigen Lehrgang, der in Kooperation mit der oberösterreichischen Kinder- und Jugendanwaltschaft startet, möchte die Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz Impulse gegen Gewalt und für soziale Kompetenz setzten.

Mit dem neuen Masterlehrgang "Gewaltprävention und Mediation" reagiert die Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz auf die hohe Mobbingrate an Österreichs Schulen: Jede/r fünfte Schüler/in in Österreich wird laut der jüngsten Umfrage des IMAS-Instituts gemobbt. Gemeinsames Ziel des neuen Lehrgangs ist, Personen zu kooperativen Verhaltensweisen in Konfliktsituationen sowie bei Mobbing- und Gewalthandlungen anzuleiten, teilte die Hochschule am 26. September 2017 in einer Pressekonferenz mit.

 

Das in Österreich einzigartige Studium richtet sich an Personen, die in pädagogischen, sozialen und wirtschaftlichen Berufen tätig sind. Es ist berufsbegleitend konzipiert und dauert sechs Semester. Gefördert und entwickelt werden soll die Kompetenz, im pädagogischen und sozialen Kontext mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aktiv Gewalt vorzubeugen, den Umgang mit Konflikten zu reflektieren, Präventionsmodelle anzuwenden, auch andere dazu anzuleiten sowie diese Inhalte auch zu lehren.

Dr. Alfred Klampfer, Vizerektor der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz: „Der Masterlehrgang ist einzigartig, da Absolventinnen und Absolventen sowohl in der Gewaltprävention als auch in der Mediation ausgebildet werden. Als Vizerektor der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz bin ich überzeugt, dass diese Expertinnen und Experten sowohl in Schulen als auch in anderen pädagogischen Bereichen benötigt werden.“

 

Mag. Christine Winkler-Kirchberger, Kinder- und Jugendanwältin des Landes OÖ, ergänzt: „Wir brauchen starke und selbstbewusste Kinder, die die Rechte anderer achten, eigene Grenzen ziehen und den Mut haben, über ihre Gefühle zu sprechen. Aufgrund der Erfahrungen aus dem Beratungsalltag der KiJA und aus wissenschaftlichen Erkenntnissen wissen wir sehr genau, wie wirksame Prävention ausgestaltet sein muss. Eine zentrale Rolle kommt dabei den Pädagoginnen und Pädagogen und ihrer Verantwortung für das soziale Klima an den Schulen und in den Klassen zu. Dieser praxisorientierte Masterlehrgang leistet einen wesentlichen Beitrag zu einem respektvollen Miteinander.“

 

V. l.: Mag.a Dr.in Claudia Pass, Mag. Dr. Alfred Klampfer, Mag.a Christine Winkler-Kirchberger, Dr. Rupert Herzog

V. l.: Mag.a Dr.in Claudia Pass (Zentrum für Weiterbildung PHDL), Mag. Dr. Alfred Klampfer (Vizerektor PHDL), Mag.a Christine Winkler-Kirchberger (Kinder- und Jugendanwältin Land OÖ), Dr. Rupert Herzog (Mobbing- und Gewaltpräventionsstelle der Kinder- und Jugendanwaltschaft des Landes OÖ). © PHDL / Iris Wahlmüller

 

Als anerkannte Ausbildungseinrichtung ermöglicht die erfolgreiche Absolvierung des Masterlehrgangs den Studierenden nach Nachweis der gesetzlich erforderlichen Praxiserfahrungen, einen Antrag zur Aufnahme in die Mediatorenliste des Bundesministerium für Justiz zu stellen. Die ersten TeilnehmerInnen des Masterstudiums haben heuer erfolgreich abgeschlossen.

 

Die Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz bietet als Bildungszentrum Aus-, Fort- und Weiterbildung für Lehrer und für Angehörige anderer pädagogischer Berufe. Im Studienjahr 2016/2017 gab es 1.120 Studierende in der Ausbildung. An Weiterbildungslehrgängen nahmen ca. 600 Personen teil. 12.000 TeilnehmerInnen nutzten Fortbildungsangebote und 5.200 die Angebote des Beratungszentrums.

 

Infos & Kontakt:

 

Zentrum für Weiterbildung
Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz
Salesianumweg 5b, 4020 Linz, Austria
Tel: +43 (0)732 / 772666 - 4650
E-Mail: weiterbildung@ph-linz.at
Web: weiterbildung.ph-linz.at

 

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