Montag 24. Juli 2017

Bischof Scheuer zum Jahreswechsel: Hoffnung als Lebensmittel

Bischof Manfred Scheuer

In seinen Predigten am Jahresende 2016 und zum Beginn des neuen Jahres 2017 hielt Bischof Manfred Scheuer eine ehrliche Rückschau und betonte die Hoffnung als christliche Grundhaltung.

„Blick auf Verwundbare richten“

 

Der Linzer Bischof Manfred Scheuer zog bei der Jahresschlussandacht am 31. Dezember 2016 Bilanz über das Jahr 2016. So forderte er dazu auf, den Blick auf „die Verwundbaren“ zu richten, „etwa Alleinerziehende, kinderreiche Familien, Flüchtlinge, AsylwerberInnen, Armutsgefährdete, Arbeitslose und Sündenböcke aller Art“, so Scheuer bei der Jahresschlussandacht am 31. Dezember 2016 im Linzer Mariendom. Gerade für diese sei der Sozialstaat ein kostbares Gut, das nicht gefährdet werden dürfe. Er wolle das Jahr 2016 nicht krankjammern, erbitte aber auch „einen nüchternen Blick für die Wunden anderer und für die eigenen Verletzungen“, so Scheuer.


2016 sei auch ein Jahr der Kriege gewesen. Kriegsschauplätze waren Syrien, Afghanistan, Irak, Mexiko, Nigeria, Jemen, Somalia, Ukraine, Pakistan, Südsudan, Sudan, Libyen, Türkei oder Kongo. Bezüglich Syrien spreche die UNO von einem völligen Zusammenbruch der Menschlichkeit, so Scheuer. Europa sei von Terrorangriffen erschüttert worden. Besonders erschreckend dabei: dass „diese Gewalt oftmals im Kleid der Religion daherkommt“.


Das vom Papst ausgerufene Jahr der Barmherzigkeit 2016 etwa sei auch in Österreich auf fruchtbaren Boden gefallen. „Die große Welle der Solidarität mit den Flüchtlingen – fast die Hälfte werden von der Kirche und ihren Einrichtungen versorgt –, die Bemühungen um deren Integration, aber auch die hohe Spendenbereitschaft für die Notleidenden bei uns im Land und anderswo, der in vielen Pfarren noch vorhandene und selbstverständlich hoch gehaltene Kitt der Gesellschaft: All das sind Ausdrucksweisen einer barmherzigen Kirche, einer Kirche, die zu den Armen geht und nicht nur um sich selbst kreist.“

 

Predigt zur Jahresschlussandacht zum Nachlesen

 


„Zuversicht am Beginn eines Jahres ist Bereitschaft zur tätigen Hoffnung“


Am ersten Tag des neuen Jahres, dem Hochfest der Gottesmutter Maria, betonte Scheuer bei seiner Predigt im Linzer Mariendom, der Blick in die Zukunft bewege sich oftmals zwischen Angst und Hoffnung. Im Leben von Menschen gebe es vielfältige Ängste: Angst vor Terror, wirtschaftliche Ängste, Angst vor allem Fremden, Angst vor Begegnung, Bindung und Nähe.

 

Die Stabilität, die Österreich in den vergangenen 70 Jahren erfahren durfte, sei eine Herausforderung zur Hoffnung: „Wir bräuchten dringend stärkere Allianzen von Menschen, die einen ziemlich unegoistischen Idealismus und einen intelligenten Realismus miteinander verbinden. Sie bringen in diesen großen und raschen Wandel eine Kraft mit, die nicht nur von dieser Welt ist: die Kraft des christlichen Glaubens, der christlichen Hoffnung, der christlichen Solidarität. Zuversicht an der Schwelle zu einem neuen Kalenderjahr ist Bereitschaft zu einer tätigen Hoffnung.“


Hoffnung sei ein Lebensmittel, und man brauche viel davon, damit das Leben nicht verkümmere, so Scheuer. Christliche Hoffnung ziele auf Jesus Christus als Punkt Omega der Weltgeschichte.


Predigt zum Jahresbeginn zum Nachlesen

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