Thursday 17. October 2019

Johannes neu entdecken bei vierter Bibelpastoraler Studientagung

Johannes neu entdecken bei vierten Bibelpastoralen Studientagung

130 TeilnehmerInnen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Rumänien starteten am 25. August 2016 mit dem Johannes-Evangelium in die vierte Bibelpastorale Studientagung im Bildungshaus Schloss Puchberg.

Veranstaltet wird die Studientagung vom Bibelwerk Linz und dem Bildungshaus Schloss Puchberg, in Kooperation mit dem Österreichischen Kath. Bibelwerk und dem Stift Klosterneuburg. Sie dauert noch bis 27. August 2016.

 

Die vierte Bibelpastorale Studientagung findet von 25. bis 27. August 2016 im Bildungshaus Schloss Puchberg statt. 130 Interessierte nehmen teil. © Penner

 

Meditative Spiralen zur Begrüßung

 

Weihbischof Anton Leichtfried freute sich am Donnerstagvormittag über das große Echo, das die Tagung findet, und verwies bei seiner Begrüßungsansprache auf den Wert der biblischen Botschaft: „Es geht nicht um irgendwas, sondern im Mittelpunkt dieser Tagung steht die Bibel, die heilige Schrift, das Wort Gottes, und das ist etwas ganz Besonderes.“ Beim Wort Gottes gehe es um jeden persönlich, um Gott, ums ganze Leben, um die ganze Welt. Das Johannesevangelium biete „meditative Spiralen, die in die Tiefe führen, wo es immer spannender wird“.

 

Bibel nicht wörtlich, sondern ernst nehmen

 

Adi Trawöger vom Bildungshaus Schloss Puchberg freute sich, dass das Bildungshaus mit so engagierten Personen und mit so einem Thema ins neue Bildungsjahr startet. Franz Kogler, der Leiter des Bibelwerks Linz, meinte, das Johannesevangelium polarisiere. Es gebe große Fans, und viele, die es gar nicht mögen. Das könne sich jetzt ändern. Ziel der Studientagung sei es, die Bibel und speziell das vierte Evangelium zu öffnen. Nicht, über das Johannesevangelium zu reden, sondern es miteinander aufzumachen, zu öffnen, „die Ruder in die Hand zu nehmen“. Er hoffe auf „drei Tage, in denen wir die Bibel nicht wörtlich, sondern ernst nehmen“.

 

Johannes ist anders

 

Einen „sachten Sprung ins Evangelium“ machte einer der beiden Hauptreferenten, Prof. Dr. Hans-Georg Gradl von der Universität Trier. Johannes sei anders: „Da ist nichts mehr zu spüren von menschlicher Erdigkeit Jesu, den Schweißperlen der Synoptiker […] Jesus spricht selbstbewusst.“ In einer sehr pointierten Zusammenfassung führte Gradl in die Leitlinien, die Sprache und Denklogik des „geistigen Evangeliums“ ein. Unter dem Einfluss des Geistes erlangte die johanneische Gemeinde ihr volles Verständnis über Jesus Christus (vgl. Joh 16,13). Anschließend stand er für erste Fragen aus dem Plenum zur Verfügung.

 

Die beiden HauptreferentInnen der vierten Bibelpastoralen Studientagung: Dr.in Veronika Burz-Tropper (Universität Wien) und Prof. Dr. Hans-Georg Gradl (Universität Trier). © Penner

 

Wie es weitergeht …

 

Die zweite Hauptreferentin, Dr.in Veronika Burz-Tropper von der Universität Wien wird einen „profilierten Blick auf das Evangelium“ werfen. Weitere Referatsteile beschäftigten sich mit den Zeichen Jesu im Johannesevangelium, dem historischen Umfeld der Johannesgemeinde und mit der Bedeutung und Funktion der JüngerInnen.

 

Die TeilnehmerInnen werden aber auch gefordert: durch die Möglichkeit, nachzufragen, durch den Austausch in Tischgruppen, und am Freitagnachmittag bei einem von zwölf Workshops, die verschiedene bibelpastorale Zugänge bieten werden. Von: „Das Johannesevangelium in der Kunst“ bis hin zu einer Sprechwerkstatt mit der Frau am Brunnen (Joh 4).

 

Szenen aus dem Johannesevangelium mit biblischen Erzählfiguren werden ebenso präsentiert wie das reichhaltige bibelpastorale Produktangebot des Bibelwerks Linz im Foyer.
Samstagmittag gibt es eine liturgische Feier mit Diözesanbischof Manfred Scheuer. Der Abend gehört Texten und Liedern zum Johannesevangelium. ein Buffet am freien Himmel wird der Abschluss sein.

Getauft und Gesandt
Gabriele Eder-Cakl

Gabriele Eder-Cakl

Das möchte ich leben: Dass ich das, was ich vom Evangelium verstanden habe, auch umsetze.
Katholische Kirche in Oberösterreich
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