Tuesday 2. March 2021

Papst und Bischöfe verurteilen Terroranschlag in Nizza

Papst Franziskus

Papst Franziskus hat seine Nähe zu den Opfern des Anschlags von Nizza bekundet. Auch österreichische Bischöfe, darunter der Linzer Diözesanbischof Manfred Scheuer, zeigen sich tief erschüttert.

Der Heilige Stuhl verurteile aufs Entschiedenste den "mörderischen Wahnsinn, Hass, Terrorismus und jeden Angriff auf den Frieden", teilte Vatikansprecher Federico Lombardi mit. Der Vatikan habe in der Nacht mit "größter Besorgnis" die Nachrichten aus Nizza verfolgt. Papst Franziskus nehme Anteil "am Leiden der Opfer und des ganzen französischen Volks an dem Tag, der ein großer Festtag sein sollte", so Lombardi am 15. Juli 2016.

 

Auch in einem Telegramm an Nizzas Erzbischof Andre Marceau hat Papst Franziskus den Anschlag vom Donnerstag verurteilt. "Während Frankreich seinen Nationalfeiertag beging, hat in Nizza blinde Gewalt erneut das Land getroffen", heißt es in dem Schreiben, das der Vatikan am Freitag veröffentlichte. Franziskus beklagte die zahlreichen Opfer, "darunter auch Kinder".

Weiter äußerte der Papst "tiefe Trauer" und bekundete seine geistliche Nähe zum französischen Volk. Er bitte Gott für Frankreich "um das Geschenk des Friedens und der Eintracht", heißt es in dem von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichnete Telegramm. Den betroffenen Familien, den Verletzten und den Rettungskräften sagte Franziskus sein Gebet angesichts dieser "Prüfung" zu.

Am späten Donnerstagabend war im südfranzösischen Nizza ein Lastwagen durch eine Menschenmenge gerast, die sich zu einem Feuerwerk anlässlich des Nationalfeiertags auf der Strandpromenade versammelt hatte. Nach aktuellen Medienangaben wurden mindestens 84 Menschen getötet; unter den vielen Verletzten seien 18 in einem kritischen Zustand. Der mutmaßliche Angreifer, ein 31-jähriger Franko-Tunesier, wurde von der Polizei erschossen.

 

 

"Europabischof" Zsifkovics tief erschüttert

 

Tief erschüttert über den verheerenden Terroranschlag in Nizza, der am französischen Nationalfeiertag mindestens 84 Menschenleben gekostet hat, zeigte sich der österreichische "Europabischof" Ägidius Zsifkovics. "Ich bin zutiefst schockiert, fassungslos und unsagbar traurig angesichts dieser schrecklichen Tat", heißt es in einer Stellungnahme vom Freitag, 15. Juli 2016. Der Anschlag sei "der Gipfel der Menschenverachtung und Gottlosigkeit" - ihm müsse nun "umso entschiedener die Macht der Liebe" entgegengesetzt werden, so Zsifkovics. Dem Terror dürfe es nicht gelingen, "den Glauben an das Gute und Sinnerfüllte, an das Menschliche und Menschenwürdige, an das Leben und Lebenswerte zu brechen".

Zugleich zeigte sich der Eisenstädter Bischof überzeugt, dass "das Böse in Form eines feigen und niederträchtigen Terrorismus nie das letzte Wort" haben werde. Liebe sei "stärker als Hass und Zerstörung", betont der Bischof. "Lassen wir nicht zu, dass der blinde, rohe und feige Hass uns zweifeln und verzweifeln lässt an unserem Einsatz für eine Welt des friedlichen, humanen und solidarischen Mit- und Füreinander in Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit."

 

 

Bischöfe Scheuer und Bünker fordern "Zusammenstehen"


Tief erschüttert und "letztlich sprachlos" haben sich der Linzer Bischof Manfred Scheuer und der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker anlässlich des jüngsten Terroranschlags von Nizza gezeigt. Seine Gedanken und sein Gebet seien bei den Opfern, so Scheuer. Für eine solche Tat und die damit verbundenen menschlichen Tragödien gebe es letztlich keine Erklärung. Er bete darum, dass Terror, Gewalt und dieser unvorstellbare Hass endlich überwunden werden könnten, auch wenn es dafür freilich keine einfachen Rezepte gebe.

Mit Entsetzen hat auch Bischof Bünker auf den Anschlag in Nizza reagiert. "Meine Anteilnahme und mein Mitgefühl sind bei den Angehörigen der Opfer, bei den Verletzten und allen, die trauern", sagte der Bischof. "Wieder richtet sich ein Terroranschlag gegen Unschuldige", so Bünker weiter. Es brauche in dieser Situation ein "Zusammenstehen" und ein gemeinsames Nützen der Stärken Europas. Das Gewährleisten der Sicherheit dürfe jedoch nicht auf Kosten der grundlegenden Freiheitsrechte gehen, erklärte der Bischof.

Bünker und Scheuer äußerten sich am Freitag, 15. Juli 2016 am Rande der Ökumenischen Sommerakademie in Kremsmünster.

 

Kathpress

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