Mittwoch 19. Dezember 2018

Solidarität unterm Schirm

Mehr als 1.000 Menschen sind am Weltflüchtlingstag, dem 20. Juni 2016,  in Linz beim Umbrella March marschiert und haben ein eindrucksvolles Zeichen der Solidarität für Flüchtlinge gesetzt.

Mehr als 1.000 Menschen marschierten aus Solidarität für die Flüchtlinge.
Foto: konflozius

 

Der Umbrella March startete am Martin-Luther-Platz, von wo es über die Landstraße und die Nibelungenbrücke zum Ars Electronica Center ging, Dort fand eine große Schlusskundgebung mit Reden und Musik statt.

 

Laut UNHCR hat die Zahl der von Flucht und Vertreibung betroffenen Menschen ein schlimmes Rekordniveau erreicht – weltweit sind 65 Millionen Menschen auf der Flucht.

 

„Die Politik verändert unser Land in eine Richtung, die Flüchtlinge abschrecken soll. Es gibt unzählige Menschen, die keine Grenzen und keine Hetze tolerieren wollen, sondern für Offenheit und Aufklärung stehen“, sagen die Veranstalter.

 

 

Dipl. Päd. Erika Kirchweger von der Katholischen Frauenbewegung und Obfrau von Land der Menschen sagte: “Der Umgang mit Flüchtlingsströmen ist eine brisante gesellschaftspolitische Herausforderung. Wir dürfen es uns nicht in der Festung Europa bequem machen und die Augen vor den Tragödien rund um uns verschließen. Wir müssen Verantwortung übernehmen. Wir haben Möglichkeiten, schützen wir die Würde der Flüchtenden und spannen wir den Schirm auf!”

 

Seitens der Caritas nahm Direktor Franz Kehrer, MAS, Stellung: „Wir sollten beim Umbrella March eigentlich pro Person zwei Schirme gleichzeitig aufspannen: einen zum Schutz der Menschenwürde von Menschen auf der Flucht, und einen gegen die Vorurteile und negative Stimmungsmache, die oft auf uns ,einprasselt’. Denn immer wieder zeigt sich, dass in der persönlichen Begegnung mit Flüchtlingen Ängste ausgeräumt werden können. Dann wird plötzlich der konkrete Mensch wahrgenommen – und in vielen Gemeinden gelingt das Zusammenleben sehr gut, weil hier versucht wird, ohne Vorbehalte aufeinander zuzugehen.

Wichtig wäre für AsylwerberInnen auch der Zugang zum Arbeitsmarkt nach sechs Monaten sowie die Möglichkeit zu weiterführenden Ausbildungen. Arbeiten zu können, würde für AsylwerberInnen auch bedeuten, sich als ,wertvoll’ für unsere Gesellschaft erweisen zu können. Studien über Langzeitarbeitslosigkeit zeigen, welche gravierende Auswirkungen dies auf die Betroffenen hat. Das Gefühl der Entwertung, des Identitätsverlusts, des Nicht-dazu-Gehörens verschärft sich mit jedem Monat.“

 

 

Caritas Flüchtlingshilfe, Land der Menschen - Aufeinander Zugehen, migrare, SOS-Menschenrechte Österreich,  Volkshilfe Flüchtlings- und MigrantInnenberatung hatten zur Solidarität mit Flüchtlingen aufgerufen. Neben zahlreichen weiteren Sozialvereinen unterstützen die Katholische Aktion OÖ und Pax Christi die Veranstaltung.

 

www.umbrella-march-linz.at

 

 

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