Thursday 18. July 2019

Vernissage in der Linzer Kreuzschwestern-Galerie

Ausstellung in der Linzer Kreuzschwestern-Galerie - Foto: Diözese

Die Kreuzschwestern-Galerie zeigt von 15. Mai bis 11. Juli 2014 eine Film-Dokumentation und Fotografien von Mönchen, deren Köpfe und Hände in ihren Kutten verborgen sind. Die Exponate fragen die BesucherInnen: "Was bleibt von einem Menschen, wenn man Kopf und Hände nicht sieht?"

Der „Film der Antworten“

 

Für seinen „Film der Antworten“ hat Videokünstler Thomas Henke jahrelang Gespräche mit zwölf Ordensschwestern geführt. Er stellte Frage nach dem Sinn, nach Glaube, Gebet, Zweifel und Tod. In unverblümter Offenheit formulieren die Benediktinerinnen der Abteil Mariendonk am Niederrhein klare Gedanken in Worte. Über 80 Stunden Filmmaterial schnitten Henke und seine Frau Peggy gemeinsam. Sie zeigen nun den vierstündigen Film als Endlosschleife von Montag bis Freitag, 7.30 Uhr bis 17 Uhr in der Galerie der Kreuzschwestern. Bei der Langen Nacht der Kirchen am 23. Mai 2014 war der Film in der Kirche der Kreuzschwestern zu sehen. Um 20 Uhr sprach Thomas Henke über seine Arbeit.

 

„overall“ und „mexicoish“

 

Im zweiten Teil der Ausstellung überlässt die Foto- und Objektkünstlerin Judith Huemer das Finden der Antworten den BetrachterInnen ihrer Bilder. Nur die Frage ist klar formuliert: „Wo bleibt die Persönlichkeit ohne Hände, ohne Köpfe?“ Huemer fotografierte Benediktiner des Klosters Admont in alltäglichen Haltungen – aber mit bedeckten Köpfen und Händen. Die Serie nannte sie „overall“. Der Benediktiner Pater Winfried Schwab war einer der Fotomodelle: „Vier Mitbrüder ließen sich fotografieren. Sie tragen die Kukulle, ein vielfach gefaltetes schwarzes Gewand, die liturgische Kleidung der Ordensleute. Das Foto wird vollkommen ausgefüllt. Es gibt weder Leerstellen noch farbliche Akzente. Grau und schwarz, sonst nichts. Bei näherem Hinsehen lassen sich allerdings wiederum konkrete Körper erkennen.“


Der Serie „overall“ vorangegangen ist Huemers Serie „mexicoish“. Pater Winfried Schwab: „Die mexicoish-Arbeiten von Judith Huemer erscheinen zunächst sehr farbenfroh, fröhlich, fast ausgelassen, verspielt. Gestaltlos, aber doch dreidimensional. Sie schweben fast im Raum. Erst bei näherem Hinsehen entwickeln sich Formen, zeigen sich klar umrissene Konturen. Tatsächlich sind nämlich Körper zu sehen, nur eben derart vermummt, dass sie nicht fassbar sind. Kein Gesicht, keine Hand, kein Fuß, nichts, was den Gezeigten eine Persönlichkeit geben würde.“

 

Kuratorinnenführung

 

Die Ausstellung in der Kreuzschwestern-Galerie, Stockhofstraße 2 wird von Dr. Martina Gelsinger kuratiert. Eine Führung mit der Kuratorin gibt es am 1. Juli um 17 Uhr.

 

Ausstellungsort und Zeit:


Galerie der Kreuzschwestern Linz, Stockhofstraße 2, 4020 Linz
15. Mai bis 11. Juli 2014
Montag bis Freitag, 7.30 bis 17 Uhr

 

Farbenfrohe Objekte aus der Serie "mexicoish" - Foto: Diözese
Die Ausstellung zeigt den "Film der Antworten" von Thomas und Peggy Henke bis 11. Juli 2014 - Foto: Diözese
V.l. Mag. Posch (Vorstand Kreuzschwestern Europa Mitte Gmbh), Sr. Gabriele Schachinger (Provinzoberin Kreuzschwestern Europa Mitte), Pater Winfried Schwab (Eröffnungsredner und Benediktiner von Admont) und Judith Huemer (Künstlerin) - Foto: Diözese

 

Lesetipp: Das Warum und Weshalb

 

Warum Judith Huemer mit dem Kloster Admont zusammenarbeitete, und welche spirituelle Dimension „overall“ hat, führte Pater Winfried im Interview mit der KirchenZeitung aus.

 

(ma)

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