Freitag 22. Februar 2019

Elisabeth Schobesberger

Elisabeth Schobesberger.

Wenn ich meinen Glauben nicht hätte, dann hätte mein Leben keine Richtung mehr und es wäre ziemlich leer. Leer – in mehrfacher Hinsicht.

Ohne Glaube und ohne Vertrauen zu Gott hätte ich keine Antwort auf die Fragen, die jeden Menschen beschäftigen, wie: „Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Was ist der Sinn meines Lebens?“
Antworten auf diese Fragen finde ich in der Bibel, in Gesprächen mit Men­schen, in vielen Situationen und in Begegnungen im täglichen Leben.

Wenn ich meinen Glauben nicht hätte, wäre auch mein „Alltag“ sehr leer, denn ich habe vor wenigen Wochen als Religionslehrerin zu unterrichten begonnen und arbeite auch seit einigen Jahren in unserer Pfarre mit. Im Moment fordert mich mein Glaube allerdings sehr, vor allem, wenn ein Tag fast zu wenig Stunden hat, um alle „Aufgaben“ in der Familie, in der Schule und in der Pfarre zu schaffen. Meine Arbeit erfüllt mich aber mit Freude, ich bin gerne in der Schule und sehe die „Stunden“ mit den Kindern, den Religionsunterricht, als ein gemeinsames Auf-dem-Weg-Sein auf der Suche nach Gott und seinen Spuren im Alltag. Ich habe gemerkt, dass viele Antworten der Kinder (auch meiner eigenen) mich dazu auffordern, intensiver über Glaubensaussagen nachzudenken. Vor einigen Tagen hat z.B. ein Schüler aus der 1. Klasse auf den Satz: „Gottes Liebe ist wie die Sonne!“, geanwortet: Die Sonne besteht aber aus zwei Hälften: Die eine Hälfte ist Gott und die andere Hälfte ist Jesus und beide zusammen sind ein Ganzes und beide zusammen leuchten so hell und zeigen uns den Weg.

Wenn ich meinen Glauben nicht hätte, so hätte ich die Bekanntschaft mit vielen Menschen, die in meinem Leben sehr wichtig sind, die zu guten Freunden geworden sind und mir Halt geben, vielleicht nicht gemacht.
Ich bin in einer gläubigen Familie aufgewachsen und habe von Kindheit an viele Erfahrungen im Glauben machen dürfen, die zu einem tragfähigen Gerüst für mein Leben geworden sind. Dieses Gerüst gibt mir Halt und Sicherheit, lässt aber trotzdem zu, dass ich meinen eigenen Weg gehen kann, und mit Gottes Hilfe werde ich auch den richtigen Weg finden.

 

 

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