Montag 12. Oktober 2026

Papst Leo XIV. wird in den kommenden Tagen operiert

Papst Leo XIV. wird in den kommenden Tagen an der Lunge operiert.

Beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz hat Papst Leo XIV. am 11. Oktober 2026 vor zehntausenden Pilgern angekündigt, dass er sich in den kommenden Tagen einem medizinischen Eingriff unterziehen muss.

In seiner Lunge sei bei Kontrollen ein "Knoten" entdeckt worden, der auf Anraten der Ärzte entfernt werden solle, so der Papst. Der Knoten sei "in einem sehr frühen Stadium" entdeckt worden. Der Termin für den Eingriff stehe schon fest.Er rief die Gläubigen zum Gebet für ihn auf.

 

Papst Leo XIV. wird am 13. Oktober 2026 in das römische Gemelli-Krankenhaus eingeliefert. Dies bestätigte das vatikanische Presseamt am 12. Oktober. Im Gemelli-Spital gibt es seit mehreren Jahrzehnten eine eigene Patientenwohnung für die Päpste. Vatikansprecher Matteo Bruni hatte am Sonntag mitgeteilt, dass Leo XIV. nach dem aktuellen Eingriff voraussichtlich eine zusätzliche Zeit von "etwa einer Woche" im Spital verbringen werde.

 

"Kürzlich haben die Ärzte bei einigen Untersuchungen einen begrenzten Knoten in meiner Lunge festgestellt", hatte Papst Leo XIV. am Sonntag erklärt. "Er wurde in einem sehr frühen Stadium entdeckt und ist gut lokalisiert. Die Ärzte halten einen Eingriff für angebracht." Aus dem Vatikan hieß es auf Nachfrage von Journalisten, dass der Lungenknoten bei routinemäßigen Kontrolluntersuchungen entdeckt worden sei.

 

 

Spital mit eigenem "Papst-Trakt"

 

Das "Policlinico Universitario Agostino Gemelli" ist das akademische Lehrkrankenhaus der Katholischen Universität "Sacro Cuore" in Rom. Das Klinikum nahm seinen Dienst 1964 auf; es gilt als eines der besten Krankenhäuser Roms. Seinen Namen verdankt es dem Mediziner und Psychologen Pater Agostino Gemelli (1878-1959).

 

Nach dem plötzlichen Tod von Johannes Paul I. (1978) wurde im zehnten Stock der Klinik ein eigenes Appartement für Päpste reserviert. Bis dahin wurden sie im Fall einer Erkrankung im Vatikan oder am Sommersitz Castel Gandolfo medizinisch behandelt.

 

Der "Papst-Trakt" in dem Krankenhaus besteht aus einem Krankenzimmer, einer Kapelle und Räumen für die engsten Mitarbeiter und Betreuer des Kirchenoberhauptes. Die Abteilung ist nur über einen streng bewachten eigenen Aufzug zu erreichen.

 

Papst Johannes Paul II. wurde am 13. Mai 1981, nach dem Attentat auf dem Petersplatz, ins Gemelli gebracht. Danach suchte er die Klinik noch mehrere Male wegen unterschiedlicher Erkrankungen und Operationen auf, bevor er am 2. April 2005 im Vatikan starb. Auch Papst Franziskus war mehrfach im Gemelli-Spital in Behandlung.

 

 

Genesungswünsche für den Papst 

 

Die Ankündigung von Papst Leo XIV., sich in den kommenden Tagen einem Lungeneingriff unterziehen zu müssen, hat eine Welle von Genesungswünschen ausgelöst. Zu den ersten, die am Sonntag reagierten, zählte Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni. Sie schrieb: "Ich will dem Heiligen Vater meine persönliche Nähe und die der italienischen Regierung versichern angesichts der in den kommenden Tagen anstehenden Herausforderung. Die Gelassenheit und Ruhe, mit der er beim Angelus davon gesprochen hat, machen uns Mut. Ich bin sicher, dass auch das italienische Volk es nicht an Unterstützung und Zuneigung wird fehlen lassen."

 

Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri schrieb, er sei mit großer Zuneigung dem Papst nahe und wünsche ihm, dass er diese Phase unbeschwert angehen und rasch wieder seine Amtsgeschäfte aufnehmen werde. Er wünsche ihm von Herzen baldige Genesung.

 

Kardinal Matteo Zuppi, Erzbischof von Bologna und Vorsitzender der Italienischen Bischofskonferenz, teilte mit, dass sich "in diesen schwierigen Stunden" die Ortskirchen in Italien "mit kindlicher Zuneigung" um Papst Leo XIV. versammelten. Weiter schrieb er: "Wir sind ihm nahe und vertrauen ihn dem Herrn und der Jungfrau Maria an." Zuppi schloss mit den Worten: "Wir sind eine Familie. Heiliger Vater, Sie sind nicht allein! Wir begleiten Sie mit unserem Gebet und unserer Zuneigung, damit der Eingriff gut verläuft und der Herr Ihnen Zuversicht und Kraft gibt."

 

"Die ganze Kirche Österreichs ist Ihnen nahe, Heiliger Vater!", ließ auch Österreichs Bischofskonferenz-Vorsitzender Franz Lackner wissen und rief zum Gebet für Leo XIV. auf.

 

Kathpress

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