Kirchliche „Spektakel-Rast“: Auftanken für Körper, Geist und Seele
Seit seiner Gründung vor 39 Jahren hat sich das Pflasterspektakel rasch zu einer renommierten Institution der Straßenkunst entwickelt, die jeden Sommer über 200.000 Besucher:innen aus dem In- und Ausland in die Linzer Innenstadt lockt. Heuer wird das vielfältige Angebot um die „Spektakel-Rast“ von der Diözese Linz und der Pfarre Linz-Mitte erweitert: Der Mariendom, die Ursulinenkirche und die Ignatiuskirche (Alter Dom) bieten von 23. bis 25. Juli täglich bis 20.00 Uhr Inseln der Ruhe inmitten des lebhaften Treibens. Hier können Besucher:innen im kühlen Kirchenraum Pause machen und die Festival-Eindrücke nachklingen lassen, bevor sie sich erneut in den Trubel stürzen.
Spektakel-Rast-Plätze im Detail
Mariendom – der Ruhepol (Domplatz 1):
Über den Eingang Baumbachstraße gelangt man in die Turmkapelle des Mariendoms. Dort entsteht jeden Tag ein gemeinsames Bild der Lebensfreude, um den Eindrücken des Tages Ausdruck zu verleihen. Gedichte und Gebete laden dazu ein, sich ins Schreiben zu vertiefen und so zur Ruhe zu kommen. Wer besonders überhitzt ist, kann in der Krypta bei circa 20°C Erfrischung finden. Sie steht wegen der Hitze ausnahmsweise nicht nur geführten Gruppen offen. Danach liegt es nahe, im angrenzenden Domcafé die heimische Kaffeehaus-Kultur zu pflegen.

Turmkapelle des Mariendoms: der Ruhepol / © Diözese Linz / Johannes Kienberger
Ursulinenkirche – die Kunstsinnige (Landstraße 31):
Direkt an der Landstraße öffnet die wunderschöne barocke Kunst- und Kulturkirche ihre Türen zum Durchatmen und Innehalten. Spiritueller Impulse helfen dabei, den Kirchenraum neu zu entdecken. Im Kids-Corner können kleine Besucher:innen ihrer Kreativität freien Lauf lassen – und die Kids-Tattoo-Zone sorgt für bunte Festival-Erinnerungen.
Täglich von 19.00 bis 20.00 Uhr gibt es außerdem einen besonderen „Spektakel-Segen to go“ für all jene, die mit dem Zuspruch von oben in den Festival-Abend starten wollen.
Ignatiuskirche – die Inspirierende (Alter Dom; Domgasse 3):
Hubert Nitsch, Theologe und Künstler:innen-Seelsorger der Diözese Linz, nimmt sich Zeit für Gespräche über Gott und die Welt. In einem offenen Anliegenbuch werden Eindrücke zum Spektakel ebenso gesammelt wie persönliche Sorgen, Hoffnungen und Wünsche. Besucher:innen können aber auch den Raum auf sich wirken lassen, inspiriert von Karten mit spirituellen Impulsen.
Angebot zum Durchatmen
Das Programm ist in allen drei Kirchen ein Angebot, aber kein Muss: Wer nur den kühlen Steinboden, den Geruch nach sommerwarmem, altem Holz, die gedämpfte, heitere Geräuschkulisse und die Lichtspiele der bunten Glasfenster genießen will, ist ebenfalls herzlich eingeladen. Mariendom, Ursulinenkirche und Ignatiuskirche gehören zu jenen zwölf Kirchen der Pfarren Linz-Mitte und Urfahr-St. Junia, die heuer in der heißen Jahreszeit als „Coole Kirchen“ die Initiative „Cooles Linz“ (www.cooleslinz.at) unterstützen. „Wer dem glühenden Asphalt und der prallen Sonne für eine Weile entkommen möchte, ist bei uns herzlich willkommen“, lädt Monika Weilguni, Pastoralvorständin der Pfarre Linz-Mitte, ein. „Ohne Eintrittsgeld, ohne Konsumzwang: Einfach zum Durchatmen.“
https://www.dioezese-linz.at/linz-mitte
https://www.dioezese-linz.at/pfarre/urfahr
Ansprechbar mitten im Trubel
Festival-Seelsorger:innen werden für die „Spektakel-Rast“ am Domplatz und in der Linzer Innenstadt präsent sein. Sie haben bei Großveranstaltungen wie dem Pflasterspektakel ein offenes Ohr für die Anliegen der Besucher:innen. Zu erkennen sind sie an ihren gelben Warnwesten und ihrem Motto „Erzähl mir was, ich hör dir zu“ – egal, ob es sich um etwas Erfreuliches, etwas Bedrückendes oder etwas von beidem handelt.
Das Team rund um die „Spektakel“-Rast
Für ein derart facettenreiches Programm braucht es die richtigen Personen und Institutionen, die ihre jeweilige Expertise einbringen: Mehrere Fachteams der Diözese Linz, die Pfarre Linz-Mitte und ein engagiertes Kernteam haben zusammen mit dem Linzer Kulturmagistrat die erste „Spektakel-Rast“ aus der Taufe gehoben. Die Fäden für das Programm laufen bei Martina Resch zusammen, die das Innovationsprojekt Kirchenraumpastoral der Pfarre Linz-Mitte leitet: „Unser Ziel ist es, die vielfältigen Kirchen als Ressource für alle Menschen in Linz zur Verfügung zu stellen“, führt sie aus. „Wir möchten den Menschen das anbieten, was wir haben: Räume zum Ausruhen, Räume für Gespräche, Räume für Kunst und Spiritualität.“
© Diözese Linz / Johannes Kienberger








