Kirchliches Gedenken für NS-Opfer
Gedenkveranstaltungen in der Diözese Linz (chronologisch):
"Geh-denken" – Gedenkmarsch von Wels nach Gunskirchen
17. April 2026
Die Katholische Jugend OÖ, die Gedenk-Initiative Gunskirchen-Edt, das Mauthausen Memorial, Mauthausen Komitee und einige weitere Kooperationspartner:innen laden am 17. April 2026 zum „Geh-Denken“ von Wels ins KZ-Außenlager Gunskirchen ein. Erinnert wird dabei an die Todesmärsche von KZ-Häftlingen im April 1945.
„Wir geh-denken dabei der Opfer, die den Weg und das Lager nicht überlebt haben, und auch der Überlebenden. Wir wollen wertschätzend geh-denken und niemanden ver- oder beurteilen. Es geht darum aufzuzeigen, was war – in dem Wissen, dass es nie wieder geschehen darf.“, so die ehrenamtliche Projektverantwortliche Ela Klein.
Die Idee zur Veranstaltung entstand im Oktober 2020, als einige Jugendliche und junge Erwachsene an einem Abend im Schloss Puchberg Augenzeugenberichte und Erinnerungen von Überlebenden vorlasen. „Die Lesenden im Alter von 16 bis 23 Jahren waren von Anfang an berührt von den Schicksalen dieser Menschen, die in ihrem Alter ein so ganz anderes Leben mit ungewisser Zukunft hatten. Bei der Heimfahrt entstand die Idee, in Erinnerung an diese Menschen die letzten Kilometer von Wels ins KZ-Außenlager Gunskirchen zu gehen“, erinnert sich Ela Klein.
Anmeldung bei Ela Klein unter 0676/8776-3143 oder ela.klein@dioezese-linz.at
Weitere Informationen zum Gedenkmarsch von Wels nach Gunskirchen
Geh-Denken in Ansfelden
22. April 2026, 18.00 Uhr
Unter dem Motto „Tätern und Täterinnen im Nationalsozialismus und das eigene Tun“ laden der Treffpunkt mensch & arbeit Nettingsdorf gemeinsam mit der Plattform „Wider das Vergessen“, dem Mauthausenkomitee Ansfelden-Traun, dem ÖGB Linz-Land, der Stadtgemeinde Ansfelden, der NMS Ansfelden, der VS Ansfelden, der SPÖ Ansfelden und den Grünen Ansfelden um 18 Uhr zum Geh-Denken 2025 an die Ermordeten und Überlebenden der Todesmärsche der Jüdinnen und Juden von Mauthausen/Gusen nach Gunskirchen bei der Kremsbrücke Ansfelden ein.
Treffpunkt: Kremsbrücke beim Gasthaus Stockinger, Ansfelden
Im Anschluss an das Gehdenken gibt es den Film: „Das radikal Böse“ im Treffpunkt mensch & arbeit Nettingsdorf, Nettingsdorferstraße 58 zu sehen.
Nähere Informationen: Friedrich Käferböck-Stelzer, 0676/87763670, friedrich.kaeferboeck-stelzer@dioezese-linz.at
Weitere Informationen zum Geh-Denken in Ansfelden
Themenrundgang „Glaube im KZ“
25. April 2026, 10.00 – 13.00 Uhr
Im Rahmen dieses Rundgangs bekommen die Besucher:innen einen Einblick in die vielfältige Bedeutung des (religiösen) Glaubens für Häftlinge im KZ Gusen. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, wie Glaube in einer von Gewalt, Vernichtung und Entmenschlichung geprägten Umgebung Hoffnung geben, ein Zeichen der Solidarität sein und sogar Widerstand bedeuten konnte:
„Vom betenden Lager, von tiefen und beeindruckenden Glaubenszeugnissen und von bewundernswerten Werken der Barmherzigkeit mitten im grausamen Lageralltag wird berichtet. Mit diesem Themenrundgang soll das religiöse Vermächtnis der im KZ Gusen Gequälten wachgehalten und der verborgene Schatz der Religionen zum Leuchten gebracht werden“, so Christoph Freudenthaler, Ehrenobmann der „Plattform Johann Gruber“.
Referent:innen: Aktivist:innen Johann Gruber Kreis und Plattform Johann Gruber, Heidi Gsell (Historikerin, Verein Lila Winkel), Charlotte Herman (Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde Linz).
Treffpunkt ist um 10.00 Uhr bei der KZ-Gedenkstätte Gusen, Memorial de Gusen, Georgestraße 7, Langenstein.
Anmeldung unbedingt erforderlich unter education@mauthausen-memorial.org, 07238/2269-10
Information für redaktionelle Rückfragen: www.mauthausen-memorial.org/de
Internationale Gedenk- und Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen zum Thema: „Täter und Täterinnen im Nationalsozialismus“
10. Mai 2026
10.00 Uhr, Ökumenischer Wortgottesdienst in der Kapelle der Gedenkstätte mit Bischof Manfred Scheuer, Bischöfin Cornelia Richter, Erzpriester Ioannis Nikolitsis
10.00 Uhr, Jugendkundgebung im Steinbruch, an der auch die Katholische Jugend OÖ beteiligt ist
11.00 Uhr, Internationale Befreiungsfeier
Die Katholische Aktion ruft mit ihren Gliederungen dazu auf, an der Befreiungsfeier teilzunehmen und damit ein Zeichen für Menschlichkeit und Toleranz zu setzen (Infos und Anmeldung: www.dioezese-linz.at/ka)
Die Intern. Gedenk- und Befreiungsfeier wird auf den Online-Kanälen der MKÖ international und mehrsprachig gestreamt.
Information: Mauthausenkomitee Österreich, www.mkoe.at
Präsentation Gedächtnisbuch Oberösterreich
20. Mai 2026, 18:00 | Linz, OK-Platz 1, OK-Deck (Eingang Moviemento)
Das Gedächtnisbuch Oberösterreich ist eine Sammlung von Biografien zu Personen, die im Nationalsozialismus aus den verschiedensten Gründen verfolgt waren oder durch widerständiges Handeln gegen das NS-Regime ihr Leben in Gefahr brachten. Das Buch ist im Linzer Mariendom und im Schlossmuseum Linz öffentlich zugänglich und wird seit 2019 jährlich mit neuen Biografien erweitert.
Das Projekt „Gedächtnisbuch Oberösterreich“ wird von einer unabhängigen Projektgruppe getragen, die sich im Jahr 2019 aus einer Kooperation von Institutionen und Einzelpersonen gebildet hat. Zum Trägerkreis gehören derzeit: Andreas Schmoller, Verena Lorber, Erna Putz, Florian Schwanninger und Thomas Schlager-Weidinger.
2026 werden in das Gedächtnisbuch wieder neun Beiträge aufgenommen. Ihre biografischen Hintergründe sind höchst unterschiedlich und verweisen auf die Mannigfaltigkeit von Verfolgung und Widerstand. So stellt das Gedächtnisbuch OÖ dieses Jahr besonders Mitglieder des kommunistischen und christlich-sozialen Widerstands, Opfer der NS-Euthanasie, die Gruppe der Zeug:innen Jehovas, eine Sinti Familie aus Hochburg-Ach, die Gruppe der „Asozialen“ und Opfer der Zwangsprostitution in den Konzentrationslagern in den Mittelpunkt. Mit Franz Ohnmacht findet auch ein enger Mitarbeiter des damaligen Diözesanbischofs Johannes M. Gföllner Eingang in die Sammlung, die nunmehr 66 Beiträge umfassen wird.
Begrüßung: Mag.a Margot Nazzal, Kulturdirektion OÖ
Schlusswort: Bischof Manfred Scheuer
Musik: Bernhard Kitzmüller & Martin Kramer (Gitarren-Duo)
Stephan Hametner und Davide Zavatti (Klavier und Cello)
Weitere Informationen: https://ku-linz.at/gedaechtnisbuch_ooe
Information für redaktionelle Rückfragen: Andreas Schmoller a.schmoller@ku-linz.at, 05 1785 4172
18. Jägerstätter-Sternwallfahrt der Katholischen Männerbewegung Österreich nach St. Radegund
30. Mai 2026
Die Katholische Männerbewegung Österreich veranstaltet am 30. Mai 2026 zum 18. Mal eine Sternwallfahrt nach St. Radegund in Gedenken an Franz Jägerstätter, dessen Todestag sich 2026 zum 83. Mal jährt. Das Motto der Sternwallfahrt 2026 lautet: „Hellwach für den Frieden“
Start von Burghausen: Abmarsch um 9.00 Uhr bei der Heilig-Geist-Spitalkirche, Spitalgasse 207, D-84489 Burghausen
Anmeldung: Ludwig Raischl Referent im Haus der Begegnung, Burghausen, E-Mail: hdb-heiliggeist@bistum-passau.de
Radpilgern von Pischelsdorf nach St. Radegund, Abfahrt 10.00 Uhr, Treffpunkt Pischelsdorf (Parkplatz gegenüber Raiffeisenbank am Engelbach)
Anmeldung: Dr. Leopold Gann Tel.: 07742/7317, E-Mail: leopold.gann@gmx.at
Programm in St. Radegund:
Ab 12:30 Uhr: Eintreffen beim Jägerstätter-Haus
13:30 Uhr: Workshop mit Dr. Michael Mayr, Publizist aus Salzburg
14:30 Uhr: Gang zur Kirche mit Gedenkminute beim Jägerstätter-Denkmal
15:00 Uhr: Gottesdienst mit dem geistlichen Assistenten der KMBÖ, Mag. Andreas Jakober; Musikalische Gestaltung: Ehepaar Langwieder, Salzburg
Im Anschluss gemütlicher Ausklang im Gasthaus Hofbauer
Information für redaktionelle Rückfragen: Wolfgang Bögl, 0676/8776-3467, wolfgang.boegl@dioezese-linz.at, www.dioezese-linz.at/site/kmb/glaube







