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Folder für 18. Sternwallfahrt

Hellwach für den Frieden

KMBÖ-Jägerstätter-Sternwallfahrt 2026

 

Die KMBÖ veranstaltet am Sa, 30. Mai 2026 bereits zum 18. Mal eine Sternwallfahrt nach St. Radegund in Gedenken an Franz Jägerstätter.

 

Das Motto der Sternwallfahrt 2026 lautet: „Hellwach für den Frieden“

 

Das Jahresthema der KMB OÖ lautet "Frieden und Versöhnung". Wieder einmal ist die KMB damit am Puls der Zeit, in der ja der Friede auf vielfältigste Weise bedroht ist. Ein wichtiger Teil einer Kultur des Friedens und der Versöhnung ist die Erinnerungs- und Gedenkarbeit. Wir sind beim alljährlichen Jägerstättergedenken immer auch bemüht, das Beispiel und die Botschaft von Franz Jägerstätter in unsere heutige Zeit zu übertragen.

 

2025 wurde ein Film über die alljährliche Jägerstätter-Wallfahrt gemacht: Gegen den Strom: Mit Jägerstätters Mut für Wahrheit, Glaube und Gewissen einstehen

 

Folder zum Download

 

Programmablauf:

 

Ab 12:30 Uhr: Eintreffen beim Jägerstätter-Haus
 

13:30 Uhr: Workshop mit Dr. Michael Mayr, Publizist aus Salzburg

 

14:30 Uhr: Gang zur Kirche mit Gedenkminute beim Jägerstätter-Denkmal

 

15:00 Uhr: Gottesdienst mit dem geistlichen Assistenten der KMBÖ, Mag. Andreas Jakober; Musikalische Gestaltung: Ehepaar Langwieder, Salzburg

 

Im Anschluss gemütlicher Ausklang im Gasthaus Hofbauer

 

 

Der KMBÖ-Obmann-Stv. DI Bernhard Steiner schreibt in seinem Geleitwort zur heurigen Wallfahrt:

 

Frieden, so lernen wir aus der Bibel, ist immer Gabe, Geschenk Gottes an uns Menschen. Wir können Frieden nicht erarbeiten. Aber wir können den Boden dafür bereiten, dass Friede fruchtbar wird und unsere Gemeinschaften mit Leben erfüllt. Friede ist die Frucht der Gerechtigkeit. Es gibt wohl keinen vollkommen gerechten Frieden, aber es gibt auch keinen echten Frieden ohne Gerechtigkeit. Wir können ein Gespür dafür entwickeln, ob wir gerechtere Strukturen fördern oder eher behindern.

Hellwach die Zeichen der Zeit zu deuten, heißt auch mit Franz Jägerstätter erkennen, wenn Entwicklungen in eine menschenfeindliche Richtung gehen. Hier klar die Stimme zu erheben und auf der Spur Jesu die bedingungslose Zuwendung Gottes zu allen Geschöpfen im eigenen Leben zu bezeugen ist ein Gebot der Stunde. An Franz Jägerstätter können wir lernen, dass dafür immer die eigene Weiterbildung, das Lesen und der Austausch mit anderen Menschen notwendig sind.

Aus dem Gefängnis, im Erleben von harten Haftbedingungen, schreibt er: „Wenn man gegen niemanden Rachegedanken hat und allen Menschen verzeihen kann, wenn auch manchmal einem ein hartes Wort zugeworfen wird, so bleibt das Herz in Frieden und was gibt es Schöneres in dieser Welt als den Frieden?“

Wenn wir uns, wie in jedem Gottesdienst, den Frieden Gottes zusprechen und weitergeben, dann immer auch mit der Hoffnung, dass dieser in den Menschen auf fruchtbaren Boden fällt und als Medizin gegen Hass und Gewalt in den menschlichen Beziehungen wirkt.

 

 

Beim Workshop bei Jägerstätterhaus gibt der Publizist Dr. Michael Mayr Impulse zum Thema "Persönliche Friedenswege entdecken". Er beschreibt seinen Zugang folgendermaßen:

 

Mein Angebot an dem Wallfahrtstag in Franz Jägerstätters Heimat ist ein gemeinsames Überlegen, welche Schritte es braucht, um persönlichen Frieden zu finden. Denn wer mit sich im Klaren ist, stiftet unweigerlich Frieden in seinem Wirkumfeld.

Ich meine nicht den Scheinfrieden der Schleimer, Überalljasager und Vorteilsucher. Sie kuschen, um Ruhe zu haben statt einer lösenden Klärung. Die verlangt nun einmal Auseinandersetzung und Rückgrat. Ich frage mich oft, ob ich das und das am Lebensende bereue. Sicher ist, dass geschwiegen zu haben statt Klartext zu reden, meinen Seelenfrieden stören würde.

Wen bewundern wir? Nicht die Schmeichler, die schnell einmal Erfolg haben, sondern Persönlichkeiten, die angeeckt sind: Mahatma Ghandi, Sophie Scholl, Rosa Parks, Nelson Mandela, Alexej Nawalny und ja genau Franz Jägerstätter. Ihnen nachzugehen, heißt Salz der Erde sein, wie es Jesus – ein anderes dieser Vorbilder – seinen Jüngern aufgetragen hat.

Von Mutigen lernen ist für mich der Weg zu Frieden und Freiheit. Ich bringe dazu einen Film mit nach St. Radegund. Darüber reden wir. Ich freue mich!

 

 

 

 

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