Vom Dunkel ins Licht: Auferstehungsfeier in der Pfarre Ennstal
In der Pfarre Ennstal (bis Ende 2022 Dekanat Weyer) wird bereits seit dem Jahr 2008 mit Auferstehungsfeiern für Jugendliche an die Auferstehung Jesu erinnert. So wie sich am Ostermorgen die Anhängerinnen Jesu in Jerusalem auf den Weg gemacht hatten, machen sich heute Jugendliche und junge Erwachsene auf den Weg. In der Pfarre Ennstal fanden die Auferstehungsfeiern anfänglich in Maria Neustift statt, aktuell in Reichraming. Während der Corona-Jahre konnte man online daran teilnehmen.
Hundete Lichter erwarten die Teilnehmer:innen in der Kirche
Von Beginn an, also seit 18 Jahren, ist Anita Buchberger, die ehemalige Beauftragte für Jugendpastoral (JUPA), mit einem Team für die Organisation zuständig. Für die 42-jährige Religionslehrerin sind Auferstehungsfeiern auch nach all den Jahren noch immer ganz spezielle Erlebnisse: „Die Erfahrung des Aufbruchs ist dabei jedes Mal aufs Neue deutlich spürbar!“
Heuer steht die Feier unter dem Motto „Lebensfreuden“. Wenn sich am Ostersonntag noch vor Tagesanbruch um 5.00 Uhr früh wieder um die 250 Jugendliche im Reichraminger Sängerpark treffen, herrscht eine ganz besondere Stimmung. Zu dieser Zeit hat das Jugendpastoralteam der Pfarre Ennstal bereits drei Stunden Arbeit hinter sich. „Wir bereiten die Kirche vor, platzieren hunderte Teelichter und richten bunte Scheinwerfer aus, um eine festliche und stimmungsvolle Atmosphäre zu schaffen“, verrät Buchberger.

Mit ihren Fackeln marschieren die Teilnehmer:innen vom Sängerpark zur Pfarrkirche. © Claudia Geiblinger
Im dunklen Park werden zunächst Fackeln am brennenden Osterfeuer entzündet, mit diesen machen sich die Teilnehmer:innen auf den Weg in die Pfarrkirche. Gut fünf Minuten dauert es, die 14- bis 30-Jährigen gehen entweder schweigend, gemeinsam das Lied „Im Dunkeln unserer Nacht“ singend oder mit Impulsen und Fragen, etwa zu persönlichen Aufsteh-Erfahrungen. Jede Feier ist unterschiedlich, jedes Jahr lässt sich das Team etwas anderes einfallen.

Die Wortgottesfeier findet in der Pfarrkirche Reichraming statt. © Claudia Geiblinger
Heuer findet in Reichraming eine Wortgottesfeier mit den Jugendlichen statt, geleitet von Pfarrgemeinde-Seelsorgerin Birgit Kopf. „Uns ist dabei wichtig, dass die Teilnehmer:innen nicht nur in den Bänken sitzen, sondern sich auch beteiligen“, sagt Buchberger. Daher gibt es auch jedes Jahr einen Aktionsteil in der Kirche, der an das Motto der Feier angelehnt ist. In diesem Jahr soll es darum gehen, mithilfe von Steinen die Schwere im eigenen Leben bewusst wahrzunehmen und mithilfe von Knicklichtern die Leichtigkeit darin zu entdecken. Umrahmt wird der Gottesdienst üblicherweise mit Musik und „weil auch in der Kirche gelacht werden darf, wird bei uns jedes Jahr ein Osterwitz erzählt“, schmunzelt Buchberger.

In der Pfarrkirche herrscht jedes Jahr eine ganz besondere Stimmung © Claudia Geiblinger
Gemeinsam mit der Beauftragten für Jugendpastoral der Pfarre Ennstal, Irene Riegler-Oberforster, unterstützt sie das engagierte Team und will ihre Aufgabe nicht missen, denn „gerade in den frühen Morgenstunden, wenn es noch dunkel ist, wird spürbar, was Ostern bedeutet: Der Weg vom Dunkeln ins Licht, von der Stille zur Freude, von der Nacht zum neuen Morgen!“ Das empfinden die anderen JUPA-Teammitglieder und viele Teilnehmer:innen ähnlich: „Für uns und die Jugendlichen sind die Auferstehungsfeiern bedeutungsvolle, kraftvolle, stimmungs- und auch hoffnungsvolle Feiern und tiefe Ostererfahrungen!“







