Österreichs Bischöfe gratulieren Erzbischof Josef Grünwidl
Von vielen Seiten kamen am 24. Jänner 2026 Glückwünsche an den neuen Wiener Erzbischof Josef Grünwidl. Auch Österreichs Bischöfe gratulierten und betonten in öffentlichen Statements ihre Freude über Grünwidl. So hielt etwa Erzbischof Franz Lackner, der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, fest, dass Josef Grünwidl "eine große Bereicherung für die Kirche Österreichs" sei.
Die Erzdiözese und Kirchenprovinz Wien habe nun wieder einen Bischof und Metropoliten. Josef Grünwidl habe sich diese große Entscheidung nicht leicht gemacht, so freue er sich umso mehr, so Lackner, dass Grünwidl "Ja" gesagt habe zu diesem Ruf. "Die Freude über den neuen Bischof in Wien und in der Bischofskonferenz über den neuen Mitbruder ist groß", so Lackner.
Josef Grünwidl bringe viel Gutes aus seiner umfangreichen pastoralen Erfahrung mit. Sein Wahlspruch verweise zudem auf sein musikalisches Wesen: "Die Melodie Gottes in uns aufzunehmen, sie hörbar für die Welt zu machen und in Harmonie zu bringen ist Erzbischof Josef ein ganz zentrales Anliegen, für das er an der Orgel auch wortwörtlich mit Händen und Füßen zu arbeiten gewöhnt ist. " Und Lackner schloss: "Beten wir für Wiens neuen Hirten, auf dass seine Jahre und sein Wirken lange und segensreich sein mögen!"
Scheuer: "Bodenständigkeit, Beweglichkeit, Zuversicht"
"Ich freue mich sehr darüber, dass Josef Grünwidl Erzbischof von Wien und damit auch Metropolit der Wiener Kirchenprovinz wird, zu der auch die Diözese Linz gehört", betonte der Linzer Bischof Manfred Scheuer. Erzbischof Grünwidl sei in der Seelsorge, in der Theologie und in der Musik vielsprachig, das heißt, mit unterschiedlichen Stilrichtungen, Frömmigkeitsformen und Milieus kontaktfähig.
Grünwidl verbinde eine gute Bodenständigkeit und Einwurzelung mit einem Pilgerdasein und mit großer Beweglichkeit, die für den gegenwärtigen Glaubensvollzug notwendig ist. "Seine Einfachheit und seine Liebe zu den Armen haben eine hohe Symbolkraft. Ich bin überzeugt, dass er nüchtern und realistisch, aber auch mit innerer Freiheit, mit Humor und mit Zuversicht die Kirche von Wien leiten und begleiten wird", so der stellvertretende Vorsitzende der Bischofskonferenz.
Elbs: "Einfühlsam, aufmerksam, geistlich"
Mit Josef Grünwidl habe die Erzdiözese Wien einen Bischof, "der einfühlsam, aufmerksam und geistlich ist", hielt der Feldkircher Bischof Benno Elbs fest. Grünwidl bringe viel Erfahrung aus der pastoralen Arbeit mit und sei nah bei den Menschen. Nicht umsonst werde er von vielen als "Bischof von nebenan" bezeichnet. Er gratuliere Erzbischof Josef von Herzen und wünsche ihm für sein Amt "viel Mut und Feingespür, die Botschaft Jesu immer wieder lebendig zu gestalten und weiterzugeben", so Elbs.
Krautwaschl und Freitag: "Für die Menschen da"
Der steirische Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl und Weihbischof Johannes Freitag zeigten sich überzeugt, "dass die Menschen in der Erzdiözese Wien viel Freude mit Erzbischof Josef haben werden". Auch die steirischen Bischöfe würden sich auf die weitere Zusammenarbeit in der Bischofskonferenz freuen: "Gemeinsam werden wir uns bemühen, dass die Österreichische katholische Kirche weiter für die Menschen da ist, Hoffnung ausstrahlt und Gutes tut."
Glettler: Missionarisches Herz und Humor
Als ein "Fest des Glaubens für ganz Österreich" und ein "eindrucksvolles Zeugnis für die Vitalität unserer Kirche" hat der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler die Bischofsweihe von Josef Grünwidl bezeichnet. Aufgabe der Bischöfe sei es, "den Menschen als nahbare Hirten helfen, die befreiende und heilende Botschaft Jesu von Neuem zu entdecken - gerade jetzt, in einer Zeit großer Nervosität", so Glettler. Und in Richtung des neuen Erzbischofs: "Bewahre Dir nach Möglichkeit Dein offenes, missionarisches Herz und den dazugehörigen Humor! Dein unkompliziertes, kollegiales Engagement wird uns auch in Zukunft in der Österreichischen Bischofskonferenz guttun."

Alle anwesenden Bischöfe legten Josef Grünwidl die Hände auf. © Erzdiözese Wien / Stephan Schönlaub
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