Ein Ort, wo Pferde seit 30 Jahren Herzen öffnen
„Den Auftakt bildete am Donnerstag ein Erlebnisvormittag für Kindergarten- und Schulgruppen. Am Freitag stand der große Festakt mit Showprogramm, Musik und zahlreichen Ehrengästen auf dem Programm – Caritas-Vorstandsmitglied Marion Huber konnte u. a. Bischof Manfred Scheuer, Sozial-LR Christian Dörfel, Leondings Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek, Renate Hackl von der Sozialabteilung des Landes OÖ, Präsidentin Andrea Holzleithner vom Österreichischen Kuratorium für Therapeutisches Reiten und Gertraud Assmann, ehem. Geschäftsführerin und Abteilungsleiterin der Caritas für Menschen mit Behinderungen begrüßen.
Im Rahmen einer Talkrunde teilten Wegbegleiter:innen und Förderer berührende Geschichten und persönliche Einblicke. Zudem wurde die neue Leiterin Daniela Grill vorgestellt.
Seit vielen Jahren unterstützt auch der Round Table 24 das Integrative Reitzentrum. Vizepräsident Georg Kiesenhofer stellte sich zum Geburtstag mit einer großzügigen Spende ein. Den feierlichen Schlusspunkt setzte am Samstag der Familientag mit Tiersegnung. Zahlreiche Kinder und ihre Familien genossen die Erlebnisstationen rund ums Pferd und stärkten sich beim Speisewagen, einem Ausbildungsprojekt der Caritas für Jugendliche mit Lernschwierigkeiten.

Der Familientag mit Tiersegnung bildete den Abschluss des dreitägigen Festes. © Caritas
Ein Kraftort für Jung und Alt
Die therapeutische Arbeit mit Pferden hat in St. Isidor eine lange Tradition. Bereits seit den 1970er-Jahren wird hier die Hippotherapie angeboten. Mit der Eröffnung des barrierefreien Reitzentrums 1995 entstand ein einzigartiger Ort, der heute 10 Pferde und Barockesel „Fridolin“ beherbergt. Pferde als Co-Therapeuten werden in den verschiedensten Bereichen der Therapie eingesetzt und bieten wertvolle Unterstützung. Sie können helfen, nicht nur körperliche, sondern auch seelische Blockaden zu lösen und zu einer positiven Entwicklung beitragen. Das Angebot in Isidor reicht von der Hippotherapie bis hin zur „Heiltherapeutischen Förderung mit de, Pferd" und dem Pferdegestützten Coaching. Bis zu 100 Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung erleben jede Woche die kraftvolle Wirkung tiergestützter Therapie.

Barockesel „Fridolin" ist sozusagen der Hahn im Korb in der zehnköpfigen Pferdeherde. © Caritas
„Unsere Pferde sind Partner, Brückenbauer, Freunde und Motivatoren. Für viele ist das Reitzentrum ein Wohlfühlort und Lieblingsplatz, ein Ort wo man ,nicht zur Therapie', sondern voller Vorfreude zu den Pferden kommt, so die neue Leiterin Daniela Grill.
Auf Spenden angewiesen
Damit die Pferde auch in Zukunft Herzen öffnen können, braucht es Unterstützung. Denn die Versorgung der Tiere und die qualifizierte Betreuung sind kostenintensiv. Weil nicht alle Angebote öffentlich gefördert werden, ist das Reitzentrum auf Spenden angewiesen. „‚Jede Unterstützung hilft uns, Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigung diese wertvolle Förderung weiterhin zu ermöglichen", betont Grill.
(Integratives Reitzentrum St. Isidor)








