Marienschwestern vom Karmel: Feier der Professjubiläen und Erstprofess
Dem Festgottesdienst bei der Feier der Professjubiläen stand Bischofsvikar Adi Trawöger vor. Mit Adi Trawöger, Bischofsvikar für Orden, Säkularinstitute und geistliche Gemeinschaften, zelebrierte ein Mitbruder aus dem Orden der Karmeliten, Priester aus den Heimat- und Wirkungsorten der Jubilarinnen sowie Priester, die den Marienschwestern verbunden sind. Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst von einigen Schwestern und von Agnieszka Dybkowska an der Orgel.
Professjubiläum als „reiches Erntedankfest“
Schwester M. Michaela Pfeiffer-Vogl, die Generaloberin der Marienschwestern vom Karmel, in ihren Begrüßungsworten am Beginn des Gottesdienstes: „Dieser Festgottesdienst ist wie ein reiches Erntedankfest. Unsere Mitschwestern blicken auf 70, 65, 60 Professjahre dankbar zurück. Wir danken heute für Gottes Gnade, die er unseren Jubilarinnen über Jahrzehnte hinweg geschenkt hat.“

V.l. Sr. M. Immakulata Kosche OCD, Sr. M. Agnes Mayer OCD, Sr. M. Sabina Baumgartner, Sr. M. Agnella Buchmayr, Sr. M. Michaela Pfeiffer, Sr. M. Theresia Holzner (sitzend), Sr. M. Ludmilla Fuchs, Bischofsvikar Adi Trawöger, Sr. M. Elisabeth Katherl OCD, Sr. M. Leonie Leithner, Sr. M. Margret Grill, Sr. M. Hilda Andorfer © Marienschwestern
Gedanken aus der Predigt
Adi Trawöger hob die zentrale Aussage des Evangeliums über die zehn Jungfrauen als „die große Hoffnung auf das Reich Gottes, die Gemeinschaft mit Gott“ hervor. „Als vergleichendes Bild erzählt es von Menschen – Jungfrauen – mit einer brennenden Lampe, weil sie auf jemanden warten – letztlich auf die Begegnung mit Gott. Dieses Warten erfüllt das Leben mit Freude, Glanz und Heil. Das gilt für alle Christ:innen. Das Evangelium zeigt Menschen, in denen die Hoffnung lebt, dass eines Tages ihre ganze Lebenswelt verwandelt wird – hin zum Reich Gottes. Und das Licht, das diese Jungfrauen tragen, ist ein Bild dieser Hoffnung. Das Licht weist auf die Hoffnung hin, dass Gott das Leben der Menschen retten wird. Das Evangelium erzählt auch von verlöschenden Lichtern und dass dieses Licht nicht von selbst brennt, es braucht Öl“, erklärte Trawöger. Dies sei Trawöger zufolge eine Anregung, in das eigene Herz zu schauen: „Welche Hoffnungen machen mein Leben lebendig, halten das Licht am Brennen? Vielleicht sind diese Hoffnungen das Öl, eine Spur des Heiligen Geistes. Es gibt große Veränderungen in unserem Leben, unseren Ordensgemeinschaften, die mit Mut angegangen werden müssen. Vielleicht ist in jeder Angst eine versteckte Hoffnung. Jesus gibt uns den Rat, mit all unseren Ängsten, Sehnsüchten und Hoffnungen achtsam umzugehen, weil sie unsere Hoffnung brennen lässt. Herzlichen Glückwunsch an die Jubilarinnen, weil sie durch so viele Jahre und für so viele Menschen Hoffnungsträgerinnen für ein gelingendes Leben sind“, so Trawöger.
Zum einmal Versprochenen stehen
Die Jubilarinnen erneuerten im Festgottesdienst ihre Ordensprofess und bekundeten in Dankbarkeit: „Was ich vor 70, 65, 60 Jahren versprochen habe, dazu stehe ich auch heute.“

Blick in die Feiergemeinschaft, vorne stehend (von li) Sr. M. Leonie Leithner und Sr. M. Agnella Buchmayr © Marienschwestern
Die Professjubilarinnen
Marienschwestern vom Karmel
65 Professjahre
Sr. M. Agnella Buchmayr aus Baumgartenberg
Sr. M. Leonie Leithner aus Pfarrkirchen im Mühlkreis
Sr. M. Ludmilla Fuchs aus Haslach
Sr. M. Theresia Holzner aus Ternberg
Sr. M. Sabina Baumgartner aus Altenberg
Diamantenes Professjubiläum (60 Jahre)
Sr. M. Hilda Andorfer aus Pfarrkirchen/Mühlkreis
Karmelitinnen
70 Professjahre
Sr. M. Immakulata Kosche aus Wolfsberg/Lavanttal
65 Professjahre
Sr. M. Elisabeth Katherl aus Seewalchen/Attersee
Nach dem Fest in der Kirche folgte ein gemütliches Beisammensein der Jubilarinnen und Schwestern mit Verwandten, Weggefährt:innen und Freund:innen im neuen Mutterhaus der Marienschwestern in Bad Mühllacken.
Feier der Erstprofess
Am 23. Juli 2023 feierte die Novizin Sr. M. Raphaela Sommer ihre Erstprofess.
Br. Raphael Maria Peterle Sam. FLUHM stand dem festlichen Gottesdienst in der Klosterkirche des neuen Mutterhauses der Kongregation der Marienschwestern vom Karmel in Bad Mühllacken vor. Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst von einigen Schwestern und von Klara Pilgerstorfer am Hackbrett.
Sr. M. Raphaela Sommer aus Laaben (NÖ) trat 2020 mit 54 Jahren in die Kongregation der Marienschwestern vom Karmel ein. Sie ist Witwe (ihr Mann starb 2008) und Mutter von zwei Kindern (29 und 30). Vor ihrem Eintritt war sie 15 Jahre als Lohnverrechnerin tätig.

Sr. M. Raphaela unterschreibt das Professdokument, neben ihr Br. Raphael Maria Peterle Sam. FLUHM © Marienschwestern
Gedanken aus der Predigt
Dass die Ganzhingabe in der Ordensprofess ein erfülltes Leben aus Liebe bedeutet, wurde in der Predigt besonders deutlich. „Das Leben in der Gemeinschaft fordert zu einem Weg der Heiligkeit heraus und lässt uns innerlich wachsen. Unser Leben ist der Acker in den Gott den guten Samen hineinlegt und wachsen lässt, damit wir reiche Frucht bringen. Es geht darum, den Weg mit Gott entschlossen und in Treue zu gehen. Ihm haben wir uns anvertraut und angetraut. Gottes Liebe kennt keine Grenzen. Sie ist nie selbstverständlich. Diese Liebe verpflichtet uns, über uns selbst hinauszuwachsen“, so Br. Raphael Maria Peterle.

Generaloberin Sr. M. Michaela Pfeiffer überreicht den schwarzen Schleier © Marienschwestern








