Saturday 19. June 2021

Kirchliche Sommertagungen heuer im Bann der Corona-Pandemie

Sommertagungen 2021

Zahlreiche kirchliche Veranstaltungen und Workshops kombinieren in der Ferienzeit trotz mancher Einschränkungen Erholung mit Horizonterweiterung.

Zahlreiche Sommertagungen verschiedenster kirchlicher Veranstalter ermöglichen in der kommenden Ferienzeit wieder die Kombination von Erholung in heimischen Gefilden, Horizonterweiterung weit darüber hinaus und auch von gelebter Spiritualität. Mit Abstand – also unter strenger Beachtung geltender Corona-Schutzbestimmungen – dominieren thematisch dabei heuer, nach vielen Absagen im Vorjahr, die Pandemie und ihre Folgen. Einige der sonst mit "Realpräsenz" durchgeführten Tagungen finden allerdings nur online oder hybrid statt. Anmeldungen sind in vielen Fällen noch möglich. Im Folgenden eine Übersicht über die wichtigsten Angebote mit Links zu den Veranstaltern:

 

Weltkirche-Tagung und Ökumenische Sommerakademie

 

Das allgegenwärtige Thema Nummer eins seit mehr als einem Jahr dominiert auch die sonst im Stift Lambach von den Ordensgemeinschaften Österreichs durchgeführte Weltkirche-Tagung am 3. Juli: "Für ein neues WIR – Auf dem Sprung zu einer neuen Lebensweise" lautet der appellative Titel der via Zoom miterlebbaren Impulse der ReferentInnen Julia Lis (Theologin in Münster), Sr. Anne Beatrice Faye (Philosophin und Theologin im Senegal) und Sr. Birgit Weiler (Fundamentaltheologin in Lima/Peru).

Info: https://www.ordensgemeinschaften.at/artikel/6164-weltkirchentagung-2021

 

Im Vorjahr musste die Internationale Pädagogische Werktagung in Salzburg erstmals seit 70 Jahren abgesagt werden, heuer soll sie laut deren Präsident Prof. Anton A. Bucher von 14. bis 16. Juli unter dem Titel "Nachhaltig leben lernen" pandemiesicher stattfinden. Den Eröffnungsvortrag hält ein meteorologisch versierter Journalist: Andreas Jäger spricht über den Klimawandel und gibt Impulse zum Verstehen und aktiv werden. Dass Bildung für nachhaltige Entwicklung schon im Kindergarten beginnen soll, erklärt am 15. Juli Barbara Benoist-Kosler, Elementarpädagogin in Innsbruck. Am Schlusstag dann gleich zwei Vorträge: Der Linzer Moraltheologe und Umweltreferent Prof. Michael Rosenberger erläutert "Mühen und Glück des Verzichts" und zeigt Suffizienz als Schlüssel zur Nachhaltigkeit auf; ihm folgt P. Johannes Pausch vom Kloster Gut Aich mit "Inputs für eine spirituell-ökologische Lebenshaltung". All diese Vorträge sind wie gewohnt bei einer der wichtigsten pädagogischen Fachtagungen im deutschsprachigen Raum eingerahmt von Diskussions- bzw. Gruppenphasen.

Info: www.bildungskirche.at

 

In ein ähnliches Themenfeld führt die heuer ebenfalls nur online durchgeführte Ökumenische Sommerakademie am 15. Juli. In nur zwei Stunden – von 17 bis 19 Uhr – widmen sich der Wiener Wirtschafts- und Sozialhistoriker em.Prof. Josef Ehmer und die Linzer Theologin Isabella Guanzini dem Thema "Corona: Lernen aus der Krise. Anfrage an die Kirchen." Gemeinsam mit den beiden Vortragenden diskutieren anschließend der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej Cilerdzic, der evangelische Superintendent Gerold Lehner und der Linzer Generalvikar Severin Lederhilger.

Info: https://ku-linz.at/universitaet/aktuelles/detail/22-oekumenische-sommerakademie-corona-lernen-aus-der-krise

 

Die traditionelle Sommerakademie der Katholischen Männerbewegung Österreichs (KMBÖ) findet heuer von 22. bis 24. Juli in St. Pölten statt. Das Thema "Kraftquellen – Mit Gott überspringe ich Mauern" fächern der Pastoraltheologe Paul Zulehner religionssoziologisch und der Prior des Europaklosters Gut Aich, P. Johannes Pausch, spirituell auf. Angeboten wird auch eine Entdeckungsreise "auf den Spuren von Kardinal König ins Pielachtal" und in die Loisium Weinwelt in Langenlois.
Info: https://kmb.dsp.at/sites/www.dsp.at/files/u192/sommerakademie_folder_web.pdf

 

Hybrides Jungfamilientreffen in Pöllau

 

Auf den zwei "G" Gemeinschaft und Glaube basiert das alljährliche Jungfamilientreffen in Pöllau, diesmal von 20. bis 25. Juli in hybrider Form durchgeführt: Die Veranstalter versprechen "Pöllau-Feeling" trotz notwendiger Einschränkungen, das vor Ort in der Oststeiermark, zusammen mit anderen Familien regional oder wo immer digital über Livestream erlebbar sein soll. Das Programm: "Andere Familien treffen, kennenlernen, auftanken, austauschen, ermutigen, zusammen beten, Freundschaften pflegen, die Ehe stärken und Sakramente empfangen. Miteinander feiern!" Die Anzahl der teilnehmenden Familien in Pöllau und in den Regionen ist limitiert, z. B. durch die Platzanzahl in der Kirche.

Info: https://jungfamilien.at/info-kontakt

 

Auch in die östliche Steiermark führen die Vorauer Bibeltage von 21. bis 24. Juli in Dreibach. Im Mittelpunkt steht das Thema "Dem Leben trauen - Auf der Spurensuche nach biblischer Resilienz", dazu referieren der Grazer Theologe Joseph Harg und die Lebens- u. Sozialberaterin Maria Harg. Als geistlicher Begleiter fungiert der emeritierte Propst des Stiftes Vorau, Gerhard Rechberger. (Info: http://www.stift-vorau.at)

 

Akademikertagung mit Anfragen an Europa

 

"Lebenswelten in Bewegung: Anfragen an Europa": So lautet das Thema der internationalen Sommertagung des Katholischen Akademikerinnen- und Akademikerverbandes Österreichs von 1. bis 7. August im katholischen Bildungshaus Sodalitas in Tainach/Tinje (Kärnten). Als Bürgerinnen und Bürger vieler kleiner und größerer Lebenswelten "haben wir gemeinsame Aufgaben und solidarische Verpflichtungen, ob in Familie, Mitwelt und Arbeitswelt, Freizeit- und Konsumwelt, Umwelt und Gesellschaft bis hin zur Nutzung virtueller und konkreter Zufluchtswelten", heißt es in der Ankündigung.

 

Unterschiede zwischen der "analogen", realen Welt und der "digitalen" zeigt die Cybersecurity-Expertin Elisabeth Oswald von der Uni Klagenfurt auf, Sozialpolitikwissenschaftler Josef Weidenholzer analysiert Gefährdungen, Hoffnungen und Chancen im "Sehnsuchtsraum Europa", am 5. August führt eine Exkursion ins "städtebauliche Juwel" Laibach.

Info: https://www.sodalitas.at/veranstaltungen/detail/1788

 

Hochschulwochen erneut nur online

 

Die Salzburger Hochschulwochen werden wie im Vorjahr auch heuer als "smarte digitale Sommerbrise" stattfinden, wie Obmann Martin Dürnberger bekanntgab. Anstelle des ansonsten dichten siebentägigen Programms aus Vorlesungen, Diskussionen und Workshops in der Mozartstadt werde man von 2. bis 8. August ein kostenloses, komprimiertes Online-Programm aus Podcasts, Video- und Livestream-Angeboten zum Generalthema "Was hält uns (noch) zusammen?" bieten. Corona lege dieses Thema quasi nahe, hieß es. Zu behandelnde Fragen seien etwa: "Wer zahlt den Preis für bestimmte Umstellungen - und wie belastbar ist dabei unsere Solidarität? Wie pflegt man Zusammenhalt in einer Krise, in der man sich wechselseitig voneinander abkapselt - und wie flickt man belastete gesellschaftliche Texturen?"

 

Vortragende dazu nennt der Veranstalter noch keine, zu Wort kommen wird jedenfalls der deutsche Jesuit P. Klaus Mertes, dem am 4. August der diesjährige "Theologische Preis" der Salzburger Hochschulwochen verliehen wird. (www.salzburger-hochschulwochen.at)

 

Sommerschluss mit Theologie in Innsbruck

 

Noch ganz im Corona-Modus befindet sich die Internationale Theologische Sommerakademie des Linzer Priesterkreises, die für 30. August bis 1. September in Aigen im Mühlkreis in Aussicht gestellt wurde - als spätsommerliche "Wundertüte" bisher allerdings ohne Thema oder Referenten (www.theologische-sommerakademie.at).

 

Ein dichtes und anspruchsvolles akademisches Programm bieten die 20. Innsbrucker Theologischen Sommertage 2021 am 6. und 7. September an der Katholisch-Theologischen Fakultät in der Tiroler Landeshauptstadt. Heuer geht es um die durch Corona zugespitzten Wechselbeziehungen zwischen "Digitalisierung - Religion - Gesellschaft". Die Digitalisierung sei schon vor dem Ausbruch von Covid-19 ein wichtiges Thema gewesen. In Zeiten von Ausgangssperren und Versammlungsverboten sei der digitale Raum auch für viele davor Internetscheue zu einer neuen Realität geworden. "Wie kann religiöses Leben unter digitalen Voraussetzungen gestaltet werden?" ist eine der gestellten Fragen, und noch breiter: "Wie haben sich Medienwechsel bisher in der Geschichte des Christentums ausgewirkt?" und: "Wie gehen Leiblichkeit und virtueller Raum zusammen?" Zu Wort kommen dazu an der Uni Innsbruck lehrende Theologen.

Info: www.uibk.ac.at/theol/intheso/intheso-2021

 

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