Monday 14. October 2019

Ein „Grüß Gott!“, das alle Menschen in Oberösterreich erreicht

Die Katholische Kirche in Oberösterreich will nah bei den Menschen sein. In den nächsten Tagen kommt sie sogar zu allen OberösterreicherInnen nach Hause: mit dem neuen „Grüß Gott!“-Magazin über Gott und die Welt.

Die Katholische Kirche in Oberösterreich startet mit „Grüß Gott!“ ein Magazinprojekt für alle Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher. Ab 20. September erhält jeder Haushalt in Oberösterreich erstmals das 76-seitige Magazin über Gott und die Welt, das künftig zweimal jährlich erscheinen wird. Bei einer Pressekonferenz im OÖ. Presseclub am 16. September 2019 wurde das neue Magazin vorab den MedienvertreterInnen präsentiert.

 

Kraml, Brandstetter und Vieböck präsentieren das 'Grüß Gott!'-Magazin.

Der Leiter des Kommunikationsbüros, Michael Kraml, Theologin, Hochschul- und Festivalseelsorgerin Stefanie Brandstatter und Herausgeber Wilhelm Vieböck präsentieren das "Grüß Gott!"-Magazin. © Diözese Linz/Appenzeller

 

 

Zeigen, wo Kirche „drin“ ist und was gelebtes Christsein bedeutet

 

„Wir wollen eine Kirche sein, die sich noch mehr für die Menschen öffnet, die aufbricht und zu den Menschen geht – das sehen wir als pastoralen Auftrag, den wir auch in der Fortschreibung der Pastoralen Leitlinien beim Zukunftsweg betonen. Eine Maßnahme, um zu den Menschen zu kommen – sogar bis zu ihnen nach Hause – ist das neue Magazin, mit dem wir allen OberösterreicherInnen ein sympathisches ‚Grüß Gott!‘ sagen möchten.“ So beschreibt Herausgeber Bischofsvikar Wilhelm Vieböck die Intention, die die Katholische Kirche in Oberösterreich mit dem neuen Magazin verfolgt. Es gehe um eine Kontaktaufnahme mit den rund 951.000 KatholikInnen im Bundesland und darüber hinaus mit allen OberösterreicherInnen. Der Kontakt der Menschen zur Kirche gestalte sich sehr unterschiedlich: von Kirchenbeheimatung und intensivem ehrenamtlichen Engagement bis „zu einem öfters dünn gewordenen Faden, der dennoch nicht gerissen ist“, wie Vieböck betont. „Rund 15 Prozent der KatholikInnen in Oberösterreich nehmen aktiv am Pfarrleben teil. Etwa 85 Prozent haben wenig bis keine persönliche Identifikation mit den Inhalten der Katholischen Kirche in Oberösterreich bzw. suchen wenig Kontakt. Besonders mit diesen Menschen möchten wir in Kontakt kommen, um die Beziehung wieder zu stärken.“

 

Herausgeber Bischofsvikar Wilhelm Vieböck.

Herausgeber Bischofsvikar Wilhelm Vieböck ist auch Herausgeber der KirchenZeitung © Diözese Linz/Appenzeller

 

Ziel sei, auf unterhaltsame Weise zu zeigen, wo überall Kirche „drin“ ist – auch dort, wo es vielleicht überrascht. Das Magazin wolle die LeserInnen mitnehmen auf eine Spurensuche, was gelebtes Christsein im Alltag bedeute – und dass das einfacher sei als gedacht, so der Herausgeber. „Christsein heißt ja nicht Christsein innerhalb von Kirchenmauern, sondern mitten im Leben, mitten in der Gesellschaft. Es bedeutet, in Begegnungen, in Gesten, Taten und Worten solidarisch, empathisch, achtsam und liebevoll zu leben – und so im Sinne Jesu mehr Liebe in die Welt zu bringen“, zitierte Vieböck Bischof Manfred Scheuer, der das Editorial für das Magazin verfasst hat.

 

Die drei Ressorts HIMMEL – [HERR]GOTT – SAKRAMENT begleiten auf dieser Spurensuche mit den Fragen: Wie kann ich als Einzelne/r ein Stück Himmel auf Erden ermöglichen? Wo kann ich Gott im Alltag begegnen? Wie kann ich besondere Momente in meinem Leben bewusst begehen und feiern? Vieböck dazu: „Mit dem Magazin möchten wir einfache, aber profunde Zugänge zu Nächstenliebe, Glaube und Sakramenten bzw. Ritualen schaffen.“ Inhaltlich biete das Magazin eine große Weite und sowohl Tiefe als auch „leichte Kost“. Diese thematische Vielfalt entspreche auch dem Motto „Kirche weit denken“ des Zukunftswegs der Katholischen Kirche in Oberösterreich. Vieböcks Wunsch: „Wir würden uns freuen, wenn sich viele Menschen von diesem Magazin und von Kirche überraschen lassen!“

 

Brandstetter, Vieböck und Kraml präsentieren das 'Grüß Gott!'-Magazin.

Brandstetter, Vieböck, Kraml © Diözese Linz/Appenzeller

 

Oberösterreich-Schwerpunkt mit Blick über den Tellerrand

 

„Wir wollen mit dem 76 Seiten starken Magazin, das modern und erfrischend gestaltet ist, ein deutliches Zeichen setzen“, betont auch Michael Kraml, Leiter der diözesanen Kommunikation und Leiter des Magazinprojekts. Zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, wird das Magazin künftig als Regionalmedium mit der Post an knapp 700.000 Haushalte in Oberösterreich verteilt und erreicht damit alle OberösterreicherInnen.

 

Die Inhalte des Magazins richten sich an alle Altersgruppen, so Kraml: „Die Idee ist, dass in einem Haushalt alle Familienmitglieder das Magazin durchblättern, bei einem für sie relevanten Thema ‚hängenbleiben‘ und sich dann darüber austauschen.“ Ein wesentliches Ziel des Magazins: „Die Menschen sollen das Gefühl haben, dass es gut ist, dass es Kirche gibt und dass sie nicht so ‚verstaubt ist‘, wie viele das empfinden. Es soll erfahrbar werden, wofür KatholikInnen ihren finanziellen Beitrag leisten und welche Anliegen und Aufgaben der Katholischen Kirche in Oberösterreich sie damit unterstützen“, unterstreicht der Leiter der diözesanen Kommunikation. Den inhaltlichen Schwerpunkt bilden daher Oberösterreich-Themen, der Blick geht aber auch über den Tellerrand hinaus, weil sich die Katholische Kirche in Oberösterreich „selbstverständlich als Teil der Weltkirche versteht“, so Kraml.

Über Oberösterreich hinaus geht auch die Zusammenarbeit beim Magazinprojekt: Medieninhaberin ist die Diözese Linz, Herausgeber ist Bischofsvikar Wilhelm Vieböck. Die Umsetzung erfolgt mit dem Red Bull Media House, dem führenden Magazinanbieter in Österreich. Gedruckt wird das Magazin von der Druckerei Berger in Horn / Niederösterreich.

 

Kommunikationsbüro-Leiter Michael Kraml.

Michael Kraml zeigt das "Grüß Gott!"-Magazin © Diözese Linz/Appenzeller

 

Eine Festivalseelsorgerin, die wie ein Sicherheitsgurt ist

 

Zu den Menschen geht die Katholische Kirche natürlich nicht nur mit einem Magazin, sondern vorrangig in der Pastoral – und auch das an Orten, wo man es nicht unbedingt erwarten würde. Ein Beispiel für eine solche „nachgehende Seelsorge“ beschreibt Mag.a Stefanie Brandstetter im „Grüß Gott!“-Magazin. Die Theologin und Hochschulseelsorgerin hat einige Jahre als Seelsorgerin bei Summer-Splash-Events in der Türkei gearbeitet, wo tausende junge Leute nach der Matura „abfeiern“. Seit zwei Jahren ist sie Festival-Seelsorgerin und hat unter anderem beim legendären „Woodstock der Blasmusik“ ein offenes Ohr für alle, die sich etwas von der Seele reden möchten. „Das ist immer wieder spannend – die Menschen sind oft überrascht, wenn ich sage, dass ich als junge Frau als Seelsorgerin für die Kirche arbeite“, so Brandstetter mit einem Schmunzeln. Eine oft gestellte Frage: Braucht es wirklich Seelsorge für Events, auf denen die Menschen Party machen? Stefanie Brandstetter antwortet mit einem klaren Ja: „Auch Partymachen ist eine Grenzerfahrung. Die jungen Leute lernen jahrelang auf die Matura hin – und auf einmal sollen sie feiern und wissen, wer sie sein möchten. Genau da entstehen wichtige Gespräche – über Heimweh, Liebeskummer, aber auch über Erfahrungen mit dem Tod. Wenn daheim jemand stirbt und rundherum herrscht Partystimmung, dann ist es gut, wenn jemand zum Reden da ist. Solche Veranstaltungen sind ‚all inclusive‘ – es wird nur für den Leib gesorgt, und für uns ist es wichtig, auch für die Seele zu sorgen.“

 

Festivalseelsorgerin Stefanie Brandstetter.

Die Theologin Stefanie Brandstetter erzählt im Magazin von ihrer Tätigkeit als Festivalseelsorgerin © Diözese Linz/Appenzeller

 

Sie habe sich in ruhigeren Zeiten, wenn niemand ein Gespräch brauchte, manchmal selbst die Frage gestellt, ob ihre Anwesenheit als Seelsorgerin bei solchen Events wirklich notwendig sei. Ihr Chef beim Summer-Splash habe dazu gemeint: „Du bist wie ein Sicherheitsgurt im Auto. Es gibt Zeiten, in denen er nicht gebraucht wird – aber das eine Mal, wenn er gebraucht wird, ist er lebensnotwendig.“ Für Stefanie Brandstetter ist ihre Tätigkeit als Festivalseelsorgerin sinnvoll und spannend, weil sie in ihrem Glauben auch immer wieder herausgefordert wird: „Auf solchen Events begegne ich vielen SkeptikerInnen, mit denen ich diskutiere. Dadurch wachse ich in meinem Glauben.“ Ihren Glauben wolle sie niemandem aufzwingen, denn „jeder Mensch ist Experte für sein eigenes Glaubensleben“. Sie hält es lieber mit dem inzwischen verstorbenen Frère Roger aus Taizé: „Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast – dieses Credo gebe ich weiter.“

 

Das 76-Seiten starke "Grüß Gott!"-Magazin der Katholischen Kirche Oberösterreich geht Mitte September an alle Haushalte in Oberösterreich.
Das 76-Seiten starke "Grüß Gott!"-Magazin der Katholischen Kirche Oberösterreich geht Mitte September an alle Haushalte in Oberösterreich.
Das 76-Seiten starke "Grüß Gott!"-Magazin der Katholischen Kirche Oberösterreich geht Mitte September an alle Haushalte in Oberösterreich.

 

Getauft und Gesandt
Reinhard Fischer

Reinhard Fischer

Ich möchte mit KollegInnen, Ehrenamtlichen und Jugendlichen am Reich Gottes in unserer Welt mit-bauen.
Katholische Kirche in Oberösterreich
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