Tuesday 15. October 2019

„Sei bereit!“ 12. Mai ist Weltgebetstag für geistliche Berufungen

Seit 56 Jahren hält die katholische Kirche weltweit am vierten Sonntag der Osterzeit den Gedanken an Berufungen wach. 2019 steht am Weltgebetstag für geistliche Berufungen Gottes Plan für unser Leben im Zentrum.

Mit dem Welttag für geistliche und kirchliche Berufungen ruft die katholische Kirche in Österreich und weltweit auf, in speziellen Gottesdiensten, bei Wallfahrten, Aktionstagen und Gebetsstunden für geistliche Berufungen zu beten. Geistliche und kirchliche Berufe sollen dadurch bekannter werden.

 

Berufungsgeschichte und Aktionstag in Linz

 

In Linz lädt das Team der Berufungspastoral die Verantwortlichen in den Pfarren ein, diesen Sonntag im Sine der Nachfolge um kirchliche Berufe zu gestalten und in der Predigt von der eigenen Berufungsgeschichte zu erzählen.

 

Die Diözese Linz widmet dem Weltgebetstag am Nachmittag des 10. Mai außerdem einen Aktionstag für Berufungen auf der Linzer Landstraße mit Taize-Gebet und Agape in der Ursulinenkirche. Eine Stunde werden am Freitagnachmittag Kerzen ausgeteilt und die Menschen persönlich eingeladen, in der Ursulinenkirche zu gehen, um die eigenen Anliegen im Gebet vor Gott zu tragen – zum Beispiel auch jene der eigenen Berufung. Um 17 Uhr folgt ein Abendlob in der Ursulinenkirche. Mit Brot und Wein schließt eine Agape an.

 

Am 12. Mai 2019 ist Weltgebetstag für kirchliche und geistliche Berufe

Am 10. Mai, dem Aktionstag in der Diözese Linz vor dem Weltgebetstag für geistliche und kirchliche Berufe, werden auf der Landstraße Kerzen verteilt, es wird eingeladen eine Kerze anzuzünden und für eigene oder geistige Berufe in der Ursulinenkirche zu beten. © CC0 Pixabay/fitzfotos

 

Ein christlicher Lebensstil fordert die ganze Existenz
 

Das heurige Motto „Sei bereit!“ rufe einen christlichen Lebensstil in Erinnerung, der die ganze Existenz herausfordere, sagt Bischof Wilhelm Krautwaschl. Er ist zuständige Bischof für Berufungspastoral in der österreichischen Bischofskonferenz und zuständiger Bischof für das Canisiuswerk. „Auf dem Sprung zu sein, ist eine der Haltungen eines Menschen, die seine Bereitschaft zum Ausdruck bringt, im Jetzt, im Heute und Hier zu leben. Ein solcher Lebensstil der Bereitschaft, des Risikos, des sich ständig Hinauswerfens ist eine Wesensstruktur christlichen Seins und damit auch all jener, die sich in der Kirche fragen, ob ein sogenannter geistlicher Beruf der Weg für sie wäre.“ So ein Leben sei und werde zunehmend eines, das die ganze Existenz herausfordere und daher auch eines, das aus sich zur Verkündigung und zum Zeugnis werde. „Doch solche Menschen braucht unsere Welt dringend!“, formuliert es Krautwaschl in seinen Predigt-Gedanken zum Weltgebetstag für geistliche und kirchliche Berufungen.

 

Predigt-Gedanken von Bischof Wilhelm Krautwaschl

 

Jugendliche bei Lebensentscheidungen begleiten

 

Papst Franziskus ruft in seiner Botschaft zum Weltgebetstag für die geistlichen Berufungen zur Begleitung von Jugendlichen bei Lebensentscheidungen auf. Der Ruf Gottes könne Menschen zu „Trägern der Verheißung“ machen. Der Papst hob auch den „Mut zur Entscheidung“ hervor, der einem Menschen dabei abverlangt werde. Berufungsgeschichten beinhalteten stets die „Überraschung einer Begegnung“ und die Ahnung einer verheißenen Freude, die zu einem „erfüllten Leben“ führe, so der Papst. Zum Weltgebetstag forderte Franziskus zum gemeinsamen Gebet auf, „dass Er uns seinen Plan der Liebe für unser Leben entdecken lässt und uns den Mut gibt, den Weg zu wagen, den er uns von jeher zugedacht hat“.
 

Botschaft des Papstes zum 56. Weltgebetstag im Wortlaut

 

Welchen Plan hat Gott für mein Leben? © CC0 Pixabay/Pexels; © CC0 Pixabay/picjumbo 

 

1964 ins Leben gerufen

 

Der Weltgebetstag für geistliche Berufungen wurde 1964 von Papst Paul VI. initiiert. Er findet immer am vierten Sonntag der Osterzeit statt und sieht sich der Forderung Jesu im Lukasevangelium (Lk 10,2) verpflichtet, „den Herrn der Ernte um Arbeiter für seine Ernte zu bitten“. Hintergrund ist die Bitte um geistliche Berufungen – d.h. um die Berufung von Priestern und Ordensleuten, deren Zahl speziell in Europa seit Jahren rückläufig ist. In Österreich gibt es rund 2.100 Diözesan- und 1.500 Ordenspriester sowie rund 4.300 Ordensleute.


Neben diesem Schwerpunkt im Jahr werden in der Berufungspastoral aber auch während des ganzen Jahres Impulse und Aktivitäten gesetzt, u.a. durch Informationsveranstaltungen, Gebetskreise sowie Einladungen von Priestern und Ordensleuten.


Der Vatikan veröffentlicht dazu jeweils eine Botschaft des Papstes. In Österreich wird der Weltgebetstag vom Canisiuswerk vorbereitet und begleitet.

 

www.priester-werden.at

www.dioezese-linz.at/berufungspastoral

www.canisius.at

www.ordensgemeinschaften.at

 

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Getauft und Gesandt
Anneliese Schütz

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