Appell für Frieden, Diplomatie und humanitäre Hilfe im Nahen Osten
Mit großer Besorgnis verfolge er die dramatischen Entwicklungen in diesen Stunden, sagte der Papst am Sonntag auf dem Petersplatz. „Stabilität und Frieden lassen sich nicht durch gegenseitige Drohungen oder durch Waffen, die Zerstörung, Leid und Tod bringen, erreichen, sondern nur durch einen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog.“ Angesichts der Gefahr einer Tragödie von enormem Ausmaß appellierte das Kirchenoberhaupt an alle Beteiligten, ihre moralische Verantwortung wahrzunehmen und die Spirale der Gewalt zu stoppen, bevor sie in einen unüberwindbaren Abgrund führe. Die Diplomatie müsse ihre Rolle wiederfinden und das Wohl der Völker fördern, die sich nach einem friedlichen Zusammenleben auf der Grundlage der Gerechtigkeit sehnten.
Parallel hat Pax Christi International in einer aktuellen Erklärung die jüngsten militärischen Angriffe im Iran – darunter auch Luftschläge der USA und von Israel – scharf verurteilt. Die Bewegung betont, dass jede Form von Gewalt Angst, Zerstörung und menschliches Leid in der gesamten Region verbreite und ruft die internationale Gemeinschaft auf, die Feindseligkeiten sofort zu de-eskalieren, internationales Recht zu respektieren und zu Verhandlungen zurückzukehren. Frieden könne nicht mit Gewalt erzwungen werden, sondern nur durch Respekt vor Menschenwürde, Dialog und die Achtung des Völkerrechts – eine Haltung, die den Appell des Papstes zur Rückkehr zur Diplomatie und zum Schutz von Zivilisten ausdrücklich unterstützt.
Die Eskalation trifft vor allem die Zivilbevölkerung, kritisiert zudem die Caritas Österreich: Millionen Menschen seien in akute Not geraten. Flucht, Angst und Versorgungsengpässe drohten zur Lebensrealität zu werden. „Ohne Diplomatie gibt es keinen Schutz für die Menschen vor Ort“, betont Caritas-Vizepräsident Alexander Bodmann. Es brauche ein klares politisches Bekenntnis Europas zur Verhinderung weiterer Eskalation und zum Ausbau gezielter humanitärer Hilfe.
Während die Caritas lebenswichtige Hilfe leistet, etwa im Libanon mit medizinischer Versorgung, Lebensmitteln und Nothilfemaßnahmen, rufen alle Beteiligten zum Schutz der Zivilbevölkerung und zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts auf. Pax Christi International lädt zudem Glaubens- und Friedensgemeinschaften weltweit ein, sich dem Gebet und Engagement für einen gerechten und gewaltfreien Frieden anzuschließen, der weit über Waffenstillstände hinausgeht und die Würde jedes Menschen achtet.