Freitag 15. Februar 2019

ÖsterreicherInnentreffen beim Weltjugendtag in Panama

Am 22. Jänner 2019 starteten im Instituto Tecnico Don Bosco in Panama etwa 150 österreichische PilgerInnen mit Bischof Wilhelm Krautwaschl gemeinsam in den Weltjugendtag in Panama.

Es ist das dritte Mal, dass der Weltjugendtag in Lateinamerika stattfindet. Frühere Austragungsorte waren Buenos Aires (1987) und Rio de Janeiro (2013). Mit rund 150.000 angemeldeten Gästen liegt das aktuelle Treffen – der 34. Weltjugendtag bisher – unter den ursprünglichen Teilnehmererwartungen. Die OrganisatorInnen führen dies insbesondere auf die durch Bandenkriminalität angespannte Sicherheitslage in Mittelamerika zurück. Aus Österreich sind 200 PilgerInnen in Begleitung des Grazer Bischofs Wilhelm Krautwaschl nach Panama gereist.

 

Tolle Stimmung herrschte beim traditionellen ÖsterreicherInnen-Treffen, das vor dem offiziellen Beginn des 34. Weltjugendtages in Panama stattfand. Neben Konsulin Reinhilde Monsberger und Vizekonsulin Nicole Bran war auch Botschafterin Marianne Feldmann aus Kolumbien anwesend und richtete auch ein Grußwort an die jungen PilgerInnen. Sogar ein paar in Panama lebende ÖsterreicherInnen waren gekommen, um die Jugendlichen willkommen zu heißen und kennenzulernen. Insgesamt leben in Panama etwa 200 ÖsterreicherInnen – also etwa gleich viele, wie junge PilgerInnen nun aus Österreich zum Weltjugendtag 2019 gekommen sind.

 

Passend zum Motto dieses Weltjugendtages („Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast“) erzählte Bischof Wilhelm Krautwaschl den Jugendlichen von seinem Weg und seiner Berufung. Er berichtete den Jugendlichen nicht nur, wie er dazu kam, ins Priesterseminar einzutreten, sondern auch von seinen Fragen und Krisen und wie ihn das Gebet und die Gemeinschaft mit anderen bestärkt haben, trotzdem seinen Weg weiterzugehen. Bischof Krautwaschl: "Ich freue mich, dass die österreichischen Jugendlichen, auch wenn sie sonst während des Weltjugendtags in verschiedenen Gruppen verstreut sind, bei diesem Treffen zusammenkommen. Und ich kann bei diesen Treffen auch immer wieder erleben, wie ansteckend der Glaube sein kann – und frage mich, warum das bei uns zu Hause oft nicht so ist."

 

ÖsterreicherInnen-Treffen beim Weltjugendtag 2019 in Panama

Junge ÖsterreicherInnen mit Bischof Krautwaschl beim Weltjugendtag 2019 in Panama. © Sylvia Buhl

 

Jugendbischof Stephan Turnovszky, der nicht persönlich am Weltjugendtag teilnehmen kann, richtete in einer Videobotschaft einige Grußworte an die jungen PilgerInnen, gab ihnen Tipps und wünschte ihnen einen gesegneten Weltjugendtag. Er hat den Pilgern auch sein Gebet zugesagt. 

 

Anschließend fand eine eucharistische Anbetung statt. So wurde gleich umgesetzt, was Jugendbischof Turnovszky in seiner Videobotschaft betont hatte: Es ist wichtig, nicht nur über Gott zu reden, sondern auch mit ihm zu sprechen. 

 

Zum Abschluss des Treffens konnten sich die TeilnehmerInnen noch mit Essen und Getränken stärken, bevor sie zum Eröffnungsgottesdienst mit Erzbischof Ulloa aufbrachen, der am Dienstagnachmittag stattfand. Einem besonderen Geburtstagskind gratulierten die österreichischen Jugendlichen aus der Ferne: Kardinal Christoph Schönborn, der am 22. Jänner seinen 74. Geburtstag feierte, durfte sich über eine Grußbotschaft und ein Ständchen per Video freuen. 

 

 

"Ihr seid eine neue Kirche, eine Kirche der Hoffnung"

 

Mit einer großen Eröffnungsmesse unter freiem Himmel begann am 22. Jänner 2019 in Panama-Stadt der katholische Weltjugendtag begonnen. Erzbischof José Domingo Ulloa Mendieta dankte den Jugendlichen aus aller Welt für ihr Kommen. "Ihr seid eine neue Kirche, eine Kirche der Hoffnung", rief er den nach Schätzungen rund 75.000 teilnehmenden jungen Gläubigen auf der Uferpromenade von Panama-Stadt zu. Panama empfange sie mit offenen Armen und Herzen, "damit jeder von euch eine Begegnung mit Jesus erlebt".

 

Der Erzbischof erinnerte an die Perspektivlosigkeit vieler junger Menschen in Lateinamerika. Viele wählten die Migration, um ihre Hoffnungen in anderen Ländern zu verwirklichen. Dabei würden sie von Drogen- und Menschenhandel bedroht. Besonders hob Ulloa auch die Situation der Indigenen hervor, jener, die durch schwierige Umstände zur Migration gezwungen seien sowie der Opfer von Gewalt, Armut oder Kriminalität. Die Jugendlichen rief er auf, sich nicht indoktrinieren zu lassen und keinem "falschen Glück" zu folgen, das nur in Verzweiflung enden könne. Die Begegnung mit Jesus vermittle dagegen wahres Glück.

 

Ulloa appellierte an die JugendtagspilgerInnen, ihre Vision von einer besseren Welt niemals aufzugeben. "Die Kirche vertraut auf euch als Protagonisten der Veränderung." Die Jugendlichen müssten eine Führungsrolle im Kampf für Gerechtigkeit übernehmen und sollten sich dabei an der christlichen Soziallehre orientieren. "Habt den Mut, Heilige zu sein in der heutigen Welt", so der Erzbischof. Die Jugendlichen sollten ihre Vision von einer besseren Welt nicht aufgeben, denn: "Wir hören erst dann auf, jung zu sein, wenn wir zu träumen aufhören." Gemeinsam gelte es eine "Revolution der Liebe" in die Wege zu leiten.

 

PanamaIn In Panama findet der diesjährige Weltjugendtag statt. © Julianza / www.pixabay.com CC0 1.0

 

Der Papst beim Weltjugendtag

 

Am Mittwoch, 23. Jänner landet auch Papst Franziskus in Panama-Stadt. Bis Sonntag, 27. Jänner 2019 wird er an den wichtigsten Programmpunkten teilnehmen, darunter eine Willkommensfeier an der Küstenpromenade, ein Kreuzweg und als Höhepunkt und Abschluss eine Feier unter freiem Himmel am Samstagabend und eine Messe am Sonntag. Zudem besucht Franziskus ein Jugendgefängnis und eine Einrichtung für Aids-Kranke.

 

Papst Franziskus

Für Papst Franziskus ist es der dritte Weltjugendtag. © Diözese Linz / Stefano Spaziani

 

34. Weltjugendtag in Panama

 

Im mittelamerikanischen Panama geht von 22. bis 27. Jänner 2019 mit dem internationalen Weltjugendtag und rund 150.000 angemeldeten DauerteilnehmerInnen aus knapp 100 Ländern weltweit die weltkirchliche katholische Großveranstaltung des Jahres über die Bühne. Papst Franziskus trifft am 23. Jänner zu dem Glaubensfest in Panama-Stadt ein und leitet mehrere große Feiern. Auch aus Österreich sind über 200 Jugendliche, begleitet vom Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl, über den Atlantik zu dem Treffen gereist. Für Papst Franziskus ist es der dritte Weltjugendtag nach Rio (2013) und Krakau (2016) und gleichzeitig seine 26. Auslandsreise außerhalb Italiens.

Neben Gottesdiensten und Katechesen werden den jungen ChristInnen Konzerte, Diskussionsrunden und Workshops geboten. Das Treffen steht unter dem Motto "Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast". Der biblische Vers bezieht sich auf die Berufung der Gottesmutter Maria.

Der Höhepunkt des Glaubensfestes findet am 26. und 27. Jänner statt. Am Samstagabend versammeln sich die Jugendlichen aus aller Welt zu einer Vigil, einem abendlichen Gebet mit dem Papst. Nach einer Übernachtung unter freiem Himmel feiert Franziskus am Sonntag mit allen Teilnehmern die Abschlussmesse.

Der Weltjugendtag (WJT) geht auf eine Initiative des heiligen Johannes Paul II. (1978-2005) zurück. Der jeweilige Papst lädt junge ChristInnen aus aller Welt zur Begegnung ein. Ziel ist es, jungen Menschen die Gelegenheit zu geben, das "junge und aktuelle Geheimnis der Kirche im gemeinschaftlichen Erlebnis von Pilgerfahrt, Gebet, Meditation und Gottesdienst zu entdecken". Im Wechsel werden die Weltjugendtage in kleinerem Rahmen in den Diözesen vor Ort organisiert und alle zwei bis drei Jahre als weltweites Großtreffen.

 

Mirjam Nekolar / Katholische Jugend Österreich | Kathpress

 

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