Mittwoch 21. November 2018

Vizerektor an der diözesanen Pädagogischen Hochschule wird neuer oö. Bildungsdirektor

Bei einer Pressekonferenz im Linzer Landhaus wurde am 22. Juni 2018 Prof. Mag. Dr. Alfred Klampfer als neuer Bildungsdirektor für Oberösterreich präsentiert. Klampfer war bisher Vizerektor an der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz.

Die von der damaligen Bundesregierung 2017 beschlossene Bildungsreform wird in
Oberösterreich Schritt für Schritt umgesetzt. Mit der Bestellung des Bildungsdirektors
erfolgt ein wichtiger Schritt. „Die Bildungsreform bietet etwa im Bereich der
Schulautonomie auch große Chancen. Bereits jetzt arbeitet eine Arbeitsgruppe an der
genauen Umsetzung, künftig soll die Bildungsdirektion maßgebliche Impulse setzen,
diese Chancen wahrzunehmen und die Vorgaben bestmöglich umzusetzen“, so
Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.

 

Mit dem Bildungsreformgesetz 2017 wurde die Grundlage für die Neustrukturierung
der Behördenorganisation auf dem Gebiet des Schulwesens geschaffen. Die
Regelungen für die Bildungsdirektionen treten mit 1. Jänner 2019 in Kraft. An der Spitze
der Bildungsdirektion steht in Zukunft der Bildungsdirektor, der vom zuständigen
Bundesminister im Einvernehmen mit dem Landeshauptmann für fünf Jahre bestellt
wird.


Die Kandidaten mussten sich einer fünfköpfigen Kommission stellen. Je zwei Mitglieder
bestellten das Bildungsministerium und das Land, der Vorsitzende wurde im
Einvernehmen zwischen Bund und Land ausgewählt. Auf der Basis der Gutachten der
Kommission übernimmt Dr. Alfred Klampfer mit 1. August 2018 die Leitung des
Landesschulrates für Oberösterreich.

 

Der 53-jährige gebürtige Greiner folgt damit dem bisherigen Landesschulratspräsidenten
Fritz Enzenhofer nach. Dr. Alfred Klampfer, bisher Vizerektor an der
Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz, ist dort unter anderem für die Fort- und Weiterbildung zuständig und für das Zentrum für Interreligiöses Lernen,
Migrationspädagogik und Mehrsprachigkeit.

 

Neben der Behördenleitung bringt die Bildungsdirektion auch Änderungen in der
politischen Verantwortung mit sich. „An der Spitze der Bildungsdirektion in
Oberösterreich kann der Landeshauptmann stehen. Ich habe mich jedoch entschieden,
Bildungslandesrätin Mag.a Christine Haberlander mit der Ausübung dieser Funktion zu
betrauen. Die Bildungsagenden in einer Funktion zusammenzuführen, also
Landeszuständigkeiten und die Spitze der Bildungsdirektion, ist eine nachhaltige und
vernünftige Lösung“, so Stelzer.

 

V. l.: Prof. Mag. Dr. Alfred Klamper, Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, Landesrätin Mag.a Christine Haberlander

V. l.: Prof. Mag. Dr. Alfred Klampfer, Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, Landesrätin Mag.a Christine Haberlander. © Land OÖ / Sabrina Liedl

 

Bildungs-Schwerpunkte für die kommenden Jahre


„Bildung ist ein zentraler Verantwortungsbereich für das Land OÖ. Bei der
Bildungsreform geht es aber um viel mehr als nur um strukturelle Veränderungen. Wir
freuen uns, dass mit Herrn Dr. Klampfer ein verantwortungsvoller und
zukunftsweisender Bildungsdirektor ausgewählt wurde, der durch seine langjährige
berufliche Erfahrung gewohnt ist, Schulentwicklungsprozesse umzusetzen, Lehrerinnen
und Lehrer bestmöglich zu begleiten und er bringt auch die geforderten
Managementfunktionen mit.


Im Bildungsbereich geht es aber vor allem darum, die Schülerinnen und Schüler heute
für die Herausforderungen von morgen fit zu machen, sie für die Zukunft vorzubereiten
und ihnen auch das notwendige Rüstzeug mitzugeben, um diese Aufgaben sicher
bewältigen zu können. Hier stehen wir zweifellos vor großen Herausforderungen“, so
Landeshauptmann Stelzer und Bildungs-Landesrätin und künftige Präsidentin
Mag.a Christine Haberlander.


Zum einen soll in Oberösterreich die Digitalisierung vorangetrieben werden, zum
anderen sind die Grundkompetenzen der Schülerinnen und Schüler auch weiterhin zu
stärken. Wesentlich ist hier, Schulen, sowohl die Pädagoginnen und Pädagogen, als
auch die Schülerinnen und Schüler und die Eltern mit der Wirtschaft enger zu
vernetzen. Das heißt, das Bildungssystem für die Wirtschaft zu öffnen. Darüber hinaus
sind noch verstärkt Anstrengungen für die Begeisterung für MINT-Fächer notwendig.

„Für mich gilt es trotz der letzten erfreulichen Ergebnisse, beispielsweise bei den
Bildungsstandards in Naturwissenschaft und Mathematik, nicht auf dem Status Quo
stehenzubleiben. Besonders wichtig ist es mir, gemeinsam mit dem neuen
Bildungsdirektor nachhaltige Schwerpunkte in den kommenden Jahren zu setzen.“

 

 

Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt stellen


„Ich freue mich sehr, dass ich diese verantwortungsvolle Funktion im Schulwesen
ausüben darf. Oberösterreich hat sich in den vergangenen Jahren im österreichischen
Bildungsbereich gut entwickelt. Das ist nicht nur ein Verdienst der Schülerinnen und
Schüler, sondern vor allem der Pädagoginnen und Pädagogen“, so der künftige
Bildungsdirektor.


„Die Bildungsreform gehört in Oberösterreich mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
gut umgesetzt. Entscheidend ist bei all unseren Überlegungen, die Schülerinnen und
Schüler in den Mittelpunkt zu stellen“, so Klampfer. „Generell geht es mir in den
kommenden Jahren darum, dass in Oberösterreich höchst qualitätsvolle Bildung
angeboten wird, die sowohl das Erwerben von Kompetenzen als auch die Stärkung der
jugendlichen Person in den Mittelpunkt stellt.“

 

 

Freude über Ernennung Klampfers

 

Franz Asanger, Direktor des Schulamtes der Diözese Linz, zur Ernennung  von Alfred Klampfer: „Ich freue mich sehr über die Ernennung von Alfred Klampfer zum Bildungsdirekor. Schon als Vizerektor unserer Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz konnte er mit seinem angenehmen Wesen, seiner umfangreichen Sachkenntnis und seiner strukturierten Vorgangsweise überzeugen. Durch seine Tätigkeit an der Hochschule hat er auch die Zukunft im Bildungsbereich gut im Blick und ein Gespür für die Schlüsselfrage, wie wir zu guten Lehrerinnen und Lehrern kommen. Ich wünsche Alfred Klampfer von ganzem Herzen alles Gute für seine neue Tätigkeit.“

 


Zur Person Prof. Mag. Dr. Alfred Klampfer

 

Prof. Mag. Dr. Alfred Klampfer ist im Mühlviertel aufgewachsen. Nach der Lehre als
Bürokaufmann absolvierte er das Lehramtsstudium für Hauptschulen und
Polytechnische Schulen für die Fächer Mathematik, Physik/Chemie, Geometrisch
Zeichnen und Informatik an der Pädagogischen Akademie der Diözese Linz. Mehr als
20 Jahre unterrichtete er an Pflichtschulen im Bezirk Perg, an der Höheren Lehranstalt
für Kommunikation und Mediendesign Freistadt sowie in der Erwachsenenbildung.

 

Sowohl ein Magisterstudium als auch ein Doktoratsstudium an der Technischen
Universität Dresden im Bereich Erziehungswissenschaften – Bildungstechnologie
wurden nebenberuflich erfolgreich abgeschlossen.


In den letzten sechs Jahren war er Vizerektor für die Fort- und Weiterbildung,
Medienbildung und IKT, das Beratungszentrum sowie das Zentrum für Interreligiöses
Lernen, Migrationspädagogik und Mehrsprachigkeit an der Privaten Pädagogischen
Hochschule der Diözese Linz.

 

V. l.: Prof. Mag. Dr. Alfred Klampfer, Landesrätin Mag.a Christine Haberlander, Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer

Vizerektor Prof. Mag. Dr. Alfred Klampfer © Andreas Röbl          


Mit der Leitung der Bildungsdirektion übernimmt Dr. Alfred Klampfer eine Behörde, die
für fast 1.000 Schulen, 20.000 Lehrerinnen und Lehrer sowie ca. 200.000 Schülerinnen
und Schüler im Land zuständig ist. Dieser gemeinsamen Bund-Länder-Behörde obliegt
die Vollziehung des gesamten Schulrechtes für öffentliche Schulen einschließlich der
Qualitätssicherung, der Schulaufsicht sowie des Bildungscontrollings, und die
Vollziehung des Dienstrechtes und des Personalvertretungsrechtes der Lehrer für
öffentliche Schulen und der sonstigen Bundesbediensteten an öffentlichen Schulen.

 

Oö. Landeskorrespondenz 22. Juni 2018

Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

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