Sunday 28. February 2021

Auslandseinsätze 2017: Mehr als 500.000 Stunden für eine bessere Welt

Die Zahlen sprechen für sich: 404 ÖsterreicherInnen gingen 2017 freiwillig auf Auslandseinsatz. Das sind um sechs Prozent mehr VolontärInnen als im Vorjahr und zeigt die steigende Popularität dieses Engagements.

In der Auswertung der Rückmeldungen von 36 Entsendeorganisationen wurden jene Einsätze des Jahres 2017 berücksichtigt, die mindestens drei Monate dauerten und im Bereich Soziales, Entwicklung oder Menschenrechte stattfanden. „Ein Freiwilligeneinsatz ist ein mutiges Schauen über den Tellerrand und ein intensiver Lernprozess, der den interkulturellen Austausch und das Verständnis für globale Zusammenhänge stärkt. Diese bereichernde Erfahrung ist jedem Menschen nur wärmstens ans Herz zu legen“, so Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt.

 

 

Internationale Verbundenheit


Ein Blick auf die Weltkarte zeigt, wo es für die meisten Freiwilligen 2017 hinging: Die beliebtesten Einsatzländer waren Uganda, Ecuador und Kenia. Circa zwei Drittel der Freiwilligendienste wurden in Asien, Amerika, Ozeanien und allen voran in Afrika durchgeführt. „Ein Großteil der Einsätze findet in Regionen statt, wo besonders viele Menschen in Armut leben“, bestätigt Heiserer. „Besonders positiv: Viele Freiwillige sind auch nach ihrem Einsatz in Österreich aktiv und tragen mit ihren internationalen Erfahrungen eine verbindende und friedensstiftende Botschaft in unsere Gesellschaft.“

 

 

Zwei Drittel der Freiwilligen weiblich


Auslands-VolontärInnen sind in der Regel gut gebildet: 95 Prozent können eine Matura oder einen Universitätsabschluss vorweisen, weniger als fünf Prozent haben eine Lehre abgeschlossen. Am häufigsten engagieren sich VolontärInnen in sozialen Bereichen mit Kindern und Jugendlichen. Außerdem sind sie in Bildung und Medizin, in der Menschenrechtsarbeit, der Administration sowie in Handwerk und Technik tätig. Was das Alter der Freiwilligen betrifft, engagieren sich Menschen aller Generationen – die jüngsten sind 17, die ältesten 73 Jahre alt. Die deutliche Mehrheit der Freiwilligen (84,3%) ist jedoch zwischen 18 und 25 Jahre alt. Auch bei der Geschlechterverteilung gibt es eine klare Tendenz: Rund zwei Drittel der internationalen Freiwilligen sind weiblich.

 

Die 26-jährige Maria Hanzal arbeitete 2017 als ehrenamtliche Ergotherapeutin in einem Kinderdorf in Honduras

Die 26-jährige Maria Hanzal arbeitete 2017 als ehrenamtliche Ergotherapeutin in einem Kinderdorf in Honduras. © NPH

 

Gemeinsam für eine bessere Welt


„Ich freue mich, dass immer mehr junge Menschen einen Einsatz wagen. Denn von einem Auslandsaufenthalt kommt man mit neuen Ideen und Impulsen zurück“, ist Martin Ledolter, Geschäftsführer der Austrian Development Agency (ADA) überzeugt: „Horizonterweiterung ist wichtig, weil wir es nur gemeinsam schaffen werden, die Welt für alle zu verbessern.“ Die ADA unterstützt die Plattform WeltWegWeiser finanziell und förderte 2017 insgesamt rund 200 Freiwilligeneinsätze mit 580.000 Euro.

 

 

Längere Einsätze machen Sinn


Besonders gefördert werden längere Einsätze. Im Jahr 2017 dauerte beinahe jeder zweite Einsatz zehn bis zwölf Monate. Für längere Freiwilligendienste spricht sich auch Bernhard Morawetz, Koordinator von WeltWegWeiser, aus: „Um die Einsätze nachhaltiger zu gestalten, fördern wir finanziell alle VolontärInnen, die mindestens drei Monate in den Ländern des globalen Südens mitarbeiten.“ WeltWegWeiser unterstützt außerdem Menschen mit Behinderungen auf der Suche nach der passenden Entsendeorganisation.

Den kompletten Bericht „Internationale Freiwilligeneinsätze 2017 in Zahlen“ inklusive aller Statistiken und Grafiken können Sie hier herunterladen: www.weltwegweiser.at/freiwilligeneinsaetze-2017

 

www.weltwegweiser.at

www.jugendeinewelt.at/engagement

 

Angelika Gerstacker | Jugend Eine Welt

Katholische Kirche in Oberösterreich
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