Samstag 26. Mai 2018

12. Februar: Welttag gegen den Einsatz von Kindersoldaten

Jugend Eine Welt appelliert anlässlich des Welttags gegen den Einsatz von Kindersoldaten an die österreichische Bundesregierung, ein EU-Waffenembargo gegen die Jemen-Konfliktparteien zu unterstützen.

Das EU-Parlament hat ein solches Embargo schon mehrfach gefordert, zuletzt am 29. November 2017 mit einer Resolution, die von einer großen Mehrheit von Abgeordneten unterstützt wurde (539 Abgeordnete gegenüber nur 13 Nein-Stimmen und 81 Enthaltungen). Der seit drei Jahren tobende Konflikt hat nicht nur eine riesige humanitäre Krise ausgelöst – mehr als 22 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen – im Rahmen des Jemen-Konflikts sind auch mehrere tausend Kindersoldaten im Einsatz.

Meritxell Relano, die Jemen-Beauftragte von UNICEF, bezifferte die Anzahl der seit 2015 im Jemen eingesetzten Kindersoldaten kürzlich auf 2.369 und wies darauf hin, dass die tatsächliche Zahl wahrscheinlich sogar noch um ein Vielfaches höher sei. Kinder werden ab einem Alter von 11 Jahren von sämtlichen Kriegsparteien rekrutiert.

 

 

20 Länder auf „Liste der Schande“


20 Länder stehen auf der „Liste der Schande“, die die Vereinten Nationen im Oktober 2017 im Zusammenhang mit Kindern in bewaffneten Konflikten herausgaben und die 4.000 Menschenrechtsverletzungen durch Regierungstruppen und mehr als 11.500 durch nicht-staatliche bewaffnete Gruppen dokumentiert. Unter den Ländern, in denen besonders viele Minderjährige als Soldaten rekrutiert werden, sind neben dem Jemen auch Afghanistan, die Demokratische Republik Kongo, Myanmar, Nigeria, Somalia, Syrien und der Sudan. Besonders besorgniserregend: die Anzahl der Kinder, die im Berichtszeitraum 2016 in Nordafrika und dem Nahen Osten rekrutiert wurden, hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt und diese Tendenz setzte sich auch 2017 ungebrochen fort. Einen großen Anteil an dieser Entwicklung haben Terrorgruppen wie der „Islamische Staat“ oder „Boko Haram“, die Kinder und Jugendliche u. a. gezielt als Selbstmordattentäter einsetzen.

 

Pater Dominique Kubuya mit jungen Schützlingen in Goma

Pater Dominique Kubuya mit jungen Schützlingen in Goma. © SDB Goma

 

"Wir lassen die Kinder wieder träumen"


Jugend Eine Welt unterstützt in mehreren Ländern Don Bosco-Hilfsprojekte für ehemalige Kindersoldaten, darunter in Kolumbien, Sri Lanka und der Demokratischen Republik Kongo. Im Straßenkinderprojekt "Don Bosco Gahinja" in Goma werden täglich mehrere hundert Kinder versorgt, darunter viele frühere Kindersoldaten. "Die Kinder, die zu uns kommen, sind häufig extrem verwundet“, so Salesianerpater Dominique Kubuya und berichtet von einem Jungen, der mit neun Jahren zu Don Bosco kam. Davor hatte er zwei Jahren in einer Rebellen-Armee verbracht, war Zeuge schlimmster Verbrechen geworden und selbst zum Dieb geworden. „Er hat eine Ausbildung zum Maurer gemacht und sich wirklich verändert. Heute ist er 15 Jahre und man kann ihm wieder vertrauen“, freut sich Pater Dominique. Das Wichtigste sei, den Kindern wieder die Erfahrung der Liebe zu geben. „Wir geben ihnen Hoffnung und lassen sie wieder träumen."



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Angelika Gerstacker | Öffentlichkeitsarbeit Jugend Eine Welt

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