Mittwoch 20. September 2017

Neuer Bildband über Stift Kremsmünster erschienen

Der neue Bildband stellt Geschichte und Sehenswürdigkeiten des Stiftes Kremsmünster zusammen mit der benediktinischen Botschaft dar. Bei der Buchpräsentation am 11. August 2017 sprach Abt Ambros Ebhart von einer „eindrucksvollen Dokumentation des Klosters als geistliches Zentrum“.

Bei der Buchpräsentation am 11. August 2017 im Wintersaal des Stiftes Kremsmünster erinnerte Abt Ambros an seine Wahl vor zehn Jahren. Damals kündigte er an, das Stift Kremsmünster während seiner Amtszeit als geistliches Zentrum auszubauen. In diesem Zusammenhang sei das neue Buch zu sehen. Das Buch sei eine Dokumentation dessen, was seit 1.240 Jahren an diesem Ort gelebt und bezeugt werde. Abt Ambros: „Mir war wichtig, dass das neue Buch über das Stift Kremsmünster nicht nur eine Darstellung der Kunst und Architektur ist, sondern auch das geistliche Leben beleuchtet.“ Die letzte Gesamtdarstellung über das Stift Kremsmünster gab es genau vor 40 Jahren, zum 1.200-Jahr-Jubiläum des Stiftes Kremsmünster (gegründet 777 durch Bayernherzog Tassilo). Damals ging es ausschließlich um die Geschichte des Stiftes und die Aufgaben. Das Leben der Mönche und die benediktinische Botschaft wurden als gegeben und selbstverständlich vorausgesetzt.

 

Abt Ambros Ebhart, Dr. Helmut Obermayr, P. Benno Wintersteller, Dr. Christian Brandstätter, P. Bernhard Eckerstorfer
Abt Ambros Ebhart präsentiert das neue Buch über das Stift Kremsmünster
Buchpräsentation im Wintersaal.
© Stefan Kerschbaumer


Stift Kremsmünster als Ort des Staunens


Der Wiener Verleger Dr. Christian Brandstätter ging bei der Vorstellung von seinen eigenen Schulerfahrungen im Stift Kremsmünster aus: „In meiner Schulzeit wurde mir von den Patres das Staunen beigebracht.“ Er habe das Stift Kremsmünster als Schatzhaus erlebt, durch das ihm die Liebe an schönen Dingen ins Herz gelegt wurde. „Die wunderschöne Bibliothek und viele Erfahrungen mit Geschichte und Tradition im Stift Kremsmünster trugen wesentlich zu meiner späteren Berufswahl bei. Ich wollte in Bildbänden Form und Inhalt auf ansprechende Weise vereinigen.“
 
Das Buch „Stift Kremsmünster. Klösterliches Leben seit 777“ sei sein letztes Buch, das er selbst noch im Ruhestand betreut habe – ein besonderes Buch in der langen Reihe der Bildbände des Brandstätter-Verlags, wie er hervorhob: „Dieses Buch ist eine Novität. Es bringt nicht nur Kunst und Architektur nahe, sondern zeigt auch, woraus die Mönche in diesen 1.200 Jahren lebten, was ihre Spiritualität ist und welche Botschaft ein Kloster heute hat.“ Herrschaftsgeschichte und Alltagsgeschichte würden bei dieser Publikation in einer Art und Weise Hand in Hand gehen, wie er es von keiner anderen Publikation über ein österreichisches Stift kenne. „Die Alltagsgeschichte fällt oft unter den Tisch“, so Brandstätter. „Hier haben wir das erste Mal ein Buch veröffentlicht, in dem die gediegene Darstellung der Geschichte nicht auf Kosten des konkreten Lebens in einem Stift geht.“
 

Kloster nicht Insel der Seligen

 

Jedes Kapitel des Buches ist zweigeteilt: Zuerst wird anhand eines Themas die Geschichte, Kunst und Architektur auf neuestem Stand von unterschiedlichen Patres beleuchtet. Daran schließt ein ebenso langer Text über das Leben der Mönche und die benediktinische Spiritualität. Die geistlichen Teile stammen alle von P. Bernhard Eckerstorfer, Novizenmeister im Stift Kremsmünster und Lehrbeauftragter für benediktinische Spiritualität an der Universität Salzburg. „Für mich war es selbst spannend, die monastische Lebensform nicht allgemein darzustellen, sondern anhand des Ortes, wo ich selbst seit 17 Jahren Mönch bin. Dabei wurde mir so richtig bewusst, dass ein Stift nicht nur die Summe der Benediktiner ist, sondern viele Menschen ein Kloster zu dem machen, was es ist.“
 
„In allen Kapiteln ging es mir aber darum, nicht eine heile Welt des Klosters darzustellen. Ich spreche bewusst die Schwierigkeiten an, die sich gerade heute für Benediktiner ergeben, die Mühen des Gemeinschaftslebens und die Orientierungslosigkeit, die wir Mönche mit der Kirche und Gesellschaft teilen.“ Er erlebe immer wieder, wie interessiert Besucher am konkreten Klosterleben sind. „Da wäre es fatal, eine heile Welt heraufzubeschwören. Die Leute nehmen sich dann etwas von uns mit, wenn wir ihnen klarmachen, dass wir selbst unterwegs sind, Suchende bleiben und im Grunde selbst nicht genau wissen, wie es weitergeht. So ist auch dieses Buch glaube ich ein ehrliches Zeugnis, wie ein Kloster mit seiner langen Tradition zaghaft, aber beständig versucht, zum Lobe Gottes und Heil der Menschen weiter zu wirken.“

 

Angaben zum Buch

 

Auf einzigartige Weise stellt der neue Bildband Geschichte und Sehenswürdigkeiten zusammen mit der benediktinischen Botschaft dar.Der neue Bildband: Stift Kremsmünster – Klösterliches Leben seit 777 © Stefan Kerschbaumer

 

Stift Kremsmünster – Klösterliches Leben seit 777
Abt Ambros Ebhart (Hrsg.)
Mit Beiträgen von P. Bernhard Eckerstorfer OSB, P. Siegfried Eder OSB, Mag. Wolfgang Leberbauer, P. Altman Pötsch OSB, P. Daniel Sihorsch OSB, Mag. Reinhard Stiksel, P. Benno Wintersteller OSB,
P. Klaudius Wintz OSB
Wien, Brandstätter Verlag 2017, 207 Seiten
ISBN 978-3-7106-0021-0 (Hardcover) - € 49,90
ISBN 978-3-7106-0191-0 (Broschur) - € 34,90


Hauzenberger, Alexandra

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