Donnerstag 27. Juli 2017

Das Stift Engelszell feiert: Abt Marianus Hauseder ist 80

Abt Marianus Hauseder,  Vorsteher des einzigen österreichischen Trappistenklosters in Engelszell, feierte am 28. Juni 2016 in einem kleinen, aber hochkarätigen Kreis seinen 80. Geburtstag.  

Neben dem kleinen Konvent, den im Haus lebenden Barmherzigen Schwestern und den 12 Mitarbeitern kamen mit dem amtierenden Diözesanbischof Manfred Scheuer und seinem Vor-Vorgänger Bischof em. Maximilian Aichern die höchsten Würdenträger der katholischen Kirche in Oberösterreich ins Stift Engelszell. Die Politik stand dem in nichts nach – auch Landeshauptmann Josef Pühringer, Landtagspräsident a. D. Friedrich Bernhofer und Bürgermeister Roland Pichler gaben dem Jubilar die Ehre. Ebenfalls gefeiert wurde das 60-jährige Priesterjubiläum von Pater Stephan Losbichler, zugleich Prior des Klosters.

 

Abt Marianus, ursprünglich von den Salesianern kommend, steht dem Kloster seit dem Jahre 1993 vor und kann auf eine arbeits- und erfolgreiche Zeit in Engelszell zurückblicken. Die geistliche und spirituelle  Leitung  und Begleitung der – mittlerweile leider sehr klein gewordenen – Klostergemeinschaft  ist eine große Aufgabe. Ein Abt hat seinen Mitbrüdern bei der gemeinsamen und unablässigen Suche nach Gott stets Vorbild und  Stütze zu sein. Daneben hat er auch für den Unterhalt der Gemeinschaft und für die dem Kloster anvertrauten historischen Gebäude wie die einzigartige Rokokokirche, die erst in jüngster Zeit aufwendig restauriert wurde, Sorge zu tragen. Der Grundbesitz, in der Regel die wirtschaftliche Basis von Klöstern, ist in Engelszell sehr bescheiden. Ein Gutteil der Einnahmen kommt aus der Gebäudevermietung an die Caritas, aus dem Tourismus mit  Klosterladen und Führungsbetrieb sowie der traditionellen Likörproduktion. Von besonderer Bedeutung für die Wirtschaft war die in der Amtszeit von Abt Marianus neu errichtete kleine Brauerei, deren Trappistenbiere sich in kurzer Zeit zu einem gefragten Exportschlager entwickelt haben. Alle diese Aufgaben stellen hohe fachliche, rechtliche und ökonomische Anforderungen an den Verantwortlichen – und er hat sie alle mit Bravour gemeistert.

 

 

Herzliche Würdigung des Jubilars

 

Bischof Manfred Scheuer würdigte die charismatische Persönlichkeit und das bescheidene Wesen, mit dem Abt Marianus die Menschen im Kloster und in der ganzen Region zu begeistern vermochte. Insbesondere dankte er dem Jubilar für sein Durchhaltevermögen auch in den schwierigsten Zeiten und ist überzeugt, „dass das Lob Gottes an diesem Ort nie verstummen wird“. Bischof em. Maximilian Aichern betonte seinerseits die Bedeutung der Trappisten als Ruhepol in einer sich ständig verändernden Umwelt und Gesellschaft.

 

Landeshauptmann Pühringer verwies in seiner launigen Art insbesondere auf die langjährige gute Zusammenarbeit mit dem Land Oberösterreich und betonte das sehr konstruktive Gesprächsklima im Zuge der Finanzierungsverhandlungen für die umgesetzten kulturellen und denkmalpflegerischen Projekte.

 

Landtagspräsident a. D. Friedrich Bernhofer blickte ebenfalls auf eine Reihe beeindruckender gemeinsamer Projekte wie z. B. die Landesausstellung 2003 und die Einmietung der Sozialprojekte der Caritas Oberösterreich in das Kloster zurück.

 

Bürgermeister Roland Pichler dankte im Namen der Gemeinde für das gute Klima  im kommunalen Zusammenleben mit seinen vielen infrastrukturellen Berührungspunkten.

 

Vertreter aus Kirche und Politik gratulierten Abt Marianus Hauseder vom Stift Engelszell zum 80. Geburtstag.

V. l.: Wirtschaftsleiter Diakon Hans Hofer, Landeshauptmann Josef Pühringer, Bürgermeister Roland Pichler (Engelshartszell), Bischof Manfred Scheuer, Landtagspräsident a. D. Friedrich Bernhofer, Jubilar Abt Marianus Hauseder, Pfarrer Fuchs, Pater Stephan Losbichler, Bruder Günter, Bruder Reinhard, Wirtschaftsdirektor Richard Hackl und Bischof em. Maximilian Aichern. © Stift Engelszell

 

Sonderabfüllung des „Gregorius-Erstsuds“

 

Abt Marianus war sichtlich gerührt und bedankte sich bei allen Gästen und Mitarbeitern für das für ihn in dieser Form unerwartete Fest. Aber auch er konnte mit einer kleinen Überraschung aufwarten. Anlässlich des Geburtstages wurde der wohlgereifte

„Gregorius-Erstsud“ aus dem Jahr 2012 in handsignierte Flaschen abgefüllt, die der Jubilar den Festgästen als kleines Dankeschön überreichen konnte.

 

Die Sonderabfüllung gibt es ab August 2016 in sehr limitierter Anzahl im Klosterladen.

 

Stift Engelszell

 

V. l.: Bischof em. Maximilian Aichern, Landeshauptmann Josef Pühringer, Jubilar Abt Marianus Hauseder und Bischof Manfred Scheuer.

V. l.: Bischof em. Maximilian Aichern, Landeshauptmann Josef Pühringer, Jubilar Abt Marianus Hauseder und Bischof Manfred Scheuer mit dem „Gregorius-Erstsud“. © Stift Engelszell

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