Freitag 2. Oktober 2026

Österreichweite Gebetsaktion für Verfolgte und Vertriebene

Betende Hände

In Österreichs Pfarren beten die Menschen am kommenden Sonntag, 22. März 2015, für verfolgte und vertriebene Christen und Gläubige anderer Religionen. Liturgische Textbausteine sind zu finden unter www.liturgie.at. Erarbeitet wurden diese im Auftrag der österreichischen Bischöfe von der Liturgischen Kommission Österreichs.

Initiatoren der Gebets-Aktion sind Österreichs Bischöfe, die bereits im Rahmen ihrer Frühjahrsvollversammlung Anfang März zur Solidarität mit verfolgten orientalischen Christen aufgerufen haben.

 

Gewalt steigt durch Terror und Krieg

 

In einem kürzlich veröffentlichten Statement zur Gebetsinitiative machten die Bischöfe auf die weltweit steigende Gewalt durch Terror und Krieg aufmerksam. "Schmerzlich muss festgestellt werden, dass viele Christen, aber auch Gläubige anderer Religionen, verfolgt und vertrieben, benachteiligt und unterdrückt werden. Die österreichischen Bischöfe wünschen daher die besondere Fürbitte für diese Menschen", hieß es.

In ihrer Erklärung zur Frühjahrsvollversammlung warnten die Bischöfe vor einem "drohenden Genozid an den Erben des frühen Christentums" durch islamistische Terrormilizen. "Vor den Augen der Weltöffentlichkeit geht das Morden weiter und offenbart gleichzeitig ein Versagen der internationalen Staatengemeinschaft darin, alle bedrohten Menschen gleich welcher Religionszugehörigkeit effektiv zu schützen", so die Erklärung.

 

Textbausteine für die Gebetsaktion

 

Ende Februar erteilten die Bischöfe der Liturgischen Kommission Österreichs (LKÖ) den Auftrag, Textbausteine für das Anliegen beim allgemeinen Gebet in der Messfeier beziehungsweise in Wortgottesdiensten sowie Fürbitten für Vespern zu erarbeiten. Die Vorlagen sind unter www.liturgie.at abrufbar.

 

Solidarität auch bei Karfreitags-Fürbitten

 

Solidarität mit den verfolgten Christen soll auch in den diesjährigen Karfreitags-Fürbitten zum Ausdruck kommen. Der Ortsordinarius kann dabei aufgrund einer schweren öffentlichen Notlage eine besondere Bitte vorsehen. Vorerst haben dies Salzburgs Erzbischof Franz Lackner und Militärbischof Christian Werner für ihre Diözesen ermöglicht. Christoph Freilinger vom Österreichischen Liturgischen Institut rechnet mit Nachahmern in anderen Diözesen. Die LKÖ hat für die zusätzliche Bitte ein Formular erarbeitet, das ebenfalls unter www.liturgie.at abrufbar ist.

Kathpress (ma)

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