Friday 27. November 2020

Gerechter Lohn für Vollzeitarbeit

Medizinisches Personal © KAB OÖ

Der 7. Oktober ist der Welttag für menschenwürdige Arbeit. „Einen guten Arbeitstag!“ wünschen die Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung (KAB) und die Betriebsseelsorge OÖ mit ihren Kärtchen zu diesem Tag und thematisieren damit den Zusammenhang von Arbeit, Menschenwürde, Bildung und Gesundheit.

An unterschiedlichen Standorten werden rund um diesen Tag Aktionen durchgeführt, etwa in der Linzer Innenstadt, am Gelände der voestalpine, in Wels, Rohrbach, Braunau, Steyr usw.

Ein wesentlicher Baustein für gute, menschenwürdige Arbeit ist eine angemessene Entlohnung und damit ein gerechter Anteil am geschaffenen Wohlstand. In diesem Zusammenhang möchten wir heuer die Berufsgruppe der Ordinations-AssistentInnen bzw. der Angestellten in Arztpraxen in den Mittelpunkt stellen.
Seit 1. März 2014 gibt es in Oberösterreich einen Kollektivvertrag für Angestellte bei ÄrztInnen und in ärztlichen Gruppenpraxen. Doch mit dieser rechtlichen Basis ist es noch nicht getan!

 

Richtige Einstufung von Assistenz-Personal

 

Laut Kollektivvertrag gibt es drei Berufsgruppen, doch an der richtigen Einstufung muss noch gearbeitet werden. Manche Mitarbeiterin hat zwar die Ausbildung als Ordinationsassistentin absolviert, wird aber lediglich als Schreibkraft eingestuft und bezahlt. Eine andere ist diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester, in der Zuordnung aber bloß als Assistentin angestellt.
Hier braucht es klar ein Nachjustieren: Die Einstufung hat bei entsprechender Tätigkeit nach der jeweils höchsten Qualifikation zu erfolgen!

 

Mindestgrundgehalt

 

Die Gehälter in diesen Berufsgruppen sind erschreckend niedrig – leider ein typisches Merkmal von sogenannten „Frauenberufen“ im Dienstleistungsbereich. Dies entspricht keinesfalls unserer Vorstellung von „Guter Arbeit“.
Wir schließen uns daher der Meinung der GPA-djp an und fordern ein Brutto-Mindestgehalt für Personen im medizinischen Assistenzdienst von € 1.300,--!

 

World Day for Decent Work

 

Der 7. Oktober wurde als World Day for Decent Work (Welttag für menschenwürdige Arbeit) von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ins Leben gerufen, um weltweit für ein angemessenes Einkommen und Grundrechte in der Arbeit einzutreten. Die ILO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen und damit beauftragt, soziale Gerechtigkeit sowie Menschen- und Arbeitsrechte zu fördern.

Sowohl die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Artikel 23, als auch das Sozialwort des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (Art. 170) betonen das Recht auf menschenwürdige Arbeit.

 

Standorte von „mensch & arbeit“ in Oberösterreich:

 

mensch & arbeit Diözesanbüro, Kapuzinerstr. 84, 4020 Linz
Treffpunkt mensch & arbeit Linz-Mitte, Kapuzinerstr. 49, 4020 Linz
Treffpunkt Pflegepersonal, Kapuzinerstr. 49, 4020 Linz
Treffpunkt mensch & arbeit  Standort voestalpine, Wahringerstr. 30, 4030 Linz
Treffpunkt mensch & arbeit Braunau, Salzburger Str. 20, 5280 Braunau
Treffpunkt mensch & arbeit Nettingsdorf, Nettingsdorfer Str. 58, 4053 Haid
Treffpunkt mensch & arbeit Rohrbach, Stadtplatz 8, 4150 Rohrbach
Treffpunkt mensch & arbeit Steyr, Michaelerplatz 4a, 4400 Steyr
Treffpunkt mensch & arbeit Vöcklabruck, Graben 19/1, 4840 Vöcklabruck
Treffpunkt mensch & arbeit Wels, Carl-Blum-Str. 3, 4600 Wels

 

 

Pressemitteilung als pdf zum Download

 

(mensch & arbeit - Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung und Betriebsseelsorge OÖ / ej)

Stand 16.11.2020

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