Warum wir den Tod nicht aus dem Leben verdrängen sollten
Wie gelingt ein gutes Leben? Kann man sich auf das Sterben vorbereiten? Und was gibt Menschen die Zuversicht, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist? Mit diesen grundlegenden Fragen beschäftigt sich die neue Folge des Podcasts „Orden on Air“ der Österreichischen Ordenskonferenz. Anlässlich von Allerheiligen und Allerseelen sprechen der Benediktiner P. Johannes Pausch OSB und Kristina Proleta vom Europakloster Gut Aich über den Umgang mit der eigenen Endlichkeit, über Zweifel, Dankbarkeit und die Bedeutung des Erinnerns an Verstorbene.
Über das Leben, das Sterben und die Hoffnung auf ein Danach: P. Johannes Pausch und Kristina Proleta vom Europakloster Gut Aich zu Gast im Podcast „Orden on Air“. © ÖOK/manou nitsch
Ausgangspunkt des Gesprächs ist das gemeinsam mit dem international bekannten Benediktinermönch Br. David Steindl-Rast verfasste Buch „Gut leben, gut sterben. Wir wissen, wohin wir gehen, wir wissen nicht, wie es dort aussieht“. Darin setzen sich die drei Autoren mit Fragen rund um Leben, Sterben und Tod auseinander und zeigen auf, wie eine bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Vergänglichkeit das Leben bereichern kann.
Den Tod nicht aus dem Leben verdrängen
Sterben und Tod gehören zum Leben. Dennoch fällt es vielen Menschen schwer, sich mit der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen. Im Podcast gehen P. Johannes Pausch und Kristina Proleta der Frage nach, warum es wichtig sein kann, sich bereits mitten im Leben mit dem Sterben zu beschäftigen.
Dabei geht es auch um Ängste und Zweifel, um persönliche Erfahrungen und um die Frage, wie sich ein vertrauensvoller Umgang mit der eigenen Vergänglichkeit entwickeln kann. Die Auseinandersetzung mit dem Tod muss dabei nicht zwangsläufig bedrückend sein. Sie kann auch den Blick dafür schärfen, was im Leben wirklich zählt.
Dankbarkeit und Vertrauen als Lebenshaltung
Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Dankbarkeit. Sie prägt auch das Denken und Wirken von Br. David Steindl-Rast, der im Juli 2026 seinen 100. Geburtstag gefeiert hat und weltweit als spiritueller Autor bekannt ist.
In ihrem gemeinsamen Buch beschäftigen sich Steindl-Rast, Pausch und Proleta unter anderem mit der Frage, wie Menschen trotz aller Unsicherheiten Vertrauen in das Leben entwickeln können. Dabei spielt auch die christliche Hoffnung eine Rolle, dass der Tod nicht das endgültige Ende bedeutet.
Allerheiligen und Allerseelen: Die Erinnerung lebendig halten
Passend zu Allerheiligen und Allerseelen widmet sich die Podcastfolge auch der Bedeutung des Gedenkens an Verstorbene. Warum ist es wichtig, sich an Menschen zu erinnern, die nicht mehr unter uns sind? Welche Bedeutung haben religiöse Rituale und persönliche Erinnerungen für den Umgang mit Verlust und Trauer?
Das Gespräch lädt dazu ein, die beiden kirchlichen Gedenktage nicht nur als traditionelle Feiertage zu betrachten, sondern als Anlass, sich mit den großen Fragen des menschlichen Lebens auseinanderzusetzen.
„Orden on air“ – der Podcast der Ordensgemeinschaften Österreich
Das Medienbüro der Ordensgemeinschaften Österreich hat im März 2022 den Podcast „Orden on air“ ins Leben gerufen. Der Titel ist Programm: Ordensfrauen und -männer kommen vor den Vorhang – und vor das Mikrofon. Ziel ist es, Persönlichkeiten vorzustellen, Einblicke in das Leben von Ordensgemeinschaften zu geben und das Engagement von Ordensleuten in vielfältigen Bereichen sichtbar zu machen. Der Podcast ist überall zu hören, wo es Podcasts gibt, sowie auf www.ordensgemeinschaften.at.
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