Monday 5. October 2026

57 Kirchen der Gotikstraße virtuell erlebbar

57 gotische Kirchen im Mühlviertel und Südböhmen können im Rahmen des Projektes „Gotikstraße" besucht werden. Seit 19. September 2026 sind sie unter www.gotik.info auch virtuell erlebbar.

Seit zwei Jahren wird an der Neuauflage der Mühlviertler Gotikstraße gearbeitet, die im Rahmen des INTERREG Projekts „Gotik Straße-gotická stezka“ auch Südböhmen mit seinen oft noch unbekannten gotischen Juwelen umfasst.


31 gotische Kirchen aus dem Mühlviertel und 26 aus Südböhmen, dazu eine gotische Dauerausstellung in Budweis, wurden detailliert kunsthistorisch beschrieben, fotografisch dokumentiert und digital erfasst. Die Ergebnisse werden am 19. September 2026 um 13.00 Uhr in der Pfarrkirche Bad Zell im Rahmen des Fests der Volkskultur offiziell präsentiert.

 

57 Kirchen der Gotikstraße virtuell erlebbar

Das Projektteam aus dem Mühlviertel und aus Südböhmen © Gotikstraße

 

Virtueller Rundgang

 

Auf der neuen Webseite www.gotik.info wird man die Kirchen als Modell von außen oder in virtuellen Rundgängen im Kirchenraum detailliert virtuell erleben können.

 

Darüber hinaus lädt die Gotikstraße zu einem Besuch der Kunstwerke der Gotik ein, die in dieser Region so dicht wie nirgends anders auf der Welt zu finden sind: Von der an einen Dom erinnernden Pfarrkirche in Freistadt zur versteckten Kirche in Zettwing/Cetviny, von den kleinen Filialkirchen von St. Peter zum prächtigen Kloster in Hohenfurth/Vyšší Brod.

 

Mit dabei ist auch die gotische Ausstattung, wie der weltberühmte Flügelaltar von Kefermarkt und die im Wortner Haus in Budweis versammelten Kunstschätze der Aleš Galerie.

 

57 Kirchen der Gotikstraße virtuell erlebbar

Christoph Schindelar beim Scannen in der Pfarrkirche Kefermarkt. Für seine Arbeit wurde er mit dem in den USA vergebenen Preis für die beste Digitalisierung des Jahres, dem „Immersive Awards 2025“, ausgezeichnet. © Gotikstraße

 

„Mit dieser Homepage, den Digitalisierungsmaßnahmen, wissenschaftlichen Informationen und neuen Vermittlungsformen wird das historische Erbe für die Nachwelt gesichert und vielen Menschen in zeitgemäßer Form zugänglich gemacht", zeigt sich Tourismusmanager Stefan Wunderle vom Tourismusverband Mühlviertel erfreut. Dieses Projekt sei ein wesentlicher kulturtouristischer Impuls, von der die Region ganzjährig profitieren werde.

 

Zur Gotikstraße gibt es zudem in der Pfarrkirche Bad Zell den Vortrag „Kirchenraumerlebnis Mühlviertel-Südböhmen“ von Hubert Nitsch, Referent für Kunstpastoral und Kulturarbeit der Diözese Linz. Termine: Sa., 19.September: 13.15 und 14.45 Uhr; So., 20. September, 13.00 und 15.00 Uhr.

 

 

 

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