Professjubiläen der Benediktinerinnen im Kloster Steinerkirchen
Gefeiert wurden die Professjubiläen von Sr. Blanka Haslinger (70 Jahre Profess)
Sr. Marietta Rumpl, Sr. Hildburg Radinger und Sr. Irmina Dechant (65 Jahre Profess) sowie von Sr. Christiana Fellner und Sr. Gottlieba Ebenhofer (60 Jahre Profess). Die Konzelebranten waren Pfarrer em. Johann Haslinger (der Bruder der Jubilarin Sr. Blanka) und P. Arno Jungreithmair OSB (Seelsorger vor Ort).
V. l.: Sr. Gottlieba, Pfarrer em. Johann Haslinger, Sr. Marietta, Sr. Blanka, Priorin Sr. Hanna, Sr. Christina, Bischof Manfred Scheuer, P. Arno, Sr. Irmina, Sr. Hildburg © Christa Röckendorfer
Priorin Hanna Jurman lud in ihrer Begrüßung die Mitfeiernden ein, mit den Jubilarinnen Gott zu danken: „Sie fanden auf ihrem Lebens- und Glaubensweg nach dem Evangelium Jesu Christi und nach der Regel des Heilgen Benedikt Sinn und Erfüllung. Durch ihr Lebenszeugnis und durch ihren tatkräftigen Einsatz wurde vielen Menschen Orientierung, Halt und Ermutigung geschenkt", sagte sie.
Bischof Manfred Scheuer: „Danke für das Gebet und das Zeugnis"
Bischof Manfred Scheuer ermunterte in seiner Festpredigt zur Erinnerung an die „erste Liebe unserer Berufungsgeschichte, an die Liebesgeschichte Gottes mit uns". Er unterstrich die Bedeutung der Dankbarkeit – „das Gute vergessen, bringt den Menschen in das ,Land der Finsternis'“ (Ps 88,13). Der Bischof dankte den Jubilarinnen für all das Gute, das sie getan haben bzw. das durch sie geschehen ist: „Danke für das Gebet und das Zeugnis, für die Freude, mit der Ihr Euren Dienst getan habt“.
Der Bischof beschrieb das Wesen der Liebe mit einfachen, berührenden Worten: „Wahre Liebe, große Sympathie, mag den anderen gut leiden: Ich mag dich, aber auch, ich halt dich aus, ich ertrag dich." Er erinnerte an die – in Ordensgemeinschaften durchaus bekannten – Zweifel älter werdender Menschen an ihrem Wert, weil für viele der Wert durch die Arbeit bestimmt war. „In jeder Lebensphase sind wir ganz Mensch", betonte der Bischof. Jede Lebensphase, jede Altersstufe sei eine Herausforderung für das Leben und das Menschsein. In jeder Lebensphase gebe es Chancen und Gefährdungen.
Abschließend erzählte der Bischof von einer tiefgehenden Erfahrung des amerikanischen Pastoraltheologen Henry Nouwen, der sich in einer schweren Lebens- und Glaubenskrise sieben Monate in ein Trappistenkloster zurückzog. Sein geistlicher Begleiter gab ihm folgendes Mediationswort: „Ich bin die Herrlichkeit Gottes“. Nouwen ließ sich darauf ein und durfte erkennen, was wir in Wirklichkeit alle sind: In meinem innersten Inneren bin ich Herrlichkeit Gottes, Kind Gottes.







