Liberto-Anerkennungspreis für Pfarrcaritas-Kindergarten Katsdorf
Für alle Kinderrechte-Interessierten und -Engagierten hat sich der OÖ Kinderschutzpreis Liberto – eine Initiative des Kinder- und Jugendschutz-Landesrates Martin Winkler – in den vergangenen Jahren zu einer fixen Institution entwickelt. Gemeinsam mit der Kinder- und Jugendanwaltschaft OÖ wurde der Preis heuer bereits zum 11. Mal vergeben, zum zweiten Mal war er als Musikwettbewerb ausgeschrieben. Alle oö. Kinder und Jugendlichen bis 21 Jahre waren aufgerufen, den Kinderrechten lautstark ihre Stimme zu geben. Der Kinderrechte-Songcontest gab ihnen die Möglichkeit, ihre Anliegen in Musik zu übersetzen. Kinder und Jugendliche konnten nicht nur ihr musikalisches Talent zeigen, sondern sich aktiv und kreativ mit den Kinderrechten auseinandersetzen.„Kinderrechte sind nicht nur geschriebene Worte sondern ein klarer Auftrag an uns alle, sie im Alltag zu leben und zu schützen. Veranstaltungen wie der Liberto leisten einen wichtigen Beitrag, um den Kinderrechten Sichtbarkeit zu geben und sie stärker im Bewusstsein der Gesellschaft zu verankern", betonte Winkler.
Enorme Beteiligung
Wie wichtig den Kindern und Jugendlichen in Oberösterreich die Kinderrechte sind, zeigt sich in der überwältigenden Zahl der eingesendeten Kinderrechte-Songs: Mit rund 70 musikalischen Beiträgen aus dem ganzen Bundesland übertraf die Beteiligung alle Erwartungen. Für die Jury war es keine leichte Enscheidung.

Landesrat Martin Winkler und Kinder- und Jugendanwältin des Landes OÖ Christine Winkler-Kirchberger mit den Poxrucker Sisters und Liberto 2026-Preisträger:innen: Schüler:innen des Akademischen Gymnasiums Linz, der MMS Eggelsberg, der MS St. Georgen/Gusen und der VS Palting.
Die Liberto-Gewinnerinnen und -Gewinner sind zwischen 6 und 21 Jahre alt und stammen aus den Bezirken Braunau, Linz, Linz-Land, Perg und Ried: Den Sieg und je 1500 Euro Preisgeld sowie die Liberto-Statue sicherten sich Schüler:innen der Volksschule Palting, der 1A-Klasse der MMS Eggelsberg, der 1B-Klasse der MS St. Georgen/Gusen, der 6A-Klasse des Akademischen Gymnasiums Linz sowie die vier Freunde Lena, Pia, Sophisa und Johannes aus Pasching und Lea Reisegger aus Lohnsburg. Allen gemeinsam ist die Forderung nach mehr Gleichberechtigung und Mitsprache für Kinder und Jugendliche und einer Begegnung auf Augenhöhe.
Anerkennungspreis für die Jüngsten
Als jüngste Teilnehmende am Kinderrechte-Songcontest Liberto 2026 erhielten die Kinder des Pfarrcaritas-Kindergarten Katsdorf (Bezirk Perg) einen Anerkennungspreis in der Höhe von 700 Euro. „Funkel, Funkel, Zauberstab, du kommst, wenn ich dich brauch – und zauberst mir die Welt grenzenlos“, singen die Kinder der Lila Gruppe (Integration) im gleichnamigen Song und bringen auf kindgerechte Weise das Bedürfnis nach emotionaler Geborgenheit zum Ausdruck. Das Lied macht deutlich, wie wichtig es für Kinder ist, sich angenommen, verstanden und begleitet zu fühlen.

Anerkennungspreis für den Pfarrcaritas-Kindergarten Katsdorf im Bezirk Perg mit Landesrat Martin Winkler und Kinder- und Jugendanwältin Christine Winkler-Kirchberger (l.). © Land OÖ / Andreas Krenn
KiJA als Sprachrohr für Kinderanliegen
Eine wesentliche Aufgabe der Kinder- und Jugendanwaltschaft des Landes OÖ (KiJA) ist es, Sprachrohr für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen zu sein. „Mehr als 30 Jahre nach der UN-Kinderrechtskonvention werden die Anliegen junger Menschen noch immer zu wenig gehört. Der Kinderrechte Songcontest gibt ihnen eine starke Stimme – und ihre Songs treffen mitten ins Herz. Sie erzählen von dem Wunsch nach Frieden, Gerechtigkeit, echten Zukunftsperspektiven und dem Recht, gehört zu werden. Wie ernst wir Kinder- und Jugendrechte nehmen, zeigt letztlich, wie gerecht unsere Gesellschaft ist“, sagt die oö. Kinder- und Jugendanwältin Christine Winkler-Kirchberger.
Stolz auf die Teilnehmer:innen zeigte sich Magdalena Poxrucker von den Poxrucker Sisters, die als Liberto-Jurymitglied fungierte: „Als Musikerin weiß ich, wie viel Mut dazugehört, sich mit eigenen Songs auf eine Bühne zu stellen. Umso mehr hat mich die Vielfalt der Beiträge beim Kinderrechte Songcontest begeistert. Musik ist Kindern und Jugendlichen sehr wichtig und daher gefällt mir dieser Zugang, sich über eigene Songs mit Kinderrechten zu beschäftigen. Projekte wie dieses sind entscheidend, um die Musikerinnen und Musiker von morgen frühzeitig zu fördern und dem kreativen Nachwuchs eine Stimme und eine Bühne zu geben", so die Sängerin.
Eine Aufzeichnung der Veranstaltung kann unter folgendem Link abgerufen werden: https://www.youtube.com/@kija_ooe.
Alle Informationen zum Kinderrechte-Songcontest Liberto 2026: www.kija-ooe.at/kinderschutzpreis-ooe-liberto.htm







