Konsistorialrat Johann Stöllnberger verstorben
Johann Stöllnberger wurde am 29. Jänner 1938 in Losenstein geboren und wuchs innerhalb einer kinderreichen Familie auf dem elterlichen Bauernhof auf. Nach der Matura 1958 am Bischöflichen Gymnasium Petrinum in Linz trat er in das Priesterseminar Linz ein und wurde am 29. Juni 1963 im Linzer Mariendom zum Priester geweiht. Nach Kooperatorenstellen in Saxen, Eferding und Lenzing wurde er im September 1973 als Pfarrer von Schwertberg installiert.

KonsR Johann Stöllnberger ist im Alter von 88 Jahren verstorben © privat
32 Jahre lang hat Johann Stöllnberger die Pfarre Schwertberg als guter Hirte und treuer Verwalter geführt und zu einem Ort gelebten christlichen Glaubens geformt. Es war ihm wichtig, seine bäuerlich-ländliche Prägung auch mit den Bedürfnissen der Arbeiterschaft in Einklang zu bringen. Gerade in den Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs der 1970er-Jahre und dem Wachstum der Gemeinde kam ihm diese Eigenschaft zu nutze. 14 Priesteranwärter begleitete er als Mentor und Ausbildungsverantwortlicher im pastoralen Einführungsjahr und gab ihnen so eine erste Prägung mit, wie sich kirchliches Leben in einer konkreten Pfarrgemeinde ereignet. Von 1989 bis 1999 war er auch als Dechant des Dekanates Grein tätig.
Während des Jahrhunderthochwassers im August 2002 stand Stöllnberger der Bevölkerung zur Seite; im Pfarrzentrum von Schwertberg wurde ein Notlager eingerichtet. „Ich war in diesen Tagen viel unter den Leuten. […] Das viele Elend, das drückt. Diese Woche so zu erleben, es geht mir nicht gut dabei!“, sprach er bewegt in der ORF-Sendung „Zeit im Bild“.
Im Anschluss an seine Emeritierung im August 2005 übersiedelte Stöllnberger nach Eferding und unterstützte als Kurat die Seelsorge im Dekanat Eferding.
Das kirchliche Wirken von Pfarrer Johann Stöllnberger wurde 1983 und 1992 mit der Verleihung der bischöflichen Titel Geistlicher Rat bzw. Konsistorialrat gewürdigt. Auf kommunaler Ebene wurde er mit dem Ehrenring der Marktgemeinde Schwertberg ausgezeichnet. Das Land Oberösterreich ehrte ihn mit dem Goldenen Verdienstzeichen und der Oö. Erinnerungsmedaille für Katastropheneinsatz.
Die letzten Jahre seines Lebens waren gezeichnet von einer immer stärker ausgeprägten Demenz, welche eine umfassende Betreuung notwendig machte. Am 20. Mai 2026 verstarb Johann Stöllnberger, gestärkt durch die Sakramente der Kirche, im Krankenhaus Wels.
Hinweise zu den Trauerfeierlichkeiten:
Für Johann Stöllnberger wird im Rahmen von Totenwachen am Pfingstmontag, 25. Mai 2026, um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche Schwertberg, am Mittwoch, 27. Mai 2026, um 19.00 Uhr in der Stadtpfarrkirche Eferding und am Donnerstag, 28. Mai 2026, um 19.00 in der Pfarrkirche Losenstein gebetet.
Am Donnerstag, 28. Mai 2026, wird um 8.00 Uhr ein Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche Schwertberg stattfinden.
Das Requiem wird am Freitag, 29. Mai 2026, um 11.00 Uhr in der Pfarrkirche Losenstein gefeiert, anschließend folgt die Beisetzung im Priestergrab.







