Dienstag 19. Mai 2026

Konsistorialrat Mag. Dr. P. Rupert Froschauer OSB verstorben

Pater Rupert Froschauer OSB, Benediktiner des Stiftes Kremsmünster, Professor in Ruhe, ist am 18. Mai 2026 im 76. Lebensjahr an den Folgen eines Fahrradunfalls verstorben.
 

Christian Froschauer wurde am 11. September 1950 in Wels geboren. Von 1961 bis 1969 besuchte er das Stiftsgymnasium in Kremsmünster und trat nach der Matura in das Stift Kremsmünster ein. Dort erhielt er den Ordensnamen Rupert. Das Theologiestudium absolvierte er von 1970 bis 1974 an der Hochschule der Benediktiner Sant'Anselmo in Rom. Am 29. Juni 1974 zum Priester geweiht, feierte er am 7. Juli 1974 seine Primiz in der Stadtpfarre Wels.


Im Herbst 1974 kam er zum Studium der Philosophie und Geschichte nach Wien, wo er 1977 die Staatsprüfung am Institut für Österreichische Geschichtsforschung ablegte. Seine Sponsion zum Mag. phil. feierte er 1979, die Promotion zum Dr. phil. folgte am 3. Mai 1990. Von Herzen Historiker, war P. Rupert vielseitig wissenschaftlich tätig, u. a. im Stiftsarchiv als 2. Archivar von 1980 bis 2005. 
Intensiv beschäftigte er sich mit dem 16. und 17. Jahrhundert, der Zeit von Reformation, Gegenreformation und Bauernkrieg, forschte über die Geschichte der Stiftspfarren und hielt dort auch immer wieder Vorträge. 


Am Stiftsgymnasium unterrichtete P. Rupert die Fächer Geschichte sowie Philosophie und Psychologie von 1980 bis 2005, außerdem an der Pflegeschule des Klinikums Wels von 1986 bis 1998 Religion, zeitweise auch Geschichte der Medizin. Seelsorglich tätig war P. Rupert von 1979 bis 1980 als Kaplan in Kirchberg und von 1995 bis 2007 als Kurat von Schleißheim, wo er sich sehr für die Renovierung des Pfarrhofes einsetzte. Nach seiner frühzeitigen Pensionierung aus gesundheitlichen Gründen wirkte er ab 2007 in den Pfarren Bad Hall und Pfarrkirchen bei Bad Hall. Zu Festzeiten half er darüber hinaus regelmäßig in der Pfarre Steinbach am Attersee aus.
Körperlich hatte er immer wieder mit starker Migräne zu kämpfen. Lange Zeit von Depressionen geplagt, bekam er diese schließlich gut in den Griff. Schwimmen und Radfahren waren seine Leidenschaft, ob schwimmend im Freibad oder im Attersee, oder auf dem Rad auf seiner fast täglichen Runde in Kremsmünster. Keine Witterung konnte ihn aufhalten, seinen sportlichen Aktivitäten nachzugehen. Mit großer Freude übersetzte er, besonders in den letzten Jahren, biblische Texte aus den Originalsprachen. So begann er bereits in den frühen Morgenstunden hebräische und griechische Texte zu präparieren und dem Wort Gottes Zeit und Raum zu geben.
Ein Fahrradunfall am Nachmittag des 16. Mai 2026 in Kremsmünster riss P. Rupert aus einem aktiven Leben, im Klinikum Wels erlag er seinen schweren Verletzungen.

 

KonsR Mag. Dr. P. Rupert Froschauer OSB

Konsistorialrat P. Rupert Froschauer ist am 18. Mai 2026 verstorben © D. Rodemund

 

Für den Verstorbenen wird am Montag, 25. Mai 2026 um 19.00 Uhr in der Stiftskirche die Totenwache gehalten, wo ab 18.00 Uhr von ihm Abschied genommen werden kann. Am selben Tag wird um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche Steinbach am Attersee für ihn gebetet
Der Begräbnisgottesdienst findet am Dienstag, 26. Mai 2026 um 14.00 Uhr in der Stiftskirche Kremsmünster statt, anschließend ist die Beisetzung im Klosterfriedhof des Stiftes.

 

Parte von P. Rupert Froschauer zum Download


 

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