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Finanzverantwortliche: Ein grundlegender Bestandteil jeder Pfarrgemeinde

Schulung für Finanzverantwortliche in Attnang-Puchheim, 7. März 2026

Damit die Saat des Glaubens aufgehen und die Gemeinschaft vor Ort gedeihen kann, braucht es einen gut bestellten Boden. Dafür günstige Gegebenheiten zu schaffen, ist die Aufgaben der Finanzverantwortlichen.

„Ohne eine:n Finanzverantwortliche:n ist das Seelsorgeteam nicht komplett“, so fasst es Christian Forster-Gartlehner zusammen. Dieses Ehrenamt hebt sich ab, das war schon in den Fachausschüssen Finanzen der bisherigen Pfarrstruktur so: Damit pastorale Vorhaben umgesetzt werden können, egal ob im liturgischen Bereich bei der Gestaltung von Gottesdiensten oder im Diakonisch-Hinausgehenden der Caritas, braucht es neben Ideen und Engagement auch die notwendigen finanziellen Mittel. Diese haben Finanzverantwortliche im Blick, die damit eine lebendige Pfarrgemeinde mit attraktiven Angeboten ermöglichen. Dabei unterstützt sie Christian Forster-Gartlehner, ehemaliger Verwaltungsvorstand der Pfarre TraunerLand und seit Jänner 2026 Referent für Finanzen und Verwaltung im Fachbereich Pfarrverwaltung. Es ist seine Aufgabe, bei Vakanzen von Finanzverantwortlichen im Seelsorgeteam einzuspringen und das ordentliche Geschäftsgebaren aufrechtzuerhalten. Er betreut bereits drei Pfarrgemeinden in Linz und im Innviertel – vorübergehend, wie er betont: „Mein Dekret gilt nur auf Zeit. Ziel bleibt es, vor Ort eine dauerhafte Lösung mit Ehrenamtlichen zu finden.“ Nach welchem Eignungsprofil halten sie dabei Ausschau? „Kaufmännische Ausbildung oder Erfahrung sind vorteilhaft, aber nicht Voraussetzung. Finanzverantwortliche sollten die Bereitschaft mitbringen, sich mit wirtschaftlichen Themen auseinanderzusetzen und mit den anderen Seelsorgeteam-Mitgliedern im Austausch zu bleiben. Vor allem müssen sie Lernbereitschaft mitbringen, denn bei Steuern und rechtlichen Belangen kann sich immer wieder etwas ändern.“

 

Der Wert eines tragfähigen, vielschichtigen Netzwerks

Ums Lernen und Kennenlernen geht es auch bei den Schulungen für neue Seelsorgeteams, bei denen heuer erstmals die Finanzschulungen bewusst herausgegriffen wurden: „Egal, ob jemand schon seit vielen Jahren engagiert ist oder die Finanzverantwortung neu übernimmt, alle müssen über die finanzrechtlichen Umstellungen informiert werden, die sich durch die Pfarrgründung ergeben“, erklärt Harald Fartacek. Als Referent für Seelsorgeteams im Fachbereich Ehrenamt und Pfarrgemeinde hat er alle Grundfunktionen im Blick: Liturgie, Verkündigung, Gemeinschaftsdienst, Caritas, PGR-Organisation und Finanzverantwortung. Als Referent für Seelsorgeteams ist ihm die Vernetzung auf mehreren Ebenen wichtig: zwischen den Seelsorgeteam-Mitgliedern einer Pfarrgemeinde, zwischen den Seelsorgeteams verschiedener Pfarrgemeinden und Pfarren, zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen, zwischen Pfarr- und Diözesanebene. „Innerhalb von 2-3 Jahren kommt es zu Problemen, wenn Zuständigkeiten nicht geklärt sind oder nicht respektiert werden“, beschreibt Harald Fartacek das Einüben ins neue Miteinander. „Man muss sich füreinander interessieren, ohne sich gegenseitig ins Handwerk zu pfuschen – wie in jedem guten Team.“ Für die Pfarren Almtal, Hausruck-Ager, Lambach-Haag und Mattigtal hat er am 7. März 2026 die Schulung für Finanzverantwortliche in Attnang-Puchheim organisiert. Neben Schulungen und Arbeitsgruppen zu Steuer-, Haftungs- und Bauthemen waren die Pausen ein wichtiger Teil der Tagesordnung: „In Pausen findet Vernetzungsarbeit statt, deren Wert man nicht unterschätzen darf“, betont der Fachreferent. „Detailwissen ist gut, aber genauso wichtig ist das Wissen darüber, an wen ich mich mit einer Frage oder einem Anliegen wenden kann: an meine:n Verwaltungsvorständ:in, an die diözesane Verwaltung, an andere Finanzverantwortliche. Genau darin liegt doch der Mehrwert der neuen Pfarrstruktur!“

Harald Fartacek, Referent für Seelsorgeteams

 

Mit einem langen Atem geht es gut weiter

Margit Hirsch und Michaela Neudorfer sind zwei der 65 Personen, die am 7. März an der Schulung teilgenommen haben. Michaela Neudorfer hat die Finanzverantwortung für die Pfarrgemeinde Niederthalheim übernommen: „Ich bin schon länger im Pfarrgemeinderat aktiv, auch im Fachausschuss Finanzen. Nachdem einige langgediente Ehrenamtliche aufgehört haben, habe ich diese Aufgabe übernommen. Ich will, dass es gut weitergeht bei uns.“ Beide sehen den Wert der gemeinsamen Veranstaltung: „Es wächst das Bewusstsein für das größere Ganze, die neue Pfarre“, sagt Margit Hirsch, Verwaltungsvorständin der Pfarre Hausruck-Ager. „Früher wusste man kaum Bescheid, wer sich überhaupt in der Nachbargemeinde um die Finanzen kümmert, und jetzt verfügen wir über einen gemeinsamen Wissenspool aus 17 Pfarrgemeinden. Das wird vieles erleichtern!“ Bis dieses Potential voll ausgeschöpft werden kann, ist jedoch Grundlagenarbeit notwendig: „Viele der größten Zeit- und Energiefresser sind zum Glück nur einmalig nach der Pfarrgründung zu machen, sonst könnte man schon an die Belastungsgrenze kommen“, gesteht Margit Hirsch. „Die Umstellung auf einheitliche EDV-Programme, etwa für die Buchhaltung und die Zeiterfassung, der Stapel an Kontoumstellungen bei den Banken, das erste gemeinsame Budget – und zu all diesen Vorgängen die berechtigten vielen Fragen der Haupt- und Ehrenamtlichen.“ Irmgard Lehner leitet den Bereich Pfarre & Gemeinschaft und nimmt diese Rückmeldungen ernst: „Durch die neu geschaffene Berufsgruppe der Verwaltungsvorstände und -vorständinnen mit ihrer reichen Berufserfahrung schaffen wir eine Professionalisierung der Pfarrverwaltung. Zugleich stehen sie vor der Herausforderung, sich auf die kirchliche ‚Logik‘ einzuschwingen: Entscheidungsprozesse dauern oft länger als in Wirtschaftsunternehmen, in bester synodaler Weise holt man Meinungen ein und sucht nach gemeinsamen Lösungen – dafür braucht es einen langen Atem!“ Hier zeigt sich die Notwendigkeit für alle Beteiligten, sich immer wieder auf unterschiedliche Geschwindigkeiten einzustellen: Kirchenentwicklung als Ganzes braucht Zeit, andere Entscheidungen können und sollen rasch getroffen werden.

 

Margit Hirsch, Verwaltungsvorständin Pfarre Hausruck-Ager

 

Unterschiedliche Pfarren – ähnliche Herausforderungen

Ein Entscheidungsprozess, der alle Pfarren in den kommenden Jahren beschäftigen wird, ist die pfarrliche Gebäudeentwicklung. Der Gebäudebestand ist – wie in vielen (Erz-)Diözesen – größer, als es die heutigen Zeit- und Geldressourcen erlauben. Daher wurde in den ersten beiden Pilotpfarren Perg und Urfahr-St. Junia mit einem standardisierten Check begonnen: Welche Gebäude gibt es? Wie intensiv werden sie genutzt? Und was können wir (uns) leisten? „Es stellt sich die grundlegende Frage: Ist es sinnvoll, mit viel Aufwand an kaum genutzten Räumen festzuhalten?“, fasst Christian Forster-Gartlehner zusammen. „Wenn man sich nur um das kümmern muss, was man tatsächlich braucht und dauerhaft erhalten kann, ist das eine Entlastung und schafft vielleicht neue Spielräume, etwa für die Verkündigung.“ Eine weitere Querschnittsmaterie sind die Veränderungen für das pfarrlich angestellte Personal: Mitunter kann es zu Spannungen zwischen Ehrenamtlichen und den neuen Dienstvorgesetzten, den Verwaltungsvorständ:innen, kommen. „Den Ehrenamtlichen ist wichtig, dass das Sekretariat besetzt ist, und ich muss meiner Führungsaufgabe nachkommen“, erläutert Margit Hirsch. „Je nach Person braucht es vielleicht Abbau von hohen Urlaubsständen, Fortbildungen, Vernetzungstreffen, Supervision – da bin ich als Dienstvorgesetzte gefragt, auf mein 30-köpfiges Team zu schauen.“ Gewachsene Strukturen umzupflügen, ist dabei nicht das Mittel der Wahl: „Veränderungen brauchen Zeit“, gibt Irmgard Lehner zu bedenken. „Für das Neue braucht es anfangs Ressourcen, die sich später bezahlt machen, etwa im partizipativen Erarbeiten des gemeinsamen Pastoralkonzepts und dessen Konkretisierungen.“

 

„Houston, wir haben ein Problem“

Die Komplexität der Organisation Kirche führt manchmal zu Ratlosigkeit: Wer ist wofür zuständig? Wo in der Diözese finde ich die Person mit den Antworten auf meine Fragen, egal ob auf pfarrlicher oder diözesaner Verwaltungsebene? Christian Forster-Gartlehner freut sich, wenn die Verwaltungsvorständ:innen über seinen Unterstützungsauftrag Bescheid wissen und sich mit einem „Houston, wir haben ein Problem“ bei ihm melden: „Der Großteil arbeitet mit Freude und Leidenschaft in der Kirche, haupt- wie ehrenamtlich. Wenn ich diesen Menschen beim Lösen ihrer Probleme behilflich sein kann, ist das sehr sinnstiftend.“ Margit Hirsch und Michaela Neudorfer schätzen es einerseits, wenn zuständige Personen bekannt und erreichbar sind, und andererseits, wenn sie selbst ins Tun kommen können: „Es macht das Arbeitstempo flüssiger, wenn man nach einem Kurs schriftliche Unterlagen bekommt, auf die man im Bedarfsfall rasch zurückgreifen kann“, sind sie sich einig, schließlich können weder Verwaltungsvorständ:innen noch Finanzverantwortliche von Tag Null weg über alles Bescheid wissen. Irmgard Lehner ergänzt: „Bei manchen Herausforderungen ist ein frühzeitiger Support Gold wert, z.B. Supervision oder kollegiale Begleitung. Zu reflektieren und sich bei Bedarf Unterstützung zu holen, insbesondere auch als Führungsperson, gilt bei uns als Stärke.“

Christian Forster-Gartlehner, Referent für Finanzen und Verwaltung

    Schulung für Finanzverantwortliche in Attnang-Puchheim, 7. März 2026
    Schulung für Finanzverantwortliche in Attnang-Puchheim, 7. März 2026
    Schulung für Finanzverantwortliche in Attnang-Puchheim, 7. März 2026
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