"Plötzlich wurde mir klar: Am Tisch ist noch ein 4. Platz frei, der ist für mich ... ich setze mich dazu und verweile...."
In der Diözese Linz gibt es derzeit 290 beauftragte Seelsorgeteams.
In der neuen Struktur der Pfarren und Pfarrgemeinden leiten Seelsorgeteams die Pfarrgemeinden. Sie tragen zusammen mit dem Pfarrgemeinderat und dem Pfarrlichen Pastoralrat dafür Sorge, dass Kirche für die Menschen am Ort erfahrbar und lebendig ist. Inhaltlich gründen die Seelsorgeteams auf den vier Grundfunktionen von Kirche. In ihrer Leitungsfunktion stehen sie im Dienst der Pfarrgemeinde und halten die Ausrichtung am Leben Jesu präsent.
Seelsorgeteams in der bisherigen Struktur: Seelsoergetam-PGR-Leitungsmitglieder tragen für ein selbstständiges und lebendiges Pfarrleben im Geiste Jesu Christi Sorge. Gemeinsam übernehmen sie mit einem Pfarrprovisor Leitungsaufgaben.
Beginnen Sie rechtzeitig mit Ihrem Vorhaben. Ein Seelsorgeteam zu bilden dauert von den ersten Überlegungen bis zu seiner Installation meist ein Jahr und erfordert eine intensive, kontinuierliche, persönliche Beratung und Begleitung durch diözesane Mitarbeiter:innen. Eine gute Einbindung der Gemeindebevölkerung ist für eine breite Akzeptanz von Modell und MitarbeiterInnen notwendig.
Suche und Auswahl von geeigneten Personen liegen in der Verantwortung des Pfarrgemeinderates. Gehen Sie davon aus, dass Gottes Geist in Ihrer Gemeinde Menschen begabt und befähigt. Sicher bringen Frauen und Männer zwischen 20 und 70 Jahren die notwendigen Führungsqualitäten, fachlichen, sozialen und spirituellen Kompetenzen sowie Teamfähigkeit mit. Wenn sich das Team aus erfahrenen und "neuen" Personen zusammensetzt, ist es bereichernd.
Hilfreiche Unterstützung, Rückenstärkung, Reflexion und Rückbindung sichern
Eindrücke und Erfahrungen aus den Pfarren mit der Ikone "Zu Gast bei Abraham und Sara"
"Plötzlich wurde mir klar: Am Tisch ist noch ein 4. Platz frei, der ist für mich ... ich setze mich dazu und verweile...."
"Gott ist bei mir im Alltag, bei allem, was eben so in meiner Familie passiert"
"Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart"
"Herr, du schaust uns ins Herz"
"Gott kommt zu uns - Er bleibt bei uns - Er ist ein Gott mit uns"
"Gott, unser Gott, oft verborgen
als Sehnsucht nach Leben,
als Schrei in den Nächten der Unbegreiflichkeiten,
als Freudengesang im Glückstaumel,
als stiller Wegbegleiter im ganz gewöhnlichen Alltag."
"Er ist in unserer Mitte, er ist da, wo Menschen leben, wohnen, arbeiten, schweigen, lachen, singen, tanzen, ..."
Der aus dem Griechischen (εἰκών, eikón) stammende Begriff Ikone heißt auf Deutsch „Bild“ im weitesten Umfang des Wortes: Abbildung eines Gegenstandes, Statue, Gemälde, aber auch Gedankenbild, Vorstellung und Vergleich.
Aus der umfassenden Bedeutung des Wortes eikón entwickelt sich die spezifische Bedeutung “religiös-christliches Bild“, das sich unterscheidet vom eidolon, dem „Götter- und Götzenbild“.
Heute versteht man unter Ikonen meist Tafelbilder aus Holz mit Darstellungen heiliger Personen, die aus der Ostkirche – besonders der orthodoxen Kirchen des byzantinischen Ritus - kommen. Aber auch die lebensgroßen Heiligenbilder an den Wänden orthodoxer Kirchen sind Ikonen und vereinzelt gibt es Ikonen auch als Hinterglasmalerei.
Bildtradition und Glaube
Es ist charakteristisch für Ikonen, dass trotz regionaler Eigenheiten dieselben einmal gefunden Bildtypen über weite Entfernungen und große Zeiträume hinweg tradiert wurden. Der Bildinhalt hat absoluten Vorrang vor der subjektiven Gestaltungsweise des Künstlers. Es geht nicht um eine möglichst naturalistische Wiedergabe, sondern um die Verbildlichung ewig gültiger Heilswahrheiten.
Die Kirche wachte darüber, dass sich IkonenmalerInnen eng an literarische Vorlagen – Bibel, Heiligenlegenden – hielten. So wurden ein und dieselben Kompositionen fortwährend ohne allzu große Veränderungen wiederholt – „abgeschrieben“.
Ein Ziel war u.a. dass Menschen, die des Lesens unkundig waren, sofort begriffen, worum es sich bei der Darstellung handelt.
Ein weiterer Grund für den Wiederholungscharakter ist der Glaube an ein „Urbild“.
Dazu eine berühmte Legende:
„Sie erzählt, dass der Fürst der syrischen Stadt Edessa, Abgar V, der von schwerer Krankheit heimgesucht war, einen Maler aussandte, damit er ein Portrait Christi male. Dem Künstler gelang dies nicht, wegen des strahlenden Glanzes, der von dem Antlitz Christi ausging. Da nahm der Heiland ein Stück Leinen, legte darauf sein göttliches und Leben spendende Antlitz und drückte es darin ab. Dies Tuch ließ er dem Abgar überbringen, und siehe, der Fürst wurde beim Anblick des Portraits auf wunderbare Weise von seinem langen Leiden befreit.“ (aus: Aloys Butzmann, Faszination Ikonen, Bonifatius Verlag)
Eine weitere Rolle spielen sogenannte Malerhandbücher. Sie geben detaillierte Anleitungen zur Herstellung der Ikonen. Sie enthalten Umrisszeichnungen, Angaben über die Anfertigung der Bildträger bis zum Anrühren einzelner Farben.
Und dennoch, trotz aller Vorschriften ist keine Ikone wie die andere. In feinen Nuancierungen verraten sie die Handschrift des Malers, der Malerin bzw. der Malschule.
Bernward Konermann
Der Bischof als apostel = Schiffsausrüster = Gemeindeleiter-Ermöglicher